5. Bremsanlagen

Bremsanlagen

5.1 Druckluftbeschaffungsanlage


Rechtsgrundlagen (Auszug)

1) Aufbau der Zweikreisdruckluftanlage

2) Lufttrockner und Frostschutz

3) Betriebsablauf (vereinfacht)

4) Bedienung/Check im Alltag (Traktor Vmax 60 km/h)

5) Typische Störungen – Symptome und Maßnahmen

Prüfungskern (Merksatz)

„Trockene, dichte Luft ist die halbe Bremse: Erst fahren, wenn beide Kreise Druck haben; Lufttrockner fit halten; im Winter Kondensat ablassen und Frostschutz nur verwenden, wenn vom Hersteller freigegeben.“

Praxis‑Drill (2–4 Minuten)
  1. Kaltstart‑Check: Motor an, bis zum ersten Trockner‑Ablasen warten. Beide Manometer beobachten. Frage: Wann würdest du losfahren?
  2. Dichtheit: Bremspedal 30–60 s konstant halten (Stand). Beurteile, ob der Druck stabil bleibt. Dann Leitungen/Kupplungen kurz mit Leckspray prüfen.
  3. Winterroutine: Manuelle Entwässerung vorführen (falls vorhanden). Zeige, wo die Trocknerkartusche sitzt und nenne das Wechselintervall laut Hersteller.

Sinnvolle Medien zum Einbau

Kleine Übungsfragen

 

 

5.2 Kombinierte Druckluft-hydraulische Bremsanlage


Rechtsgrundlagen (Auszug)

1) Grundprinzip und Aufbau

2) Einsatzfälle und Varianten

3) Bedienung, An‑/Abkuppeln und Checks (Traktor/Lkw → Hydraulik‑Anhänger)

4) Typische Störungen – Symptome und Maßnahmen

5) Wartung und Besonderheiten (Praxis)

Prüfungskern (Merksatz)

„Luft steuert – Öl bremst: Nur mit zugelassenem Wandler, richtiger Flüssigkeit und dichter Anlage fahren. Vor Abfahrt Funktionsprobe: Druck steht an, Anhänger bremst zeitgleich und spurtreu.“

Praxis‑Drill (2–4 Minuten)
  1. Kupplungscheck: Rot/gelb korrekt kuppeln, Hydraulikleitung einstecken, auf Dichtheit prüfen. Lernziel: Farbcodierung, Reihenfolge, Sichtprüfung.
  2. Bremswirkung fühlen: Auf abgesperrter Fläche aus 20 km/h zwei Bremsungen – 1× leicht, 1× mittel. Beobachten: Verzögerungsbeginn Anhänger, Spurtreue, Pedalweg.
  3. Fehlerbild demonstrieren: Simulierte Luftblase (nach Wartung) → spongy Pedal. Maßnahme: Entlüftung am höchsten Punkt zeigen/erklären.

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Kleine Übungsfragen

 

 

5.2.1 Zugfahrzeug hydraulisch


Rechtsgrundlagen (Auszug)

1) Systemübersicht: Hydraulik am Zugfahrzeug

2) Varianten je nach Anhänger

3) An‑ und Abkuppeln (Praxis)

4) Typische Störungen – Symptome und Maßnahmen

5) Wartung und Besonderheiten

Prüfungskern (Merksatz)

„Zugfahrzeug hydraulisch: richtiges Medium, dichte Leitungen, klare Funktionsprobe. Luft‑Anhänger nur mit zugelassenem Umsetzer und ordentlicher Luftversorgung.“

Praxis‑Drill (2–4 Minuten)
  1. Dichtheitscheck: Pedal 30–60 s halten → Pedalweg/Leitungen beobachten; Leckspray an Kupplungen.
  2. Rollprobe: geradeaus 15–20 km/h → gleichmäßig bremsen. Beurteile Ansprechzeit, Spurtreue, Löseverhalten.
  3. Mediencheck: Schau am Anhänger auf die Beschriftung (Mineralöl oder DOT). Was ist bei dir im System? → Konsequenz bei Falschbefüllung nennen.

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Kleine Übungsfragen

 

 

5.2.2 Anhänger Druckluft


Rechtsgrundlagen (Auszug)

1) Aufbau des druckluftgebremsten Anhängers

2) Einsatz mit hydraulischem Zugfahrzeug (Kombianlage)

3) An‑ und Abkuppeln (Praxis)

4) Typische Störungen – Symptome und Maßnahmen

5) Wartung und regelmäßige Prüfungen

Prüfungskern (Merksatz)

„Rot füllt – Gelb steuert: Rot zuerst, Gelb danach kuppeln. Nur fahren, wenn Vorratsdruck anliegt, ALB gängig ist und die Bremsprobe passt.“

Praxis‑Drill (2–4 Minuten)
  1. Kuppelübung: Rot → Gelb kuppeln, ISO‑7638 stecken; Manometer beobachten bis erstes Ablasen am Trockner. Frage: Ab wann darfst du losfahren?
  2. Dichtheitscheck: Pedal 30–60 s halten; Druckabfall bewerten; Kupplungen mit Leckspray prüfen.
  3. ALB‑Check: Sichtprüfung Gestänge/Hebelweg; kurze Rollprobe aus 20 km/h – gleichmäßige Verzögerung ohne Blockieren?

Sinnvolle Medien zum Einbau

Kleine Übungsfragen

 

 

5.3 Druckluftbremse, Zweileitungsbremse


Rechtsgrundlagen (Auszug)

1) Systemaufbau – Zweileiterprinzip

2) Funktionsprinzip

  1. Druckaufbau: Rot (Vorrat) füllt die Anhängerbehälter. Erst wenn ausreichender Vorratsdruck erreicht ist, ist der Anhänger bremsbereit.
  2. Bremsen: Pedal → am Zugfahrzeug entsteht Steuerdruck → Gelb überträgt diesen an das Anhänger‑Bremsrelais → dieses lässt aus den Anhängerbehältern Arbeitsluft zu den Radzylindern. Vorteil: schnelleres, kräftiges Ansprechen.
  3. Lösen: Steuerdruck fällt ab → Relaisventil entlüftet die Radzylinder (Schnelllösefunktion beschleunigt das Lösen).
  4. Notbremsung: Reißt Rot ab oder fällt der Vorratsdruck stark ab, bremst der Anhänger selbsttätig aus seinen Behältern (Sicherheitsprinzip).

3) An‑ und Abkuppeln (Prüfungsrelevant)

4) Bedien- und Sicherheitsregeln

5) Typische Fehlerbilder – Symptome und Abhilfe

6) Prüfungs‑Merksatz

„Zweileiter: Rot füllt, Gelb steuert. Kuppeln: Rot vor Gelb – Lösen: Gelb vor Rot. Losfahren erst mit Vorratsdruck und bestandener Bremsprobe. ALB gängig halten.“

Praxis‑Drill (3–5 Minuten)
  1. Kuppelübung: Rot→Gelb kuppeln, ISO‑7638 stecken; Manometer beobachten bis stabiler Arbeitsdruck. Frage: Ab welchem Zustand ist der Anhänger bremsbereit?
  2. Dichtheits‑/Wirkprobe: Pedal 30–60 s halten, Druckabfall beurteilen; anschließend aus 20 km/h gleichmäßig bremsen – verzögert der Anhänger zeitgleich und spurtreu?
  3. Fehlerbild zeigen: ALB‑Gestänge simuliert schwergängig → Erkläre Auswirkung und Korrektur.

Sinnvolle Medien zum Einbau

Kleine Übungsfragen