2. Technik und Sicherungseinrichtungen

Wissen Klasse T

2.1 Bremsen


1) Wichtige Begriffe & Systemübersicht

2) Schritt‑für‑Schritt: Sicher bremsen

  1. Blick & Vorbereitung: Weit voraus schauen, früh Gas weg. Beide Hände ans Lenkrad.
  2. Normale Bremsung: Druck stetig steigern. Kupplung erst spät treten, damit die Motorbremse mitwirkt.
  3. Gefahrbremsung: Bremse voll durchtreten, Kupplung zügig dazu, damit der Motor nicht abwürgt. Mit ABS: Pedal halten und dorthin lenken, wo du hinwillst. Ohne ABS: Treten und festhalten, lenken ist nur möglich wenn die Bremse gelöst wird!
  4. Mit Anhänger/Zug: Gerade halten, keine ruckartigen Lenkbewegungen. Tempo früh reduzieren, Abstand vergrößern.
  5. Bergab: Rechtzeitig einen kleinen Gang wählen, Zusatz-/Motorbremse nutzen, keine Dauer‑Schleichbremsung (Überhitzungsgefahr).

3) Physik und Faustformeln – einfach erklärt

4) Einflussfaktoren auf den Bremsweg

5) Prüfungen/Checks und Bremsprobe

6) Typische Fehler – und wie du sie vermeidest


Prüfungskern (Merksatz)

„Ich bremse vorausschauend und dosiert, halte Abstand, nutze bergab die Motorbremse und mache vor der Fahrt eine Bremsprobe. In Gefahr: voll bremsen, Kupplung zügig, blickführen und lenken.“

Praxis‑Drill „Brems‑Check & Bremsprobe“ (3–5 Min.)
  1. Kontrollleuchten prüfen (ABS aus, keine Warnung), Pedalgefühl testen.
  2. Hydraulik/Luft: Füllstand/Druck i. O.; Leitungen dicht und spannungsfrei.
  3. Feststellbremse: Hält sicher am leichten Hang.
  4. Rollprobe 10–15 km/h: Kräftig bremsen → Spurtreue prüfen; mit ABS Pedal halten.
  5. Bergab‑Strategie festlegen: passender Gang + Motorbremse.
  • [ ] Pedal fest, Weg normal
  • [ ] Warnlampen aus, Druck/Füllstand i. O.
  • [ ] Leitungen dicht/korrekt verlegt
  • [ ] Rollprobe spurtreu bestanden
  • [ ] Bergab‑Plan steht

Sinnvolle Medien zum Einbau

Kleine Übungsfragen

Hinweis: Spezielle Bremsanlagen (Auflauf-, hydraulische, Druckluft‑, elektrische Systeme, ALB/EBS) und deren Besonderheiten folgen in den nächsten Abschnitten zu 2.x.

2.1.1 Betriebsbremse, hydraulische Bremse


1) Aufbau & Begriffe

2) Bedienung & Fahrtechnik

  1. Vor Fahrtbeginn: Pedalweg prüfen (fest, nicht schwammig), Warnlampen aus, Bremsflüssigkeitsstand zwischen MIN/MAX.
  2. Normale Bremsung: Druck gleichmäßig aufbauen; Kupplung erst kurz vor Stillstand, damit die Motorbremse mithilft.
  3. Gefahrbremsung: Bremse voll, Kupplung zügig dazu; mit ABS: Pedal halten und lenken.
  4. Bergab: Früher, kleiner Gang + Motor-/Getriebebremse einsetzen; keine Dauer‑Schleichbremsung (Fading‑Gefahr).
  5. Mit Anhänger/Zug: Gerade halten, Abstand vergrößern, Tempo früh senken. Bremsprobe durchführen (s. u.).
  6. Traktor‑Spezial: Straßenfahrt nur mit gekoppelten Pedalen; getrennt nur für langsame Feldmanöver auf abgesperrtem Gelände.

