Traktor

Abfahrtkontrollkarten (1-10)

Abfahrtkontrollkarten (1-10)

Hinweis: Durchgestrichene Punkte sind für den Traktor nicht relevant, bleiben zur Vollständigkeit sichtbar.


Karte 1


Karte 2


Karte 3


Karte 4


Karte 5


Karte 6


Karte 7


Karte 8


Karte 9


Karte 10


 

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

Die Abfahrtkontrollen erklärt

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

2.1 - Kontrolle des Standes der Bremsflüssigkeit


1) Wo zu finden?

2) Wie kontrollieren? (Kurzablauf)

  1. Fahrzeug sichern: Motor aus, Zündung aus, Feststellbremse, ebenen Stand.
  2. Behälter ansehen: Füllstand muss zwischen „MIN“ und „MAX“ liegen (Markierung am transparenten Gehäuse).
  3. Farbe prüfen: klar bis leicht gelblich ist normal. Dunkelbraun, trüb = überaltert/feucht.
  4. Deckel bleibt zu. Nur öffnen, wenn Anzeige fehlt/nicht ablesbar und Anleitung dies erlaubt. Sauberkeit beachten (keinen Schmutz eintragen!).

3) Typische Fehler, Defekte oder Mängel

4) Wartung oder Reparatur (korrekt reagieren)

5) Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: sichere Bremswirkung, kürzere Bremswege, Schutz vor Ausfällen & teuren Folgeschäden.

Empfehlung: Sichtprüfung monatlich oder vor größeren Fahrten; bei intensiver Nutzung/Erntebetrieb häufiger.


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich finde den transparenten Bremsflüssigkeitsbehälter, prüfe, dass der Pegel zwischen MIN und MAX liegt und die Flüssigkeit klar ist; bei Unterstand, Verfärbung oder Leck: nicht selbst mischen, Spezifikation prüfen und Werkstatt beauftragen.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Fahrzeug gesichert (Motor/Zündung aus, Bremse, eben)
  • [ ] Behälter identifiziert (transparenter Cup, „Brake Fluid“)
  • [ ] Pegel zwischen MIN/MAX
  • [ ] Farbe ok (klar/hellgelb)
  • [ ] Keine Feuchtigkeit/Lecks sichtbar
  • [ ] Abweichung → Spezifikation prüfen / Fachbetrieb

Hinweis: Positionen und Spezifikationen sind fahrzeugabhängig.

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2.2 - Prüfen der Druckwarneinrichtung


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

  1. Fahrzeug sichern (Feststellbremse, eben abstellen).
  2. Zündung einschalten, Motor starten → Luftkompressor füllt den Kessel.
  3. Am Manometer ablesen: Druck steigt nach kurzer Zeit auf den Betriebsbereich (meist 6–8 bar)
  4. Motor abschalten, Zündung einschalten  → Bremspedal mehrfach kräftig treten.
  5. Beim Abfallen des Drucks unter die Mindestgrenze (meist ca. 5 bar) muss die Warnleuchte/Warnton sicher anspringen.

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich prüfe am Manometer, dass der Druck in der Anlage den vorgeschriebenen Betriebsdruck erreicht und dass bei Druckabfall unter den Mindestwert die Warnleuchte oder der Warnton zuverlässig anspricht.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Fahrzeug gesichert, Motor gestartet
  • [ ] Druck steigt auf Sollwert (ca. 6–8 bar)
  • [ ] Bei Druckabfall → Warnleuchte/Warnton aktiv
  • [ ] Keine Undichtigkeiten hör-/sichtbar
  • [ ] Abweichung → Werkstatt

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Die Druckwarneinrichtung schützt vor Ausfall der Bremswirkung durch zu geringen Luftdruck. So wird Fahrsicherheit gewährleistet.

Empfehlung: Funktionstest täglich vor Fahrtantritt, besonders bei Fahrzeugen mit Druckluftbremse und im Anhängerbetrieb.

Hinweis: Mindestdruck und Betriebsdruck sind modellabhängig.

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2.3 - Vorratsdruck aufbauen, Fahrbereitschaft feststellen


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

  1. Motor starten → der Kompressor füllt die Luftkessel.
  2. Am Manometer beobachten: Druck steigt kontinuierlich an.
  3. Wenn der Betriebsdruck erreicht ist (meist 6–8 bar, abhängig vom Fahrzeug):
    • Warnleuchte erlischt bzw. Warnton verstummt.
    • Bremsanlage ist einsatzbereit.
  4. Platzhalter: [genaue Druckwerte laut Hersteller ergänzen].

