# 3. Fahren mit Zügen, Zusammenstellen von Zügen

Wissen Klasse T

# 3.1 Ladungssicherung

<section id="bkmrk-3.1-ladungssicherung">---

## 1) Wichtige Bauteile &amp; Begriffe

- **StVO‑Grundsatz (§ 22):** Ladung muss so gesichert sein, dass sie selbst bei Vollbremsung/Ausweichen <u>nicht verrutscht, kippt oder herabfällt</u>; anerkannte Regeln der Technik anwenden (z. B. VDI 2700, EN 12195‑1).
- **Formschluss:** Ladeeinheiten liegen dicht an Bord‑/Prallwand oder zwischen Steckrungen – Lücken vermeiden/füllen.
- **Kraftschluss (Niederzurren):** Zurrgurte/Ketten drücken die Ladung mit Vorspannkraft auf die Ladefläche; *rutschhemmende Matten* erhöhen die Reibung.
- **Direktzurren:** Zurrmittel verlaufen direkt von der Ladung zu Zurrpunkten (Diagonal‑/Schrägzurren, Schlingzurren) – ideal bei schweren/kompakten Gütern.
- **Zurrmittel:** Gurte (LC/STF/SHF am Etikett), Ketten mit Spannern; <u>Etikett lesbar</u>, keine Beschädigungen, keine Knoten.
- **Zurrpunkte/Ladebordwand/Prallwand:** Nur geprüfte Zurrpunkte nutzen; Bordwände/Prallwand müssen die Kräfte aufnehmen können.
- **Rutschhemmende Matten (RHM):** Erhöhen die Reibung deutlich (typisch µ ≈ 0,6 bei sauber/trocken). Nur unbeschädigt und sauber verwenden.
- **Kantenschoner/Schutzwinkel:** Schützen Gurt und Ladung an scharfen Kanten und verbessern den Zurrwinkel.
- **Spezialfälle:** Rundholz/Rohre gegen Rollen sichern (Keile); Schüttgut mit Netzen/Planen abdecken; Ballen und BigBags form‑ und kraftschlüssig sichern.

## 2) Schritt‑für‑Schritt: So sicherst du Ladung richtig

1. **Planen:** Art, Gewicht, Abmessungen, Schwerpunkt klären. Hilfsmittel bereitlegen (RHM, Gurte/Ketten, Kantenschoner, Keile, Netze).
2. **Fahrzeug checken:** Ladefläche sauber/trocken, Zurrpunkte intakt, Bordwände/Steckrungen/Prallwand funktionsfähig.
3. **Positionieren:** Schweres nach unten und möglichst an die Prallwand; Gewicht zwischen die Achsen, Stütz‑/Achslasten beachten.
4. **Formschluss herstellen:** Lücken vermeiden oder füllen (Zwischenlagen, Leisten, Paletten). Rundes Ladegut gegen Rollen sichern.
5. **Rutschhemmung legen:** Unter jede Einheit passende RHM, sauber auf sauber – keine Erde/Öl darunter.
6. **Methode wählen:**
    - *Leichte/voluminöse Ladung:* Niederzurren + Formschluss.
    - *Schwere/kompakte Ladung:* Direktzurren (Diagonal/Schräg) zu tragfähigen Zurrpunkten.
    - *Schüttgut:* Bordwände zu, ggf. Plane/Netz, keine Überhöhung.
7. **Zurrwinkel beachten:** Möglichst flach über die Ladung (Niederzurren) oder 30–60° zum Boden beim Direktzurren; Gurte nicht verdrehen, scharfe Kanten mit Kantenschonern schützen.
8. **Spannen &amp; sichern:** Gurte gleichmäßig anziehen, Ratschen sichern, lose Gurtenden verstauen. Bei Ketten: Spanner sichern.
9. **Kontrolle:** Sicht‑/Fühlkontrolle jedes Zurrpunktes, Etikett/LC prüfen, Beleuchtung/Nummernschild frei?
10. **Nachspannen:** Nach wenigen Kilometern anhalten, Vorspannung prüfen/nachziehen; danach regelmäßig kontrollieren (bes. bei langen Fahrten/Schlechtweg).

## 3) Masse, Lasten, Werte – einfach erklärt

- **Richtwerte für Sicherungskräfte (Praxis):**
    - Fahrtrichtung: bis <u>0,8 g</u> (Vollbremsung)
    - Seitlich: bis <u>0,5 g</u>
    - Rückwärts: bis <u>0,5 g</u>
    
    Heißt: Die Sicherung muss diese Anteile des Gewichts aufnehmen können.
- **Reibwerte (typisch):** Holz auf Holz trocken ≈ 0,2; mit RHM ≈ 0,6; feucht/schmutzig deutlich weniger. → Sauberkeit entscheidet!
- **Zurrgurt‑Etikett lesen:**
    - <u>LC</u> (Lashing Capacity) in daN: zulässige Zugkraft im *Geradzug* (wichtig fürs Direktzurren).
    - <u>STF</u> (Standard Tension Force) in daN: typische *Vorspannkraft* einer Ratsche (wichtig fürs Niederzurren).
    - <u>SHF</u> (Standard Hand Force): Handkraft, mit der die STF erreicht wird (meist 50 daN).
- **Daumenregeln (vereinfachte Praxis):**
    - Mit <u>RHM (µ≈0,6)</u> und gut gespannten Gurten reichen bei kompakten Lasten bis ca. <u>800–1000 kg</u> oft <u>2–4</u> Niederzurrungen – je nach Zurrwinkeln/Zustand. Prüfe im Zweifel *mehr* Gurte.
    - Sehr schwere/hohe Lasten: <u>Direktzurren</u> (Diagonal) bevorzugen, Bord‑/Prallwand mitnutzen.
    - Etikett fehlt/beschädigt? → <u>Nicht</u> verwenden.

## 4) Bremsen, Lenkstabilität, Fahreindruck

- **Warnzeichen unterwegs:** Poltern/„Nachsetzen“ der Ladung, nachlassende Vorspannung, Schlingern des Gespanns, längerer Bremsweg.
- **Sofortmaßnahmen:** Tempo reduzieren, <u>sicher anhalten</u>, Zurrungen prüfen/nachspannen, Ladungslage korrigieren, ggf. neu sichern.
- **Vorausschauend fahren:** Großzügige Abstände, sanft bremsen/lenken, in Kurven früher Tempo reduzieren; bergab Motorbremse.

## 5) Abmessungen, Sicht, Kennzeichnung

- **Sicht &amp; Beleuchtung:** Ladung darf Leuchten/Nummernschild nicht verdecken. Wenn doch → Zusatzleuchten/‑schild montieren.
- **Überstände:** Regeln aus Kap. 2.7 beachten (hinten &gt; 1,0 m → Kennzeichnung; nachts zusätzlich rotes Licht/Reflektor). Strecke/Tempo anpassen.
- **Anbaugeräte in Transportstellung:** Verriegeln/absenken, damit sie nicht als „bewegte Ladung“ wirken.

## 6) Typische Fehler – und wie du sie vermeidest

- **„Ein Gurt reicht schon“:** Nein – ohne RHM und ausreichende Vorspannung rutscht vieles bei 0,8 g. → Immer RHM + genug Gurte.
- **Ladelücken:** Lücken lassen die Ladung „anlaufen“. → Lücken schließen oder Direktzurren einsetzen.
- **Falsche Zurrwinkel:** Zu steil/zu flach mindert die Wirkung. → 30–60° beim Direktzurren anstreben, Gurte gleichmäßig führen.
- **Beschädigte Gurte/fehlendes Etikett:** Ablegen! → Nur geprüfte, unbeschädigte Zurrmittel nutzen.
- **Kein Nachspann‑Stopp:** Vorspannung lässt nach. → Nach wenigen km anhalten und nachziehen.
- **Schmutz/Feuchtigkeit unter RHM:** Reibung bricht ein. → Fläche vorher reinigen/trocknen.