3) Typische Störungen – erkennen & reagieren

4) Pflege/Wartung – was du prüfen solltest

5) Bremsprobe mit Zugfahrzeug (hydraulische Betriebsbremse)


Prüfungskern (Merksatz)

„Ich fahre mit gekoppelten Pedalen auf der Straße, prüfe Pedal, Bremsflüssigkeit und Warnlampen, bremse früh und dosiert und nutze bergab die Motorbremse. In Gefahr: voll bremsen, Kupplung zügig, lenken.“

Praxis‑Drill „Hydraulik‑Betriebsbremse“ (3–5 Min.)
  1. Flüssigkeitsstand checken, Pedalgefühl testen, Straßenfahrt: Pedale koppeln.
  2. Standprobe am leichten Hang; anschließend Rollprobe 10–15 km/h.
  3. Bergab‑Plan: kleiner Gang, Motor-/Getriebebremse; keine Dauerbremsung.
  4. Nach Probe: Sichtkontrolle auf Leckspuren/Überhitzungsgeruch.
  • [ ] Pedal fest, Weg normal
  • [ ] Bremsflüssigkeit i. O.
  • [ ] Pedale gekoppelt (Straße)
  • [ ] Stand‑/Rollprobe bestanden
  • [ ] Bergab‑Strategie festgelegt

Sinnvolle Medien zum Einbau

Kleine Übungsfragen

Hinweis: Rechtsgrundlagen u. a. StVZO § 41 (Bremsanlagen). Die hydraulische Anhängerbremse (Einleiter) und andere Bremssysteme behandeln wir in den nächsten Unterkapiteln 2.1.x.

2.1.2 Druckluftbremse


1) Aufbau & Begriffe

2) Richtig kuppeln & in Betrieb nehmen

  1. Papiere/Kompatibilität: Traktor/Anhänger beide Zweileiter? Kupplungen/Schlauchlängen passend? Abreißsicherung vorhanden?
  2. Drucklos kuppeln: Schmutz von den Köpfen wischen. Leitungen spannungsfrei führen (keine Knicke/Scheuerstellen).
  3. Reihenfolge: Erst gelb (Steuer), dann rot (Vorrat) kuppeln. Rot ist nie allein! Bei Duomatic: sauber mittig einrasten lassen.
  4. Druck aufbauen: Warten, bis Betriebsdruck erreicht ist (Anzeige im grünen Bereich, Warnlampe aus).
  5. Dichtheit prüfen: Horchen, Sichtkontrolle; Pedal drücken und halten → Druck bleibt stabil, kein deutliches Nachpumpen.
  6. Leitungen sichern: So verlegen, dass auch bei Volleinschlag/Ein- und Ausfederung nichts spannt.

3) Fahrtechnik & Sicherheit

4) Typische Fehlerbilder & wie du reagierst

5) Pflege & Wartung

6) Bremsprobe mit Zweileiter‑Anlage (kurz & praxisnah)


Prüfungskern (Merksatz)

„Ich kupple rot vor gelb, warte den Betriebsdruck ab, prüfe Dichtheit und mache eine Stand‑ und Rollprobe. Bergab nutze ich die Motorbremse – Vollbremsung: Pedal halten und lenken.“

Praxis‑Drill „Druckluft – Startklar in 3–5 Min.“
  1. Köpfe reinigen, rotgelb kuppeln (oder Duomatic sauber einrasten), Abreißsicherung an festem Punkt.
  2. Betriebsdruck abwarten, Warnlampe aus; Leitungen spannungsfrei prüfen.
  3. Standprobe + Rollprobe (10–15 km/h) durchführen.
  4. Sicht-/Horchkontrolle: keine Lecks, keine Scheuerstellen.
  • [ ] Rot/Gelb korrekt gekuppelt
  • [ ] Betriebsdruck i. O., Warnung aus
  • [ ] Dichtheit gegeben
  • [ ] Stand‑/Rollprobe ok
  • [ ] Leitungen frei verlegt

Sinnvolle Medien zum Einbau

Kleine Übungsfragen

Hinweis: Rechtsgrundlagen u. a. StVZO § 41 (Bremsanlagen), technische Auslegung meist nach ECE‑R13. Details zu Einleiter/ALB‑Einstellung kommen in den folgenden 2.1.x‑Abschnitten.