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich starte den Motor, beobachte das Manometer und warte, bis der Vorratsdruck im grünen Bereich ist und die Warnleuchte erlischt – erst dann ist das Fahrzeug fahrbereit.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Motor gestartet, Kompressor arbeitet
  • [ ] Druck steigt am Manometer
  • [ ] Betriebsdruck erreicht (z. B. 6–8 bar)
  • [ ] Warnleuchte/Warnton erlischt
  • [ ] Fahrbereitschaft festgestellt

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Ausreichender Vorratsdruck sichert die volle Bremswirkung und verhindert Ausfälle bei der Fahrt.

Empfehlung: Kontrolle vor jeder Fahrt, insbesondere nach längerem Stillstand oder bei Anhängerbetrieb.

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2.4 - Prüfen, ob Pedalwege frei sind


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

  1. Fahrzeug sichern (Motor aus, Feststellbremse).
  2. Fußraum ansehen: keine losen Gegenstände, Schmutz oder Werkzeuge dürfen im Bereich der Pedale liegen.
  3. Jedes Pedal einmal durchtreten:
    • Bewegung muss leichtgängig sein.
    • Kein Klemmen, kein Blockieren.
  4. Kontrollieren, ob Pedale nach dem Treten selbstständig zurückkehren.

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich prüfe, dass im Fußraum keine Gegenstände liegen und die Pedale frei, leichtgängig und vollständig bis zum Anschlag bewegt werden können und selbstständig zurückkommen.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Fußraum frei von Gegenständen
  • [ ] Pedale leichtgängig und ohne Blockieren
  • [ ] Pedale kehren selbstständig zurück
  • [ ] Pedalgummis vorhanden und rutschfest

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Verhindert das Blockieren von Kupplung, Bremse oder Gas durch lose Gegenstände, sorgt für sichere Bedienung.

Empfehlung: Kontrolle täglich vor Fahrtantritt, besonders bei wechselnden Fahrern oder nach Arbeiten im Feld.

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2.5 - Sichtprüfung der Betriebs- und Feststellbremse


1) Betriebsbremse (Fußbremse)

Wo zu finden?

Wie kontrollieren (Sichtprüfung)?

Kontolle in der Prüfung, siehe unten  !

  1. Eine Sichtprüfung ist bei bei hydraulische Bremse an der Zugmaschine nicht möglich 
  2. Pedale ansehen: rutschfeste Gummiauflagen vorhanden?
  3. Pedalspiel prüfen: leichtes Antippen – kein ungewöhnlich langer Leerweg.
  4. Mechanik sichtbar? Leitungen und Anschlüsse auf Undichtigkeit oder Beschädigung prüfen.

Typische Fehler/Mängel


2) Feststellbremse (Handbremse)

Wo zu finden?

Wie kontrollieren (Sichtprüfung)?

Kontolle in der Prüfung, siehe unten  !

  1. Eine Sichtprüfung ist bei bei hydraulische Bremse an der Zugmaschine nicht möglich 
  2. Hebel oder Pedal ansehen: unbeschädigt, leichtgängig beweglich.
  3. Rastung prüfen: Hebel muss einrasten und in Position bleiben.
  4. Bei gezogener Bremse: Fahrzeug darf nicht ungewollt rollen (Funktionstest im Stand).

Typische Fehler/Mängel


3) Warten oder reparieren


| Ablauf in der Prüfung 

  1. Fahrlehrer bitten, in die Zugmaschine zu gehen.

  2. Auf das Bremsgestänge des Anhängers achten

  3. Feststellbremse lassen - Bremsgestänge geht in Lösestellung

  4. Betriebsbremse treten lassen - Bremsgestänge geht in Bremsstellung

  5. Betriebsbremse lösen lassen - Bremsgestänge geht in Lösestellung

  6. Feststellbremse einlegen lassen - Bremsgestänge geht in Bremsstellung

Prüfungskern – in einem Satz

„Ich prüfe die Betriebsbremse durch Sichtkontrolle von Pedalen und Leitungen auf Dichtheit und sicheren Zustand, sowie die Feststellbremse auf festen Sitz, Rastung und Haltewirkung.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Pedale mit Gummiauflagen vorhanden
  • [ ] Kein übermäßiger Leerweg
  • [ ] Leitungen dicht und unbeschädigt
  • [ ] Feststellbremse rastet ein und hält das Fahrzeug
  • [ ] Hebel/Pedal unbeschädigt

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Sichere Bremswirkung im Fahrbetrieb, Schutz vor Wegrollen im Stand, frühzeitiges Erkennen von Defekten.

Empfehlung: Sichtprüfung täglich vor Fahrtantritt, insbesondere bei intensiver landwirtschaftlicher Nutzung.

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2.6 - Wirkung des Lufttrockners bzw. Vorrat des Frostschutzmittels prüfen


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

Lufttrockner

  1. Bei laufendem Motor füllt der Kompressor die Anlage.
  2. Funktion prüfen: Beim Erreichen des Betriebsdrucks entlüftet der Lufttrockner kurz hörbar (Regenerationsstoß).
  3. Sichtprüfung: keine Öl- oder Wasseransammlungen an den Leitungen.