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## Prüfungskern (Merksatz)

*„Erst <u>Formschluss</u> schaffen, dann mit <u>Rutschhemmung</u> und passenden <u>Zurrmitteln</u> sichern – so, dass 0,8 g nach vorn und 0,5 g zur Seite/hinten gehalten werden. Nach <u>wenigen Kilometern</u> nachspannen.“*

<details><summary>**Praxis‑Drill „Ladung in 5 Minuten sicher“**</summary>

1. Ladeplan: Gewicht/Schwerpunkt, Hilfsmittel (RHM, Gurte, Kantenschoner, Keile, Netz).
2. Formschluss + RHM: Lücken schließen, Matten legen.
3. Zurren: Methode wählen (Nieder/Diagonal), Etikett/LC/STF checken, Kanten schützen, gleichmäßig spannen.
4. Gesamtcheck: Zurrpunkte, Beleuchtung/Nummernschild frei, Überstand markiert?
5. Nach 5–10 Min. Fahrt: Halt – Nachspannen/Kontrolle.

- \[ \] Formschluss hergestellt
- \[ \] RHM sauber, korrekt platziert
- \[ \] Genügend Gurte/Ketten, Etikett ok
- \[ \] Zurrwinkel/Lage geprüft
- \[ \] Nachspann‑Stopp durchgeführt

</details>## Sinnvolle Medien zum Einbau

- **Fotokarten/Poster:** Etikett lesen (LC/STF/SHF), richtige/falsche Zurrwinkel, Beispiele Ballen/Paletten/Rohre mit/ohne RHM.
- **Kurzvideos (30–60 s):** Niederzurren vs. Direktzurren im Vergleich; „Nachspann‑Stopp“; Kantenschoner richtig einsetzen.
- **Hof‑Demo:** Bremsprobe 20–25 km/h mit schlecht vs. korrekt gesicherter Ladung (Fahreindruck/Spurtreue zeigen).
- **Checkkarte/QR:** „Ladungssicherung – 5 Schritte + Nachspannen“ für die Kabine (Fahrschule Eling).

## Kleine Übungsfragen

- Was ist der Unterschied zwischen Formschluss und Kraftschluss – nenne je ein Praxisbeispiel.
- Warum sind rutschhemmende Matten so wirksam, und worauf musst du bei deren Einsatz achten?
- Wann wählst du Direktzurren statt Niederzurren?
- Welche Angaben auf dem Gurtetikett sind wichtig, und was bedeutet „STF“?
- Was prüfst du beim Nachspann‑Stopp nach den ersten Kilometern?

</section>

# 3.2 Besonderheiten der Fahrbahnbenutzung

<section id="bkmrk-3.2-besonderheiten">  
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## 1) Grundprinzip: Fahrbahn ja, Randbereiche nein

- **Rechts fahren**, aber mit <u>Sicherheitsabstand</u> zu Rand/Graben/Bordstein (Schleppkurve, Anbaugeräte beachten).
- **Kein Fahren** auf Geh-/Radwegen, Schutzstreifen, Seiten-/Standstreifen oder Banketten – nur die <u>Fahrbahn</u> benutzen.
- **Spur halten:** Mittig in deiner Spur, keine benachbarte Spur „mitnutzen“ (Ausschwenken/Innenradien beachten).

## 2) Ein- und mehrspurige Straßen

- **Einspurig je Richtung:** Tempo an Sicht/Verhältnisse anpassen, frühzeitig rechts einordnen, Gegenverkehr im Blick.
- **Mehrspurig außerorts/Autobahn-ähnlich:** *Rechtsfahrgebot* strikt beachten. Linke Spur nur zum Abbiegen/Überholen nutzen.
- **Mehrspurig innerorts:** Du *darfst* die passende Spur wählen; wegen geringer Geschwindigkeit aber in der Regel <u>rechts</u> bleiben, außer zum Linksabbiegen/Umfahren von Hindernissen.

## 3) Schmale Landstraßen, Kuppen, Kurven

- **Tempo runter** vor unübersichtlichen Kuppen/Kurven; bei Bedarf <u>fahrbereit bremsen</u>.
- **Begegnung:** Früh anhalten und <u>Ausweichstelle</u> nutzen. Nicht aufs weiche Bankett ausweichen (Kipp-/Wegrutschgefahr).
- **Randabbrüche/Gräben:** Außen ausschwenkende Teile und Anhängerinnenradius mitdenken – <u>größeren Kurvenradius</u> wählen.

## 4) Radverkehr, Schutzstreifen &amp; Abbiegen

- **Überholen von Radfahrern:** Mindestens <u>1,5 m innerorts</u> und <u>2,0 m außerorts</u> Seitenabstand einhalten. Bei Unsicherheit: *dranbleiben*, später überholen.
- **Schutz-/Radfahrstreifen:** Nicht befahren oder zum Warten benutzen. Beim <u>Rechtsabbiegen</u> Radweg/Schutzstreifen <u>queren</u> → **Anhalten**, Schulterblick, Vorrang gewähren.
- **Toter Winkel:** Spiegel + Schulterblick + Kameras (falls vorhanden). Beim Rangieren Einweiser nutzen.

## 5) Überholen und Überholtwerden

- **Du überholst:** Nur bei freier Sicht und ausreichend Abstand. Langer Überholweg wegen niedriger Vmax einkalkulieren.
- **Andere überholen dich:** <u>Geschwindigkeit gleichmäßig</u> halten, weit rechts, keine Ausweichfahrten auf Randstreifen. Wenn sich eine *Kolonne* bildet: nächste sichere Einmündung/Hofzufahrt nutzen, kurz ausweichen und <u>vorbeilassen</u>.

## 6) Abbiegen, Wenden, Einfahren

- **Frühzeitig einordnen** und blinken. Beim <u>Rechtsabbiegen</u> größer ausholen, aber <u>eigene</u> Spur halten.
- **Linksabbiegen** mit Gespann: Zeitfenster groß wählen; Querverkehr, Rad-/Fußverkehr und Gegenverkehr sicher frei.
- **Wenden/Rückwärtsfahren** innerorts möglichst <u>vermeiden</u>; wenn nötig, absichern/Einweiser einsetzen.

## 7) Kreisverkehr (ein- und zweispurig)

- **Einspurig:** Beim Einfahren <u>nicht</u> blinken, beim <u>Ausfahren</u> blinken. Außenlinie mit Abstand fahren (Ausschwenken!).
- **Zweispurig:** Schwere/langsame Fahrzeuge grundsätzlich <u>äußerer</u> Fahrstreifen. Spurwechsel im Kreisel vermeiden.

## 8) Bahnübergänge

- **Vorbereitung:** Früh runterbremsen, <u>vorsorglich herunterschalten</u>, kein Anhalten auf den Schienen.
- **Länge/Höhe** beachten (Gespann räumt vollständig den Übergang). Bei schlechter Haftung (nass/Laub) sanft lenken/bremsen.