2.1.3 Auflaufbremse und Feststellbremse


1) Auflaufbremse – Prinzip & Aufbau

2) Feststellbremse – Zweck & Handhabung

3) Praxis: Kuppeln, Check & Bremsprobe

  1. Vorbereitung: Anhänger gegen Wegrollen sichern (Feststellbremse + Keile). Kugelkopf/ Kupplung sauber, Stützlast im Blick.
  2. Ankuppeln: Kupplung ganz aufsetzen, Verriegelung einrasten, optische/ mechanische Anzeige kontrollieren. Stützrad hochkurbeln und sichern.
  3. Wenn Abreißseil: An fester Öse/Adapter am Zugfahrzeug befestigen; Leitung spannungsfrei verlegen.
  4. Lösen der Trailer‑Feststellbremse: Erst wenn alles korrekt verriegelt ist und das Zugfahrzeug gesichert steht.
  5. Funktionscheck: Rollprobe 10–15 km/h auf freier Fläche: kräftig bremsen → Zug bleibt spurtreu, kein Schlingern, keine ungewöhnlichen Geräusche.

4) Fahrtechnik mit Auflaufbremse

5) Typische Fehlerbilder & Reaktion

6) Wartung & Pflege (kurz)


Prüfungskern (Merksatz)

„Auflaufbremse: sanft vorausschauend bremsen, bergab Motorbremse. Abreißseil an fester Öse sichern. Feststellbremse nur im Stand – beim Kuppeln immer zuerst das Zugfahrzeug sichern.“

Praxis‑Drill „Auflauf + Feststellbremse“ (3–5 Min.)
  1. Zugfahrzeug fest (Parkbremse), Trailer gesichert (Feststellbremse + Keil).
  2. Ankuppeln, Verriegelung prüfen, Stützrad hoch; Abreißseil korrekt einhängen.
  3. Trailer‑Feststellbremse lösen, kurze Rollprobe 10–15 km/h, kräftig bremsen.
  4. Nachprobe: Sicht/Horch – keine Klapper‑ oder Schleifgeräusche, Deichsel bewegt sich gedämpft.
  • [ ] Kupplung verriegelt
  • [ ] Abreißseil fest am Fahrzeugpunkt
  • [ ] Stützrad gesichert
  • [ ] Rollprobe spurtreu
  • [ ] Keine ungewöhnlichen Geräusche/Vibrationen

Kleine Übungsfragen

Hinweis: Rechtsgrundlagen u. a. StVZO § 41 (Bremsanlagen). Details zu besonderen Varianten (z. B. hydraulisch betätigte Auflaufbremsen, Sonderkupplungen) behandeln wir in späteren Unterkapiteln.

2.1.4 Einzelradbremsen


1) Begriff & Abgrenzung

Einzelradbremsen sind Bremsen, die an jedem Rad wirken. Heute Standard bei Pkw, Lkw, Anhängern und modernen Traktoren. Sie ersetzen bzw. ergänzen ältere Zentral‑/Getriebebremsen, die nur auf eine Welle wirkten.

2) Bauarten der Radbremsen

Bauart Wirkprinzip Stärken Typische Fahrzeuge
Scheibenbremse (Festsattel/Schwimmsattel) Beläge pressen auf Bremsscheibe → Reibung gute Kühlung, standfest, leicht dosierbar vorn bei Pkw/Lkw fast immer; hinten oft auch
Trommelbremse (Simplex/Duplex) Bremsbacken drücken nach außen in Trommel selbstverstärkend, geschützt gegen Schmutz häufig an Hinterachsen, leichtere Anhänger
Nasslamellenbremse (Ölbad) Mehrere Lamellenpakete im Achs‑/Nabenöl sehr haltbar, unempfindlich, hohe Dauerlast Traktoren, Baumaschinen, schwere Achsen

3) Bedienung & Fahrtechnik (Praxis)

4) Typische Fehlerbilder & was du merkst

5) Wartung & Einstellung (Kurzüberblick)


Prüfungskern (Merksatz)

„Einzelradbremsen arbeiten an jedem Rad – für Spurtreue und kurze Bremswege. Probe bremsen, auf gleichmäßige Wirkung achten; bergab Motorbremse. Traktor‑Pedale auf der Straße koppeln.“

Praxis‑Drill „Radbremsen checken“ (2–3 Min.)
  • [ ] Sichtcheck: Leitungen/Schläuche, keine Lecks
  • [ ] Pedalweg/Druck i. O., Warnlampen aus
  • [ ] Rollprobe 10–15 km/h: spurtreu, kein Ziehen
  • [ ] Nach Bremsung: kein Geruch/Qualm, keine ungewöhnlichen Geräusche

Kleine Übungsfragen

Hinweis: Rechtsgrundlagen u. a. StVZO § 41 (Bremsanlagen); technische Anforderungen z. T. nach ECE‑R13. Details zur Einstellung von Verteilsystemen/ALB kommen in späteren Abschnitten.

2.1.5 Unterlegkeile


1) Zweck & Rechtsgrundlage

2) Anzahl – so viele Keile sind vorgeschrieben

Rechtsgrundlage: § 41 Abs. 14 StVZO. Entscheidend sind Bauart und Achszahl. ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__41.html?utm_source=openai))

Merke zur Einordnung: Trifft mehr als eine Regel zu (z. B. dreiachsiger Anhänger und Starrdeichsel), gilt die höhere Keilzahl (= 2).

3) Typfälle – schneller Überblick

Fall Beispiel Pflicht
1‑achsiger Zentralachsanhänger, 1 300 kg Pkw‑Kastenanhänger mit Kugelkupplung 2 Keile
2‑achsiger Drehschemelanhänger, 4 000 kg Traktoranhänger mit Lenkdeichsel 1 Keil
3‑achsiger Tieflader Baumaschinentransporter 2 Keile
Sattelanhänger Sattelauflieger 2 Keile
Pkw‑Anhänger ≤ 750 kg Leichter Freizeitanhänger keine Pflicht (Empfehlung: 1 Keil)

4) Richtige Anwendung (Praxis)


Prüfungskern (Merksatz)

„Sattel immer 2 Keile. Starr-/Zentralachse > 750 kg: 2 Keile. Zweiachsiger Drehschemel > 750 kg: 1 Keil. Drei+ Achsen: 2 Keile. Keil talwärts anlegen – Halter ohne Haken/Ketten.“

Praxis‑Drill „Keile richtig einsetzen“ (2–3 Min.)
  1. Standplatz prüfen (Neigung/Untergrund). Feststellbremsen setzen.
  2. Erforderliche Keilanzahl bestimmen (Bauart/Achszahl). ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__41.html?utm_source=openai))
  3. Keil(e) talwärts anlegen; bei starkem Gefälle doppelt sichern.
  4. Nach Abkuppeln: Standsicherheit prüfen; Keile vor dem Wegfahren aufnehmen und im Halter verstauen. ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__41.html?utm_source=openai))
  • [ ] Richtige Anzahl an Bord
  • [ ] Halterung i. O., kein Klappern
  • [ ] Keil(e) richtig positioniert

Sinnvolle Medien zum Einbau

Kleine Übungsfragen

  1. Ein 1‑achsiger Zentralachsanhänger (1 300 kg) hinter dem Pkw: Wie viele Keile sind mitzuführen?
  2. Ein 2‑achsiger Drehschemelanhänger (4 000 kg) hinter dem Traktor: Wie viele Keile?
  3. Ein 3‑achsiger Tieflader: Keilanzahl?
  4. Wo legst du den Keil an, wenn der Anhänger bergab zeigt?

Lösungen (kurz): 1) 2 Keile. 2) 1 Keil. 3) 2 Keile. 4) An die talwärts stehende Reifenseite.

Rechtsverweise: § 41 Abs. 14 StVZO (Unterlegkeile – Anzahl, Halterung); § 31b StVZO (Vorzeigen mitzuführender Gegenstände). ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__41.html?utm_source=openai))

2.2 Lenkung


1) Aufgabe & Aufbau (kurz erklärt)

2) Typische Lenkungsarten (Fahrzeugklassen)

3) Funktionsprüfung vor der Fahrt (2–3 Minuten)