## 9) Kraftfahrstraßen/Autobahnen (selten)

- **Nutzung nur, wenn:** bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit <u>≥ 60 km/h</u> und Fahrzeug dafür geeignet/zugelassen. Viele Landmaschinen <u>erfüllen das nicht</u>.
- **Einfädel-/Ausfädelstreifen** vollständig nutzen; Rettungsgasse bilden (zweistreifig: zwischen linkem und rechtem Fahrstreifen; dreistreifig+: zwischen linkem und den übrigen).

## 10) Besondere Bereiche &amp; Beschilderung

- **Landwirtschaftlicher Verkehr frei:** Zufahrt/Benutzung nur für <u>tatsächliche</u> land-/forstwirtschaftliche Zwecke.
- **Fahrradstraßen** und **Fußgängerzonen**: Nur mit Zusatzzeichen erlaubt; Schritt-/angepasste Geschwindigkeit, niemanden gefährden/behindern.
- **Verkehrsberuhigter Bereich:** Schrittgeschwindigkeit, Vorrang für Fußgänger, besondere Rücksicht.
- **Busspur** (Zeichen 245): <u>Tabu</u>, außer Zusatzzeichen erlaubt.

## 11) Verschmutzung, Erntezeit, Sonderfälle

- **Schmutz/Erde auf der Fahrbahn:** Verhindern, absichern und <u>unverzüglich beseitigen</u>. Warnblinker/Warndreieck ggf. einsetzen; Beleuchtung sauber halten.
- **Breite/Überstand:** Auf Abmessungen achten. Gelbes Blinklicht nur bei <u>tatsächlicher besonderer Gefährdung</u> bzw. wenn vorgeschrieben.
- **Kolonnen/Erntezüge:** Abstände so wählen, dass andere einscheren/überholen können; Absprachen per Funk.

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## Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

- **In Schutzstreifen „reinziehen“** beim Rechtsabbiegen → <u>halten</u>, Radverkehr durchlassen, erst dann abbiegen.
- **Zu weit rechts** an unbefestigten Rändern → Kippgefahr → mit Abstand fahren, lieber früher anhalten/ausweichen.
- **Rücksichtslos Kolonnen bilden:** Bei Gelegenheit <u>vorbeilassen</u> statt dauerhaft 30–40 km/h ohne Ausweichpause.
- **Im Kreisverkehr zu eng** → Hänger schneidet Innenkreis. <u>Außen</u> bleiben, langsam, früh blinken zum Ausfahren.

## Merksätze (Prüfungskern)

*„Fahrbahn ja – Randbereiche nein. Rechts fahren, Sicht/Platz geht vor Tempo. Radwege kreuzen heißt: <u>halten</u> und Vorrang gewähren. Auf schmalen Straßen rechtzeitig <u>Vorbeilass‑Pausen</u> einplanen.“*

<details><summary>**Praxis‑Drill: „Schmale Straße mit Gegenverkehr“ (2 Minuten)**</summary>

1. Tempo 25–30 km/h, rechts Abstand zum Rand (Anbaugeräte prüfen).
2. Gegenverkehr? → Blinker rechts, früh <u>Anhaltepunkt</u>/Einbuchtung nutzen.
3. Standgas, ggf. Stopp. Blickführung: Spiegel, Front, Anhängerinnenradius.
4. Nach der Begegnung ruhig anfahren, Spiegelcheck.

</details>## Kleine Übungsfragen

- Welche Abstände musst du beim Überholen von Radfahrern inner- und außerorts einhalten?
- Warum ist es gefährlich, auf weiche Bankette/Seitenstreifen auszuweichen?
- Wann darfst du eine Kraftfahrstraße mit dem Traktor nutzen?
- Wie verhältst du dich, wenn sich hinter dir eine Kolonne bildet?
- Was ist im Kreisverkehr beim Ein- und Ausfahren zu beachten?

*Erstellt für den Unterricht von Joachim Eling – Fahrschule Eling.*

</section>

# 3.2.1 mit bis zu zwei Anhängern

<section id="bkmrk-3.2.1-zwei-anhaenger">---

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## 1) Was ist speziell bei zwei Anhängern zu beachten?

- **Zulässig, aber kompakt bleiben:** Max. <u>18,75 m</u> Gesamtlänge für „Zugmaschine mit Anhängern“ (inkl. Anbauteile wie Frontlader/Frontgewicht). (\[gesetze-im-internet.de\](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo\_2012/\_\_32.html?utm\_source=openai))
- **Bremsanlage passend:**
    - <u>Über 25 km/h</u>: Anhänger brauchen eine auf <u>alle Räder</u> wirkende (i. d. R. durchgehende) Bremse, z. B. Druckluft/Hydraulik. (\[verkehrsportal.de\](https://www.verkehrsportal.de/stvzo/stvzo\_41.php?utm\_source=openai))
    - <u>Auflaufbremsen</u>: Nur bis 8 t zGG und mit Auflagen. <u>Zwei</u> auflaufgebremste Anhänger hinter einer Zugmaschine sind nur zulässig, wenn der <u>gesamte Zug 25 km/h</u> fährt und <u>beide</u> 25‑km/h‑Schilder tragen. (\[verkehrsportal.de\](https://www.verkehrsportal.de/stvzo/stvzo\_41.php?utm\_source=openai))
    - <u>Trennfall</u>: Bei Abriss muss der Anhänger <u>selbsttätig zum Stehen</u> kommen (z. B. über Abreißseil/Notbremseinrichtung). (\[verkehrsportal.de\](https://www.verkehrsportal.de/stvzo/stvzo\_41.php?utm\_source=openai))
- **Kraftfahrstraße/Autobahn?** Nur wenn <u>Traktor und Anhänger</u> bauartbedingt jeweils &gt; 60 km/h sind; praktisch selten erfüllt. (\[gesetze-im-internet.de\](https://www.gesetze-im-internet.de/stvo\_2013/\_\_18.html?utm\_source=openai))

## 2) Fahrbahnbenutzung – so fährst du „spurtreu“

- **Rechtsfahrgebot mit Sicherheitsrand:** Abstand zu Bankett/Graben größer wählen als mit Einzelanhänger – der <u>zweite Anhänger schneidet</u> in Kurven stärker ein.
- **Kurven &amp; Kreisverkehr:**
    - <u>Früh abbremsen</u>, Gang wählen, gleichmäßig lenken – *ruckfreie* Lenkbewegungen vermeiden (Schlingergefahr).
    - Kreisverkehr: Möglichst <u>äußerer Fahrstreifen</u>, Spurwechsel im Kreisel vermeiden; zum Ausfahren früh blinken.
- **Schmale Landstraßen/Engstellen:** Begegnung planen: frühzeitig Einbuchtungen nutzen, notfalls kurz anhalten und <u>vorbeilassen</u> (Kolonne hinter dir abbauen).
- **Bahnübergänge:** Nur anfahren, wenn der <u>gesamte Zug</u> den Übergang räumt. Vorher runterschalten, <u>nicht</u> auf den Schienen stehen bleiben.

## 3) Abstände, Sicht und Overtaking

- **Anhalteweg** wächst stark – mehr Masse, mehr Kupplungsspiel: <u>größere Abstände</u>, Blick weit voraus.
- **Überholt werden:** Konstant fahren, weit rechts in deiner Spur; bei Gelegenheit <u>sicher ausweichen</u> (Einmündung/Hof).
- **Wind/Querprofile:** Brücken, offene Felder, Seitenwind – Tempo reduzieren; der zweite Anhänger reagiert empfindlicher.

## 4) Kuppeln &amp; Technik – Praxisregeln

- **Reihenfolge:** Zuerst <u>ersten Anhänger</u> korrekt kuppeln (Kupplungshöhe, Spiel, Bolzen/Verriegelung), dann <u>Durchführungen</u> (Brems‑/Hydraulik‑/Elektroleitungen) zum zweiten Anhänger anschließen.
- **Bremsprobe** nach dem Kuppeln: Betriebsbremsen, Feststellbremse, Dichtheit (Druckaufbau), <u>Reißsicherung</u> prüfen (wirkt im Abrissfall). (\[verkehrsportal.de\](https://www.verkehrsportal.de/stvzo/stvzo\_41.php?utm\_source=openai))
- **Beleuchtung/Schilder:** Letzte Fahrzeugrückseite klar erkennbar (Rück‑, Brems‑, Blinker‑, Dreiecksreflektoren), ggf. 25/40/60‑Schild je nach Zulassung/Vorschrift.
- **Ladung** auf beiden Anhängern form‑/kraftschlüssig sichern (VDI 2700), Überstände korrekt kennzeichnen.

## 5) Tempo – einfache Faustregeln

- **Grundsatz:** Erlaubtes Tempo richtet sich nach dem <u>langsamsten</u> Teil im Zug (Eintragungen Traktor/Anhänger, Bremsart, Beschilderung).
- **Zwei Auflaufbremsen** im Zug = <u>max. 25 km/h</u> und beide Anhänger mit 25‑Schildern. (\[verkehrsportal.de\](https://www.verkehrsportal.de/stvzo/stvzo\_41.php?utm\_source=openai))
- **Durchgehende Bremse(n)** an den Anhängern: bis zur eingetragenen bbH, solange alle Komponenten es erlauben (Achtung: Reifen, Aufbauten, Zugösen, Kupplungen).

## 6) Rangieren &amp; Wenden

- **Rückwärtsfahren** mit zwei Anhängern ist sehr anspruchsvoll – im öffentlichen Verkehr möglichst <u>vermeiden</u>. Wenn nötig: <u>Einweiser</u>, Funk/Zeichengebung, Schrittgeschwindigkeit.
- **Wenden** nur mit sehr großer Reserve und abgesichertem Bereich; besser weiterfahren und großräumig drehen.

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## Checkliste „Startklar mit zwei Anhängern“

- \[ \] Zuglänge ≤ 18,75 m; alle Eintragungen/Schilder passend. (\[gesetze-im-internet.de\](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo\_2012/\_\_32.html?utm\_source=openai))
- \[ \] Kupplungen verriegelt, Sicherungen gesteckt; Leitungen (Luft/Hydraulik/Elektrik) dicht/funktionsfähig.
- \[ \] Bremsprobe o. k.; bei Auflaufbremse: Abreißsicherung korrekt geführt. (\[verkehrsportal.de\](https://www.verkehrsportal.de/stvzo/stvzo\_41.php?utm\_source=openai))
- \[ \] Beleuchtung/Reflektoren am <u>letzten</u> Fahrzeug frei und hell; Nummernschild sichtbar.
- \[ \] Ladung gesichert; Zurrmittel/Matten i. O.; Planen/Netze geschlossen.
- \[ \] Route bekannt: Engstellen, Brückenbreite, Bahnübergänge; Ausweichstellen gemerkt.

## Häufige Fehler – so vermeidest du sie

- **Zu eng in Kurven:** Zweiter Anhänger schneidet → <u>weiter ausholen</u>, Tempo runter, Spiegelarbeit.
- **Ruckartige Lenk-/Bremsmanöver:** Schlingern möglich → ruhig lenken/bremsen, Motorbremse nutzen.
- **Fahren auf Bankett:** Kipp-/Wegrutschgefahr → mit Abstand zur weichen Kante fahren.
- **Tempo überschätzt:** Bei zwei Auflaufbremsen gilt <u>25 km/h</u> – sonst Verstoß + Risiko. (\[verkehrsportal.de\](https://www.verkehrsportal.de/stvzo/stvzo\_41.php?utm\_source=openai))

<details><summary>**Praxis‑Drill (2 min): „Rechtskurve mit zwei Anhängern“**</summary>

1. Vor der Kurve auf <u>20–25 km/h</u> abbremsen (je nach Sicht/Beladung).
2. Weit ausholen, Innenradius des <u>zweiten</u> Anhängers im rechten Spiegel beobachten.
3. Lenkwinkel <u>konstant</u>, kein Nachlenken im Scheitel; Blickführung: vorn – rechts – links – hinten.
4. Nach der Kurve sanft beschleunigen, Spiegelkontrolle, Zug bleibt in Spur? Wenn nein: Tempo reduzieren.

</details>## Kleine Übungsfragen

- Wie lang darf dein Zug aus Traktor und zwei Anhängern maximal sein?
- Unter welchen Bedingungen darfst du <u>zwei</u> auflaufgebremste Anhänger ziehen?
- Warum muss der Anhänger bei einem Abriss <u>selbsttätig bremsen</u> können?
- Welche Spur wählst du im einspurigen und im zweispurigen Kreisverkehr – und warum?
- Worauf achtest du beim Einfahren auf eine Kraftfahrstraße mit zwei Anhängern?

*Erstellt für den Unterricht von Joachim Eling – Fahrschule Eling.*

</section>

# 3.2.2 bis zu 60km/h

<section id="bkmrk-3.2.2-bis-zu-60">---

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## 1) „Bis zu 60 km/h“ – was bedeutet das in der Praxis?

- **BBH ≤ 60 km/h**: Deine bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit (bbH) begrenzt dich – schneller darfst du <u>nie</u> fahren, auch wenn die Strecke mehr zulässt.
- **Kraftfahrstraße/Autobahn:** Nur für Fahrzeuge, deren bbH <u>über</u> 60 km/h liegt. Mit bbH ≤ 60 km/h sind sie <u>tabu</u> (auch wenn du 60 schaffst).
- **Immer gilt der niedrigste Wert**: Erlaubte Geschwindigkeit = Minimum aus Strecken­begrenzung, bbH, technischer Zulassung (z. B. Reifen‑/Anhängerfreigabe) und Situation (Sicht, Last, Wetter).

## 2) Fahrbahnbenutzung &amp; Spurwahl

- **Rechtsfahrgebot** beachten, aber mit <u>Sicherheitsrand</u> zu Banketten/Gräben (Kipp‑ und Wegrutschgefahr).
- **Mehrspurige Straßen:** Regelmäßig <u>rechte Spur</u> nutzen; linke Spur nur zum Abbiegen/Überholen. Bus‑/Radfahrstreifen bleiben tabu (sofern nicht freigegeben).
- **Engstellen/Begegnung:** Frühzeitig verlangsamen, Einbuchtungen nutzen, nötigenfalls kurz anhalten und <u>vorbeilassen</u>.

## 3) Innerorts abbiegen, Kreuzungen, querender Radverkehr

- **Rechtsabbiegen innerorts mit Kfz &gt; 3,5 t:** <u>Schrittgeschwindigkeit</u> und <u>bremsbereit</u> (Traktoren liegen oft über 3,5 t zGM). Rad‑/Fußverkehr hat Vorrang, Spiegel/Abbiegeassistent nutzen.
- **Radfahrstreifen/Schutzstreifen kreuzen:** Anhalten, Durchlass gewähren, erst dann abbiegen.
- **Kreisverkehr:** Möglichst außen fahren, gleichmäßig langsam, zum Ausfahren frühzeitig blinken; Anhängerinnenradius beachten.