  1. Standcheck (Motor aus):
    • Lenkrad spielfrei? Keine „toten“ Bereiche spürbar.
    • Geräusche? Kein Knacken, Schleifen in der Lenksäule.
    • Faltenbälge an Spurstangen/Lenkgetriebe dicht und unbeschädigt.
  2. Servocheck (Motor an, im Stand):
    • Lenken geht leicht und gleichmäßig nach links/rechts.
    • Lenkrad kurzfristig bis Anschlag drehen, aber nicht lange halten (Öl/Antrieb nicht überlasten).
    • Warnlampen (Lenksymbol/ESP) aus; EPS‑Störung? → Werkstatt.
  3. Lenkspiel:
    • Im Stand leicht hin und her Lenken - bewegt sich der Lenker, aber der Reifen nicht, gibt es Lenkspiel
    • Festen Punkt, z.B. Blinkerhebel zum abschätzen nutzen - maximal 3cm Lenkspiel ist erlaubt (2-3 Finger breit)
  4. Rollprobe (5–15 km/h, gerade Strecke):
    • Fahrzeug hält Spur, zieht nicht einseitig.
    • Lenkrad zentriert selbstständig nach Geradeausfahrt.
    • Keine Vibrationen/„Flattern“ im Lenkrad.
  5. Wenn hydraulisch: Servoflüssigkeit zwischen MIN–MAX (bei EPS: kein Vorratsbehälter vorhanden – normal!).

4) Häufige Mängel – Symptome & Folgen

5) Bedienungstechnik – so lenkst du sicher

6) Besonderheiten Lkw/Traktor/Anhänger

7) Mini‑Checkliste „Lenkung i. O.“

8) Prüfungskern (Merksatz)

„Lenkung muss spielfrei, leichtgängig und selbstzentrierend sein – keine Geräusche, keine Lecks. Bei großen Lenkwinkeln übergreifend lenken, Daumen außen.“

9) Kleine Übungsfragen

  1. Woran erkennst du in der Rollprobe, dass die Lenkung technisch in Ordnung ist?
  2. Warum solltest du am Anschlag nicht lange „gegenhalten“?
  3. Welche Symptome deuten auf zu großes Lenkspiel hin?
  4. Was unterscheidet EPS von hydraulischer Servolenkung – und was bedeutet das für die Sichtprüfung?
  5. Wie prüfst du bei einem Anhänger mit Nachlaufachse die Funktion vor dem Rückwärtsfahren?

Rechtsbezug: Lenkanlagen müssen betriebssicher und nahezu spielfrei sein (StVZO, anerkannte Regeln der Technik; Bau- und Funktionsanforderungen u. a. nach ECE‑R 79). Im Zweifel: Werkstattprüfung/Achsvermessung veranlassen.

2.3 Räder/Bereifung


1) Aufgabe & Grundbegriffe

2) Rechtliche Basics (Deutschland)

3) Reifen richtig lesen (Beispiel)

205/55 R16 91V M+S 3PMSF

4) Praxis: Kontrolle vor der Fahrt (2–3 Min.)

  1. Rundum‑Sichtprüfung: keine Schnitte/Beulen/Fremdkörper; gleichmäßiger Abrieb; TWI‑Stege noch unter Profil. ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__36.html?utm_source=openai))
  2. Profiltiefe messen: mind. 1,6 mm (Winter besser ≥ 4 mm). ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__36.html?utm_source=openai))
  3. Luftdruck kalt nach Tür‑B‑Säule/Betriebsanleitung; bei Beladung anpassen (auch Anhänger‑Reifen!).
  4. Radbefestigung: alle Muttern/Schrauben vorhanden, korrekter Sitz; nach Radwechsel Drehmoment nach 50–100 km prüfen.
  5. RDKS: Warnlampe aus; bei Fahrzeugen M1/M1G ab 11/2014 Pflicht (Neu‑Zulassung). ([bundesverband-reifenhandel.de](https://bundesverband-reifenhandel.de/infopool/rdks-allgemeine-infos?utm_source=openai))

5) Winterreifen – was gilt konkret?

6) Anhänger & Tempo‑100‑Regel (Kurzüberblick)

Zusatzwissen für Klasse B/BE – nützlich in der Praxis.

7) Erlaubt & nicht erlaubt (häufige Fragen)

8) Merksätze (Prüfungskern)

„1,6 mm ist Pflicht – 3/4 mm sind sicherer. Winter = 3PMSF. Radial/Diagonal nie mischen. Bei niedrigem Winterreifen‑Speedindex: Sticker ins Sichtfeld. RDKS‑Lampe darf nicht leuchten.“ ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__36.html?utm_source=openai))

9) Mini‑Checkliste „Räder/Bereifung i. O.“

10) Kleine Übungsfragen

  1. Woran erkennst du, dass dein Winterreifen „rechtlich“ wintertauglich ist?
  2. Dein Auto fährt 210 km/h, der Winterreifen ist bis 190 km/h zugelassen. Was musst du tun?
  3. Warum ist ein Mix aus Radial‑ und Diagonalreifen unzulässig?
  4. Welche zwei Reifenanforderungen gelten für Anhänger mit Tempo‑100‑Zulassung?
  5. Wie viel Profiltiefe ist gesetzlich mindestens vorgeschrieben – und was empfiehlt Joachim für Winterreifen?

Lösungen (kurz): 1) Alpine‑Symbol/3PMSF. 2) Geschwindigkeits‑Sticker ins Sichtfeld und Vmax einhalten. 3) § 36 StVZO verbietet Bauart‑Mix. 4) ≤ 6 Jahre alt und Speed‑Index ≥ L. 5) min. 1,6 mm; empfohlen ≥ 4 mm. ([bmv.de](https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Artikel/StV/Strassenverkehr/winterreifen.html?utm_source=openai))

Medien für den Unterricht (Fahrschule Eling)

Rechtsquellen/Infos: § 36 StVZO; § 2 Abs. 3a StVO (BMDV‑Infoseite); 9. Ausnahmeverordnung (Tempo 100 – KÜS/Behördeninfos); RDKS‑Pflicht (EU‑VO 661/2009 – BRV/Medien). ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__36.html?utm_source=openai))

2.4 Anbaugeräte und Ladung


1) Anbaugerät vs. Ladung – kurz & praxisnah

2) Abmessungen, Überstände und Kennzeichnung – was gilt?

2.1 Grundmaße (Fahrzeug + Ladung)

2.2 Überstand nach vorn

2.3 Überstand nach hinten

2.4 Seitlicher Überstand

3) Ladungssicherung – so machst du’s richtig

4) Besonderheiten bei Anbaugeräten (Traktor/SAM/Lkw)

5) Mini‑Checklisten

5.1 „Ladung i. O.“ vor Fahrtbeginn

5.2 „Anbaugerät i. O.“

6) Praxisbeispiele (merke!)

7) Prüfungskern (Merksätze)

„Ladung sichern – nichts darf rutschen, kippen oder fallen. Vorne erst über 2,5 m Höhe bis 50 cm erlaubt. Hinten 1,5 m, bei ≤ 100 km 3,0 m – ab > 1,0 m: rote Kennzeichnung, nachts mit Licht/Reflektor. Gesamt: max. 2,55 m breit, 4,0 m hoch (Lw‑Ausnahmen beachten).“ ([justiz-nrw.wolterskluwer-online.de](https://justiz-nrw.wolterskluwer-online.de/browse/document/4e6af5bb-41c1-3cf6-a3b5-a06ac83f29dc?utm_source=openai))

8) Kleine Übungsfragen

  1. Ab welcher Höhe darf Ladung nach vorn überstehen – und wie weit maximal?
  2. Dein Surfbrett ragt 1,20 m über die Rückstrahler hinaus. Was ist zu tun – tagsüber und nachts?
  3. Wie weit darf Ladung auf kurzer Strecke (≤ 100 km) nach hinten überstehen?
  4. Nenne die zulässigen Grundmaße (Breite/Höhe) für Fahrzeug + Ladung – und eine wichtige Lw‑Ausnahme.
  5. Was ist bei seitlichem Überstand > 40 cm zu beachten?

Antworten (kurz): 1) Über 2,5 m Ladungshöhe bis 50 cm; darunter 0 cm. 2) Tag: rote Fahne/Schild/Zylinder (≤ 1,5 m hoch); Nacht: zusätzlich rotes Licht + roter Rückstrahler (≤ 0,9 m). 3) Bis 3,0 m. 4) 2,55 m/4,0 m; Lw‑Fahrzeuge z. B. bis 3,0 m breit (mit Erzeugnissen/Arbeitsgeräten). 5) Kennzeichnung mit weißem Licht vorn/rotem hinten, ≤ 1,5 m hoch. ([justiz-nrw.wolterskluwer-online.de](https://justiz-nrw.wolterskluwer-online.de/browse/document/4e6af5bb-41c1-3cf6-a3b5-a06ac83f29dc?utm_source=openai))

Rechtsbezug: § 22 StVO (Ladung – Maße, Überstände, Kennzeichnung); ergänzend Abmessungen lt. StVO/StVZO; Ausnahmen Lw/Fo. Für Sondertransporte sind ggf. Genehmigungen nötig. ([justiz-nrw.wolterskluwer-online.de](https://justiz-nrw.wolterskluwer-online.de/browse/document/4e6af5bb-41c1-3cf6-a3b5-a06ac83f29dc?utm_source=openai))

2.5 Be- und Entlastung der Achsen


1) Worum geht’s?