## 4) Geschwindigkeit, Abstände, Sicht

- **Sicht geht vor Tempo:** Kuppen, unübersichtliche Kurven, Einmündungen = <u>früh runter vom Gas</u>.
- **Sicherheitsabstand**: Mindestens <u>3–4 Sekunden</u> bei 60 km/h; bei Nässe, Beladung, Gefälle deutlich mehr.
- **Seitenabstand** beim Überholen von Radfahrenden: innerorts ≥ 1,5 m, außerorts ≥ 2,0 m.
- **Wind/Profilwechsel** (Brücken, Waldkanten): Tempo reduzieren; Anbaugeräte können Seitenwind „fangen“.

## 5) Kurven, Kuppen, Gefälle

- **Vor der Kurve bremsen**, passenden Gang wählen, <u>gleichmäßig</u> lenken (ruckartige Korrekturen = Schlingergefahr).
- **Schleppkurve/Innenradius**: Anhänger und außen ausschwenkende Teile mitdenken; weiter ausholen.
- **Gefälle**: Motorbremse nutzen, Dauerbremsen vermeiden (Fading). Reaktions‑ und Bremsweg wachsen bei Last stark.

## 6) Überholen – und überholt werden

- **Überholen** nur mit langer, freier Sicht und ausreichender Beschleunigungsreserve. Keine Überholmanöver vor Einmündungen, Zebrastreifen, Kuppen, Kurven.
- **Überholt werden**: Spurtreu rechts, Geschwindigkeit <u>konstant</u> halten. Wenn sich Kolonnen bilden, bei Gelegenheit <u>vorbeilassen</u> (Hofeinfahrt, Haltebucht).

## 7) Technik-Check für 60 km/h

- **Reifen**: Geschwindigkeits‑/Lastindex ≥ 60 km/h, richtiger Druck; keine Risse oder Stollenbrüche.
- **Bremsen**: Anlage dicht/funktionstüchtig; Anhänger (falls dabei) mit zur Geschwindigkeit passender Bremse (i. d. R. durchgehend).
- **Lenkung/Federung**: Kein übermäßiges Spiel; bei Schwingungen sofort Tempo reduzieren.
- **Beleuchtung/Spiegel** sauber und korrekt eingestellt; Kabine/Frontlader begrenzen deine Sicht → Blickführung trainieren.

## 8) Anhalteweg bei 60 km/h – Faustformeln

- **Reaktionsweg** ≈ (60/10) × 3 = <u>18 m</u>
- **Bremsweg** (normal) ≈ (60/10)² = <u>36 m</u>
- **Anhalteweg** (normal) ≈ 18 m + 36 m = <u>54 m</u> *(Traktor/Anhänger real oft länger → Reserve einplanen!)*

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## Checkliste „Tour bis 60 km/h“

- \[ \] Route passt (keine Kraftfahrstraße/Autobahn, wenn bbH ≤ 60 km/h).
- \[ \] Reifen, Bremsen, Lenkung geprüft; Ladung/Anbaugeräte gesichert.
- \[ \] Spiegel/Scheiben sauber; Beleuchtung/Reflektoren ok.
- \[ \] Abstände/Überhol‑Zonen im Kopf: 3–4 Sekunden Regel, Seitenabstände zu Radverkehr.
- \[ \] Innerorts-Rechtsabbiegen: Schrittgeschwindigkeit bei zGM &gt; 3,5 t fest eingeplant.

## Häufige Fehler – so vermeidest du sie

- **„60 geht immer“:** Falsch – Sicht, Last, Kurven, Wind bestimmen das Tempo.
- **Zu weit rechts** am unbefestigten Rand → Kippgefahr. Lieber mit Sicherheitsabstand fahren.
- **Ruckartige Lenk-/Bremsmanöver** → Schlingern. Besser früh, gleichmäßig, vorausschauend.
- **Innerorts rechts abbiegen zu schnell** → Schrittgeschwindigkeit, Spiegel, Schulterblick, ggf. Stopp.

<details><summary>**Praxis‑Drill (2 Min): „Landstraße 60 mit Querwind“**</summary>

1. Tempo auf 55–60 km/h steigern, Blick weit voraus, 3–4 Sek. Abstand auf Vordermann.
2. Vor Brücken/Waldkanten Tempo auf 45–50 km/h senken, Spur mittig halten.
3. Lenken ruhig, <u>nicht</u> gegenlenken „auf Schlag“; bei stärkerem Seitenwind weiter reduzieren.
4. Nach dem Abschnitt langsam wieder beschleunigen, Spiegelkontrolle.

</details>## Kleine Übungsfragen

- Darfst du mit bbH = 60 km/h eine Kraftfahrstraße benutzen?
- Welche Abstände gelten beim Überholen von Radfahrenden inner‑/außerorts?
- Warum ist bei Traktoren/Anhängerzügen der reale Anhalteweg oft länger als die Faustformel?
- Wie verhältst du dich beim innerörtlichen Rechtsabbiegen mit zGM &gt; 3,5 t?
- Nenne drei Technikpunkte, die du für Fahrten mit 60 km/h prüfst.

</section>

# 3.2.3 mit Ladung land- und forstwirtschaftlicher Güter

<section id="bkmrk-3.2.3-lof-ladung">  
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## 1) Typische Ladungen &amp; besondere Risiken

- **Heu/Stroh (Rund-/Quaderballen):** hoher Schwerpunkt, große Stirnfläche → Seitenwindempfindlichkeit, Kipp-/Schlinger­gefahr.
- **Schüttgut (Getreide, Silage, Rüben):** Roll-/Rutschneigung, Schwerpunkt wandert in Kurven/Bremsung; Verlustteile können zur <u>Gefahr</u> für Nachfolgende werden.
- **Langholz/Weichholz:** Durchrutschen möglich → Pfosten/Steckrungen, Direktzurren, Niederzurren kombiniert.
- **Frontlader‑Transport:** Auf der Straße nur in <u>Transportstellung</u> (tief, verriegelt) und ohne Sichtbehinderung.

## 2) Fahrbahnbenutzung – Schritt für Schritt

1. **Spurwahl:** Rechts fahren, aber mit <u>Sicherheitsabstand</u> zum unbefestigten Rand (Bankett) wegen Kippgefahr. Keine Geh-/Radwege benutzen.
2. **Breite realistisch einschätzen:** Bei breiter Ladung mittig in <u>deiner</u> Spur bleiben, nicht „Schlangenlinien“, lieber langsamer und <u>vorbeilassen</u>, wenn sich Kolonnen bilden.
3. **Begegnungen/Engstellen:** Frühzeitig Tempo reduzieren, ggf. anhalten und in Buchten/Hofeinfahrten warten. Spiegelarbeit: außen ausschwenkende Ladungsteile im Blick.
4. **Kurven/Kreisverkehr:** Vor der Kurve stark Tempo raus, gleichmäßig lenken. Bei Ballen/Schüttgut weiter ausholen (Innenradius/Schleppkurve beachten).
5. **Querwind/Brücken/Waldkanten:** Geschwindigkeit deutlich senken, Lenken ruhig, nicht ruckartig korrigieren.
6. **Innerorts rechts abbiegen (zGM &gt; 3,5 t):** Schrittgeschwindigkeit, bremsbereit, querenden Rad‑/Fußverkehr <u>durchlassen</u>.

## 3) Maße, Überstand, Kennzeichnung – kurz &amp; klar

- **Breite:** Ohne Ausnahmegenehmigung darf die <u>Gesamtbreite (Fahrzeug + Ladung)</u> in der Regel <u>2,55 m</u> nicht überschreiten. Breitere Transporte nur mit Genehmigung/auflagen.
- **Überstand nach hinten:** Bis <u>1,0 m</u> ohne Kennzeichnung möglich. <u>Über 1,0 m bis max. 1,5 m</u>: deutlich kennzeichnen (bei Tag rote Fahne/tafel, bei Dämmerung/Nacht rote Leuchte + roter Rückstrahler). <u>Mehr als 1,5 m</u>: nur mit Ausnahmegenehmigung.
- **Vorne/seitlich:** Ladung darf Sicht, Licht und Kennzeichen <u>nicht verdecken</u>. Wenn die hinteren Leuchten verdeckt sind: <u>Zusatzleuchten</u> am Ende der Ladung anbringen.
- **Abdecken:** Schüttgut so sichern, dass nichts herabfällt/aufwirbelt (Plane/Netz, Bordwände ausreichend hoch).

## 4) Geschwindigkeit, Abstand, Bremsen

- **Tempo = langsamste Komponente:** bbH, Anhängerfreigabe, Bremsart und Ladung bestimmen das <u>maximale</u> Tempo.
- **Abstand:** Mindestens 3–4 Sekunden, bei Nässe/Beladung/Gefälle deutlich mehr. Hinterm Lkw nicht „festkleben“ – Spritzfahne mindert Sicht.
- **Bremsung:** Vorher Gang wählen, Motorbremse nutzen; keine Vollbremsungen in Kurven (Schlinger‑/Kippgefahr).

## 5) Saubere Fahrbahn – deine Pflicht

- **Keine Verlustteile:** Ladung so sichern, dass <u>nichts</u> fällt/rieselt. Festgestellte Verluste sofort aufsammeln.
- **Verschmutzung (Erde/Silage auf der Straße):** Sofort beseitigen. Wenn das nicht sofort möglich ist: Absichern, warnen und Reinigung veranlassen.

## 6) Praxis‑Check vor jeder Fahrt

- \[ \] **Ladungssicherung** nach VDI 2700: Anzahl/Zustand der Gurte (STF/LC), Kanten-/Rutschschutz, Steckrungen/Bracken verriegelt.
- \[ \] **Abmessungen** innerhalb der zulässigen Grenzen; Überstände korrekt <u>gekennzeichnet</u>.
- \[ \] **Beleuchtung** am <u>letzten</u> Fahrzeug/Ladungsende frei und hell; Kennzeichen sichtbar.
- \[ \] **Reifen/Druck** passend zur Last; Lenk‑/Bremsprobe ok.
- \[ \] **Route**: Engstellen, Brückenbreiten/-höhen, Bahnübergänge und Ausweichstellen bekannt.

## 7) Häufige Fehler – so vermeidest du sie

- **Ballen ungesichert** (nur „gelegt“) → Immer <u>zurren</u> (Kreuz-/Direktzurren), Kantenwinkel, Antirutschmatten nutzen.
- **Schüttgut nicht abgedeckt** → Netz/Plane verwenden; Bordwände ausreichend hoch.
- **Leuchten verdeckt** → Zusatzbeleuchtung ans Ladungsende; Reflektoren sauber halten.
- **Zu weit rechts** auf Bankett → Kippgefahr; mit Abstand zur weichen Kante fahren.
- **Kolonnen bilden** → Bei Gelegenheit sicher <u>vorbeilassen</u> (Hofeinfahrt, Haltebucht).

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## Prüfungskern (Merksatz)

*„Ladung fällt nicht, verrutscht nicht, verdeckt nichts – Breite/Überstand korrekt gekennzeichnet, Beleuchtung sichtbar, Tempo vorsichtig. Saubere Fahrbahn, Rücksicht vor Geschwindigkeit.“*

<details><summary>**Praxis‑Drill „Ballen‑Zug durch Dorf &amp; Kreisverkehr“ (3–4 Min.)**</summary>

1. Vor der Ortsdurchfahrt Tempo auf 25–30 km/h, Spiegelcheck, Kolonne hinter dir? → ggf. vorher vorbeilassen.
2. Kreisverkehr: weit außen, Schritt‑ bis 20 km/h, gleichmäßig lenken, Ballen in den Spiegeln beobachten.
3. Nach dem Ausfahren ruhig beschleunigen, Spiegel/Ladung kontrollieren, Netze/Gurte sitzen?
4. Bei Seitenwindabschnitt Tempo weiter reduzieren (−10 km/h), Spur mittig halten.

</details>## Kleine Übungsfragen

- Wie kennzeichnest du eine Ladung, die hinten mehr als 1,0 m übersteht?
- Warum ist Seitenwind bei Ballentransporten so kritisch – wie reagierst du?
- Nenne drei Maßnahmen, mit denen du Schüttgutverluste sicher verhinderst.
- Welche Schritte unternimmst du, wenn Silagereste/Erde von deinem Zug auf die Fahrbahn gelangt sind?
- Was bestimmt dein zulässiges Tempo beim LOF‑Transport – nenne mindestens zwei Faktoren.

</section>

# 3.3 Besonderheiten bei der Zusammenstellung von Zügen; Fahren mit Allradantrieb

<section id="bkmrk-3.3-zug-und-4wd">---

## 1) Wichtige Bauteile &amp; Begriffe

- **Allradantrieb (4WD):** Zuschaltbarer Vorderachsantrieb, oft ohne Mittendifferenzial → auf griffigem Asphalt droht <u>Verspannung</u> (Reifenrubbeln, Lenkhüpfen).
- **Differenzial‑Sperren:** Längssperre (zwischen Vorder-/Hinterachse) und Quersperre (in der Achse). <u>Nur langsam</u> und meist <u>geradeaus</u> nutzen.
- **Bremsanlagen Anhänger:** Auflauf-, hydraulische oder druckluftgebremste Systeme; ggf. <u>ABS/EBS</u> (ISO‑Steckdose nötig).
- **ALB/LAST‑Ventil:** Automatische Bremskraftanpassung am Anhänger je Beladung (Lastabhängige Bremse).
- **D/Dc‑Wert &amp; Stützlast (S):** Belastbarkeit der Kupplung/Öse und nötige Stützlast für <u>Spurstabilität</u>.
- **Reifenpaarung/Rollradius:** Passende Dimensionen/Drücke vorn–hinten; falsche Radumfänge verstärken 4WD‑Verspannung.

## 2) Zug richtig zusammenstellen – mit Blick auf 4WD

1. **Papiere checken:** zGM, Anhängelast, Stützlast, bbH, Bremsart (hydraulisch/Druckluft), D/Dc‑Wert. <u>Langsamste Komponente</u> bestimmt Tempo.
2. **Kupplung &amp; Öse passend:** K50/K80 etc., Verschleißmaß i. O., Bolzen gesichert; Leitungen (Brake/E‑Stecker) spannungsfrei verlegt.
3. **Vorderachslast sicherstellen:** Mit Anhänger/Frontlader so beladen, dass die Lenkachse <u>spürbar Druck</u> hat (Faustwert: mind. ca. 20 % des Traktorleergewichts auf der Vorderachse). Bei leichtem Lenkradgefühl: Stützlast erhöhen oder anders beladen.
4. **Bremskompatibilität:** ABS/EBS nur mit korrektem Stromanschluss aktiv; ALB‑Gestänge frei beweglich. Mischzüge (z. B. 1× hydraulisch, 1× Auflauf) nur, wenn <u>zulässig</u> und fahrdynamisch unkritisch.
5. **Reifen &amp; Druck:** Achsweise gleiche Dimension/Profil, Straßendruck einstellen; ungleiche Radumfänge → 4WD‑Stress, unruhiges Lenkverhalten.
6. **Brems-/Lenkprobe:** Standprobe + Rollprobe (10–15 km/h). Bei 4WD‑Einsatz prüfen: kein Hüpfen/Schieben in engen Kurven auf Asphalt.