2) Längsdynamik: Bremsen & Beschleunigen

3) Querdynamik: Kurvenfahrt

4) Beladen in der Praxis (Pkw/Transporter)

5) Anhänger: Stützlast und Stabilität

6) Lkw/Bus/Traktor – Besonderheiten

7) Was merkst du am Fahrzeug?

8) Mini‑Checklisten

Vor der Fahrt

Während der Fahrt

9) Praxisbeispiele (kurz)

10) Prüfungskern (Merksätze)

„Bremsen lädt vorn – Gas lädt hinten.“
„Schweres tief und zwischen die Achsen; Stützlast im zulässigen Bereich.“
„Erst bremsen, dann lenken, dann sanft beschleunigen – keine abrupten Lastwechsel.“

11) Kleine Übungsfragen

  1. Was passiert mit Vorder‑ und Hinterachse bei einer Vollbremsung – und welche Folgen hat das fürs Heck?
  2. Dein Fronttriebler kommt leer eine nasse Rampe kaum hoch. Was kannst du ändern?
  3. Wo platzierst du schweres Ladegut im Einachs‑Anhänger, um eine stabile Stützlast zu erreichen?
  4. Warum verschlechtert eine hohe Dachlast das Fahrverhalten deutlich?
  5. Wenn sich zulässige Stützlasten von Zugfahrzeug, Kupplung und Anhänger unterscheiden: Welcher Wert gilt?

12) Nutzen & Kontrollintervall

2.6 Betriebsgeschwindigkeit


1) Wichtige Bauteile & Begriffe

2) Schritt‑für‑Schritt: Betriebsgeschwindigkeit festlegen und fahren

  1. Papiere & Schilder checken: bbH Traktor, evtl. Geschwindigkeitsschild am Zug (25/40/60), Eintragungen zu Bremsart/Reifen.
  2. Zug bewerten: Mit/ohne Anhänger? Bremsart und Zustand des Anhängers? Ladung/Verteilung/ Stützlast im Soll?
  3. Strecke & Bedingungen: Sicht, Witterung, Fahrbahn (nass, lose Erde, Spurrillen), Gefälle/Steigung, Ortslage.
  4. Technik passend wählen: Fahrbereich/Gang so, dass bei Zieltempo ~1.500–2.000 U/min anliegt (Reserve zum Beschleunigen/Bremsen).
  5. Losfahren: Sanft anfahren, Spur halten, Verkehr beobachten; Tacho mit Soll‑Tempo abgleichen.
  6. Bergauf/Bergab: Frühzeitig runterschalten; bergab Motorbremse nutzen, nicht im Leerlauf rollen.
  7. Mit Anhänger: Vorausschauend, längere Bremswege einkalkulieren; Seitenwind/Überholen lassen – Tempo stabil halten, nicht „mitschaukeln“.
  8. Bei Unsicherheit: Tempo reduzieren, Sicherheitsabstand vergrößern, notfalls Haltebucht nutzen und Kolonne vorbeilassen.

3) Masse, Lasten, Werte – einfach erklärt

4) Bremsen, Lenkstabilität, Fahreindruck

5) Abmessungen, Sicht, Kennzeichnung

6) Typische Fehler – und wie du sie vermeidest


Prüfungskern (Merksatz)

„Ich richte mein Tempo nach der langsamsten Komponente, den aktuellen Bedingungen und einem großen Sicherheitsabstand aus – erst bremsen, dann lenken, dann sanft beschleunigen.“