## 3) Allrad richtig einsetzen – wann EIN, wann AUS?

- **4WD EIN (sinnvoll):**
    - Anfahren mit schwerem Anhänger, Rampe/Hang, Wiese/Schotter/Schnee, nasse Feldzufahrt.
    - Bergab zur <u>Motorbremsunterstützung</u> beider Achsen (stabiler Geradeauslauf).
    - Bei Bremsen (falls Automatik „4WD‑bei‑Bremsen“ vorhanden) für kürzere Reaktionszeit der Vorderachse.
- **4WD AUS (meist besser):**
    - Auf trockener, griffiger Straße bei <u>Tempo</u> und in <u>Kurven</u> → sonst Verspannung, Untersteuern, Reifenverschleiß.
    - Rangieren auf Asphalt (enger Lenkeinschlag) → kleinerer Wendekreis ohne 4WD.
- **Diff‑Sperren:** Nur bei <u>Schlupf</u>, geradeaus, langsames Tempo; vor der Kurve/Straßenfahrt wieder lösen.
- **Timing:** 4WD <u>vor</u> der kritischen Stelle einschalten, nicht erst im Spinnen der Räder (Stoßbelastung vermeiden).

## 4) Fahrdynamik mit Zug (mit/ohne 4WD)

- **Anfahren:** Hoher Gang vermeiden; mit 4WD ruhiger, ohne Schlupf anfahren. Ggf. kurz 4WD nutzen, dann auf Straße wieder aus.
- **Kurven:** Mit Last <u>langsamer</u>, gleichmäßig lenken. 4WD in engen Asphaltkurven meiden → Untersteuern/Lenkhoppeln möglich.
- **Bremsen:** Vorausschauend, Motorbremse vor der Gefällestrecke wählen. 4WD unterstützt Stabilität, ersetzt aber <u>nie</u> funktionierende Anhängerbremsen.
- **Schlepp-/Schwenkverhalten:** Zweiter Anhänger schneidet stärker; ausreichend ausholen, Spiegelarbeit. 4WD ändert das nicht, aber gibt mehr Reserve beim Herausbeschleunigen.

## 5) Rangieren &amp; Praxis

- **Rückwärts:** 4WD meist AUS (besserer Lenkeinschlag). Bei losem Untergrund kurz EIN möglich.
- **Kuppelplatz:** Gerade anfahren, Stützrad ganz hoch, Abreißsicherung getrennt vom Bolzen einhängen.
- **Kontrollblick:** Leitungen frei, keine Zurrgurte in der Nähe der Reifen/Kardanwelle.

## 6) Checkliste „Zug &amp; 4WD startklar“

- \[ \] Papiere/Typenschilder: Anhängelast, S‑Last, D/Dc‑Wert, Bremsart, bbH gecheckt.
- \[ \] Vorderachse trägt sicher (Lenkgefühl satt); ggf. Stützlast/Frontgewicht anpassen.
- \[ \] Brems-/Lichtprobe ok; ABS/EBS‑Strom verbunden (falls vorhanden).
- \[ \] Reifenprofil/Druck passend; Radumfänge vorn–hinten stimmig.
- \[ \] 4WD/Diff‑Sperren testweise schalten; Funktionskontrollleuchte i. O.
- \[ \] Route: Engstellen, Gefälle, Feldzufahrten und Wendemöglichkeiten bekannt.

## 7) Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

- **4WD dauerhaft auf Asphalt** → Verspannung, Reifenverschleiß, Untersteuern. *Lösung:* Auf fester Straße i. d. R. AUS, nur situativ EIN.
- **Zu leichte Vorderachse** (schwammige Lenkung) → Gefahr bei Brems-/Ausweichmanövern. *Lösung:* S‑Last/Frontgewicht anpassen, beladen umverteilen.
- **Diff‑Sperre in der Kurve** → Geradeausschieben. *Lösung:* Vor Kurven lösen.
- **ABS/EBS unversorgt** → Anhänger blockiert schneller. *Lösung:* ISO‑Strom verbinden, Funktionskontrolle.
- **Falscher Reifendruck** → schlechter Grip, Walkarbeit. *Lösung:* Straßendruck/Lastdruck einstellen.

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## Prüfungskern (Merksatz)

*„Ich stelle den Zug passend zusammen, sorge für tragfähige Vorderachse und funktionierende Bremsen. 4WD nutze ich <u>situativ</u>: EIN für Traktion/Sicherheit, AUS auf griffigem Asphalt und in engen Kurven.“*

<details><summary>**Praxis‑Drill „Gefällestrecke mit Anhänger“ (3–4 Min.)**</summary>

1. Vor dem Gefälle: Gang wählen, <u>4WD EIN</u>, Diff‑Sperren AUS, Tempo auf 25–30 km/h.
2. Im Gefälle: Motorbremse wirken lassen, nur dosiert bremsen, Spur mittig halten, Spiegel checken.
3. Nach dem Gefälle: Auf Gerade <u>4WD AUS</u>, normal beschleunigen, Funktionskontrollleuchten prüfen.

</details>## Kleine Übungsfragen

- Warum führt 4WD auf trockener Straße in engen Kurven oft zu „Hoppeln“/Untersteuern?
- Welche Signale zeigen dir, dass die Vorderachse zu leicht ist – was änderst du am Zug?
- Wann hilft 4WD bergab mit Anhänger – und was ersetzt er <u>nicht</u>?
- Welche Rolle spielt der ISO‑Stromanschluss für ABS/EBS‑Anhänger?
- Nenne drei Punkte, die du vor dem Einsatz der Diff‑Sperren beachtest.

</section>

# 3.4 Verhalten an Bahnübergängen

<section id="bkmrk-3.4-bahnuebergaenge">---

## 1) Erkennen &amp; Signale

- **Gefahrzeichen 151/150** (Bahnübergang unbeschrankt/beschrankt) mit **Entfernungsbaken** (3‑/2‑/1‑streifig) → i. d. R. ca. <u>240 m / 160 m / 80 m</u> vor dem Übergang. (\[strassenausstatter.de\](https://www.strassenausstatter.de/produkt/verkehrsschilder/gefahrenzeichen/bahnuebergaenge/verkehrszeichen-159-10-zweistreifige-bake-aufstellung-rechts/?utm\_source=openai))
- **Andreaskreuz (Z 201)** direkt vor dem Übergang: <u>Vorrang der Schiene</u>; Halten so, dass das Zeichen nicht verdeckt wird (Richtwert 10 m). Parken: innerorts ±5 m, außerorts ±50 m verboten. (\[haufe.de\](https://www.haufe.de/id/norm/strassenverkehrs-ordnung-anlage-2-zu-41-absatz-1-vorschriftzeichen-HI3648832.html?utm\_source=openai))
- **Licht/Schranken/Personal:** Rot/blinkend, senkende/geschlossene Schranken, „Halt“-Zeichen oder hörbares Warnsignal → <u>Warten</u>! (\[haufe.de\](https://www.haufe.de/finance/finance-office-professional/strassenverkehrs-ordnung-19-bahnuebergaenge\_idesk\_PI11525\_HI3648793.html?utm\_source=openai))