Praxis‑Drill „Tempo im Griff“ (3–5 Min.)
  1. Papiere/Schilder checken: bbH, Geschwindigkeitsschild, Bremsart, Reifenfreigabe.
  2. Strecke bewerten: Sicht/Wetter/Gefälle, Ortslage, Verkehrsdichte.
  3. Fahrbereich/Gang wählen: Zieltempo mit Reserve (keine Dauervollgas‑Fahrt).
  4. Rollprobe 10–15 km/h: Bremsen kräftig testen – Zug bleibt spurtreu?
  5. Transportfahrt: Frontlader/Anbaugeräte in Transportstellung, Spiegel feinjustieren.
  • [ ] Langsamste Komponente geklärt (bbH/Schilder/Reifen/Bremsen)
  • [ ] Sicht & Strecke beurteilt
  • [ ] Gangwahl mit Reserven
  • [ ] Bremsprobe ok
  • [ ] Anbaugeräte gesichert

Sinnvolle Medien zum Einbau

Kleine Übungsfragen

 

2.7 Ladung


1) Wichtige Bauteile & Begriffe

2) Schritt‑für‑Schritt: Ladung richtig sichern

  1. Planen: Was wird transportiert? Form, Gewicht, Schwerpunkt, Anzahl. Passende Hilfsmittel bereitlegen (Matten, Kantenschoner, Gurte/Ketten, Netze).
  2. Fahrzeug prüfen: Zurrpunkte unbeschädigt, Bordwände/Prallwand funktionsfähig, Ladefläche sauber/trocken.
  3. Schweres nach unten & nah an die Prallwand: Schwerpunkt tief und zwischen die Achsen. Hohlräume vermeiden/ausfüllen.
  4. Formschluss herstellen: Paletten/Ballen dicht aneinander und an Bordwände; ggf. Steckrungen nutzen.
  5. Rutschhemmung: Unter jede Ladeeinheit rutschhemmende Matten; Kanten mit Kantenschonern schützen.
  6. Zurren: Je nach Ladung Niederzurren, Direktzurren (Diagonal-/Schrägzurren) oder Umspannungen einsetzen; Gurte sauber führen, nicht über scharfe Kanten ohne Schutz.
  7. Spezialfälle: Rundhölzer/Rohre gegen Rollen sichern (Keile/Unterlagen); Schüttgut abdecken (Netz/Plane); lose Geräte anbinden.
  8. Kontrolle: Sicht-/Fühlkontrolle aller Zurrpunkte und Sicherungen; nach wenigen Kilometern nachspannen, danach regelmäßig prüfen.
  9. Beleuchtung/Sicht: Ladung darf Licht, Blinker, Kennzeichen und Sicht nicht verdecken. Falls verdeckt → Zusatzleuchten/-kennzeichen anbringen.

3) Masse, Lasten, Werte – einfach erklärt

4) Bremsen, Lenkstabilität, Fahreindruck

5) Abmessungen, Sicht, Kennzeichnung

6) Typische Fehler – und wie du sie vermeidest


Prüfungskern (Merksatz)

„Ladung sichern – nichts darf rutschen, kippen oder fallen. Vorne erst über 2,5 m Höhe bis 50 cm erlaubt. Hinten 1,5 m, bei ≤ 100 km 3,0 m – ab > 1,0 m: rote Kennzeichnung, nachts mit Licht/Reflektor. Gesamt: max. 2,55 m breit, 4,0 m hoch (Lw‑Ausnahmen beachten).“

Praxis‑Drill „Ladung fix & richtig“ (3–5 Min.)
  1. Ladegut und Hilfsmittel planen (Form, Gewicht, Schwerpunkt, Matten/Kantenschoner/Zurrmittel).
  2. Formschluss herstellen, Hohlräume schließen, schweres nach unten/ nach vorn zur Prallwand.
  3. Zurren passend wählen (Nieder‑/Direktzurren), Gurte schützen und sauber führen.
  4. Kennzeichnung prüfen: Überstand? Beleuchtung/Nummernschild frei? Zusatzleuchten nötig?
  5. Nach 5–10 Min. Fahrt anhalten: Kontrolle und Nachspannen.
  • [ ] Zurrpunkte intakt, Hilfsmittel vollständig
  • [ ] Formschluss/Rutschhemmung hergestellt
  • [ ] Ausreichend und korrekt gezurrt
  • [ ] Kennzeichnung/Beleuchtung gemäß Überstand
  • [ ] Nachspann‑Check erledigt

Sinnvolle Medien zum Einbau

Kleine Übungsfragen