## 2) Heranfahren – Schritt für Schritt

1. **Früh abbremsen, mäßige Geschwindigkeit** wählen, Blick weit, Spiegelcheck. *Ab der ersten Bake: kein Überholen* bis hinter den Übergang. (\[haufe.de\](https://www.haufe.de/finance/finance-office-professional/strassenverkehrs-ordnung-19-bahnuebergaenge\_idesk\_PI11525\_HI3648793.html?utm\_source=openai))
2. **Gangwahl**: Vor dem Andreaskreuz <u>herunterschalten</u>, sodass du <u>ohne Kuppeln/Schalten</u> zügig durchfahren kannst.
3. **Freie Räumfläche** prüfen: Nur einfahren, wenn du den Übergang <u>komplett</u> räumen kannst (genügend Platz hinter den Gleisen!). (\[lexmea.de\](https://lexmea.de/en/gesetz/stvo/19?utm\_source=openai))
4. **Spur &amp; Fahrstreifen**: Mittig und ruhig ansteuern; keine engen Rangiermanöver im Gleisbereich.
5. **Scheinwerfer**: Beim Warten niemanden blenden (StVO § 19 Abs. 6). (\[lexmea.de\](https://lexmea.de/en/gesetz/stvo/19?utm\_source=openai))

## 3) Sicheres Queren mit Traktor/Zug

- **Zügig, aber kontrolliert** über die Schienen – <u>nicht anhalten</u>, nicht schalten/kuppeln auf den Gleisen.
- **Schleppkurve beachten**: Anhänger schneiden innen, breite Geräte/Überstände auf Gegenverkehr und Leitpfosten achten.
- **Untergrund**: Metall/Schienen sind glatt – besonders bei Nässe/Laub. Geradeaus lenken, keine ruckartigen Korrekturen.
- **Bodenfreiheit**: Geräte/Deichseln so einstellen, dass <u>kein Aufsitzen</u> auf Schienenköpfen/Übergangsrampen passiert.

## 4) LOF‑Spezial: lange, schwere, breite Züge

- **Länge/Höhe** kennen: Der <u>gesamte Zug</u> muss den Übergang in einem Zug räumen.
- **Allrad** bei Bedarf <u>vorher</u> aktivieren (Traktion), nach dem Übergang auf griffigem Asphalt wieder <u>deaktivieren</u> (Verspannungen vermeiden).
- **Frontlader/Anbaugeräte**: Transportstellung (tief, verriegelt), Sicht frei.
- **Verschmutzung**: Erde/Silage auf der Fahrbahn sofort beseitigen oder sichern (StVO § 32).

## 5) Unbeschrankte Übergänge – Zusatzregeln

- **Blick – akustisch – Licht**: Beide Richtungen prüfen, Radio leiser/Kopfhörer ab, ggf. <u>kurz anhalten</u>, wenn Sicht schlecht ist.
- **Nur fahren, wenn frei** und der Übergang ohne Stoppen räumbar ist. (\[deutschebahn.com\](https://www.deutschebahn.com/de/nachhaltigkeit/verantwortung\_gesellschaft/unfallpraevention/sicher\_drueber-1182090?utm\_source=openai))

## 6) Störung &amp; Notfall – so handelst du richtig

- **Schranke schließt, du bist im Übergang** → <u>Weiterfahren</u> und notfalls <u>Schranke durchbrechen</u>. Schranken sind *bruchsollend*; dein Leben geht vor. Danach Polizei/DB informieren. (\[swr.de\](https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/tuebingen/fahrzeug-zwischen-schranken-eingeschlossen-was-sollten-autofahrer-tun-100.html?utm\_source=openai))
- **Fahrzeug blockiert** → Sofort alle raus, <u>112</u> anrufen; wenn sicher möglich, Zug warnen/Notfallhinweise am BÜ nutzen (BÜ‑Kennnummer). (\[deutschebahn.com\](https://www.deutschebahn.com/de/nachhaltigkeit/verantwortung\_gesellschaft/unfallpraevention/sicher\_drueber-1182090?utm\_source=openai))

## 7) Häufige Fehler – so vermeidest du sie

- **„Noch schnell rüber“** bei Rot/Schranke → Lebensgefahr, hohe Bußgelder/Fahrverbot. (\[dvr.de\](https://www.dvr.de/politik/beschluesse/sicherheit-an-bahnuebergaengen-von-eisenbahnen-erhoehen?utm\_source=openai))
- **Überholen** ab erster Bake → verboten bis hinter die Gleise. (\[haufe.de\](https://www.haufe.de/finance/finance-office-professional/strassenverkehrs-ordnung-19-bahnuebergaenge\_idesk\_PI11525\_HI3648793.html?utm\_source=openai))
- **Auf den Schienen schalten/stehen bleiben** → Störanfällig, Abwürgen/Aufsetzen möglich.
- **Zu weit rechts** am Bankett beim Heranrollen → Kipp-/Wegrutschgefahr (besonders mit Ballen/hoher Ladung).

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## Prüfungskern (Merksatz)

*„BÜ erkenne ich an Baken und Andreaskreuz. Ich fahre <u>mäßig</u> heran, überhole nicht, wähle <u>vorher</u> den passenden Gang und räume den Übergang <u>zügig ohne Halt</u>. Bei Störung: weiterfahren/Schranke notfalls brechen – dann Notruf.“* (\[haufe.de\](https://www.haufe.de/finance/finance-office-professional/strassenverkehrs-ordnung-19-bahnuebergaenge\_idesk\_PI11525\_HI3648793.html?utm\_source=openai))

<details><summary>**Praxis‑Drill „Mit Zweiachs‑Anhänger über unbeschrankten BÜ“ (2–3 Min.)**</summary>

1. Ab <u>drei‑streifiger Bake</u> Tempo reduzieren, Spiegel/Bremsbereitschaft, Überholverbot beachten. (\[strassenausstatter.de\](https://www.strassenausstatter.de/produkt/verkehrsschilder/gefahrenzeichen/bahnuebergaenge/verkehrszeichen-159-10-zweistreifige-bake-aufstellung-rechts/?utm\_source=openai))
2. Vor dem Andreaskreuz: Gang wählen (ohne Schalten durchfahren), Blick links/rechts, Kolonne hinter dir? → <u>Ignorieren</u>, Sicherheit zuerst. (\[haufe.de\](https://www.haufe.de/id/norm/strassenverkehrs-ordnung-anlage-2-zu-41-absatz-1-vorschriftzeichen-HI3648832.html?utm\_source=openai))
3. Querung: Geradeaus, ruhig lenken, kein Halt/Schalten, komplette <u>Räumung</u> kontrollieren (Spiegel).
4. Danach normal beschleunigen, 4WD bei Bedarf auf Asphalt wieder aus.

</details>## Kleine Übungsfragen

- Ab welchem Zeichen gilt das Überholverbot bis hinter den BÜ?
- Wie weit sind die drei Baken gewöhnlich vom BÜ entfernt?
- Warum darfst du auf dem BÜ weder anhalten noch schalten?
- Was tust du, wenn sich die Schranken schließen und dein Zug noch im BÜ steht?
- Welche Park‑/Halt‑Abstände gelten vor/hinter dem Andreaskreuz inner‑ und außerorts?

*Erstellt für den Unterricht von Joachim Eling – Fahrschule Eling.*

</section>