Frostschutzmittel

  1. Behälter am Druckluftsystem suchen.
  2. Füllstand kontrollieren: ausreichend Frostschutzmittel vorhanden, Anzeige oder Sichtfenster nutzen.
  3. Der Hebel am Behälter muss per Hand auf Sommer- oder Winterbetrieb eingestellt werden.
  4. Bei Bedarf rechtzeitig Frostschutz nachfüllen.

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich prüfe, ob der Lufttrockner beim Druckaufbau hörbar entlüftet und kontrolliere, ob im Vorratsbehälter genügend Frostschutzmittel vorhanden ist.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Lufttrockner vorhanden, hörbarer Entlüftungsstoß
  • [ ] Keine Wasser-/Ölspuren in Leitungen
  • [ ] Frostschutzbehälter mit ausreichend Vorrat
  • [ ] Keine Leckagen am System

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Der Lufttrockner verhindert Wasseransammlungen und Korrosion im Druckluftsystem, Frostschutzmittel schützt vor Einfrieren im Winter. Beides sichert die volle Bremsfunktion.

Empfehlung: Funktionsprüfung des Lufttrockners täglich vor Fahrtantritt, Kontrolle des Frostschutzmittels regelmäßig in der kalten Jahreszeit.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

3.1 - Prüfen der Reifengröße anhand der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)


1) Wo zu finden?

2) Wie kontrollieren?

  1. Reifen am Fahrzeug ansehen: Auf der Reifenflanke steht die Größe (z. B. 420/85 R 28).
  2. Vergleichen: Eintrag im Fahrzeugschein = Aufdruck am Reifen.
  3. Beide Achsen prüfen (vorne und hinten, falls unterschiedlich).

3) Typische Fehler oder Mängel

4) Warten oder reparieren (korrekt reagieren)

5) Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Richtige Reifengröße = Fahrstabilität, Sicherheit, Zulassung. Falsche Größe = Gefahr im Straßenverkehr + erloschene Betriebserlaubnis.

Empfehlung: Kontrolle bei jedem Reifenwechsel oder wenn Unsicherheit besteht (z. B. neuer Traktorreifen montiert).


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich finde die zulässige Reifengröße im Fahrzeugschein unter 15.1 bis 15.3 und vergleiche sie mit dem Aufdruck auf den Reifenflanken. Nur übereinstimmende oder eingetragene Größen sind erlaubt.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Fahrzeugschein geöffnet (Zeile 15.1–15.3)
  • [ ] Reifenflanke abgelesen
  • [ ] Größen identisch / zulässig
  • [ ] Keine Abweichung oder fehlender Aufdruck
  • [ ] Bei Abweichung → Werkstatt / Eintragung klären

Hinweis: Bei landwirtschaftlichen Zugmaschinen sind oft mehrere Größen eingetragen. Immer nur die zugelassenen Kombinationen verwenden.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

3.2 - Prüfen der Tragfähigkeit und der Höchstgeschwindigkeit der Reifen anhand der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

  1. Reifengröße im Fahrzeugschein ablesen (inkl. Ziffern/Buchstaben hinter der Größe).
  2. Reifenflanke am Fahrzeug prüfen und mit dem Schein vergleichen.
  3. Lastindex (z. B. 143): Zahl = Tragfähigkeit in kg pro Reifen
  4. Geschwindigkeitsindex (z. B. A8): Buchstabe/Ziffer = maximale zulässige Geschwindigkeit (z. B. A8 = 40 km/h)
  5. Beide Angaben müssen mindestens den im Fahrzeugschein geforderten Werten entsprechen oder höher liegen.

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich vergleiche die Angaben auf der Reifenflanke mit dem Fahrzeugschein – Lastindex (Tragfähigkeit) und Geschwindigkeitsindex (zulässige Höchstgeschwindigkeit) müssen mindestens den eingetragenen Werten entsprechen.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Fahrzeugschein 15.1–15.3 geprüft
  • [ ] Reifenflanke abgelesen
  • [ ] Lastindex ≥ Eintrag im Fahrzeugschein
  • [ ] Geschwindigkeitsindex ≥ Eintrag im Fahrzeugschein
  • [ ] Keine fehlenden/unlesbaren Angaben

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Richtige Tragfähigkeit verhindert Reifenschäden unter Last; korrekter Geschwindigkeitsindex stellt sicher, dass der Reifen die Fahrzeuggeschwindigkeit aushält. Damit bleibt die Betriebserlaubnis gültig und die Fahrsicherheit erhalten.

Empfehlung: Kontrolle bei jedem Reifenwechsel oder wenn neue Reifen montiert werden. Sichtprüfung der Aufdrucke mindestens einmal pro Saison.

Hinweis: Tabellen für Last- und Geschwindigkeitsindex sind genormt. 

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3.3 - Prüfen des Reifenzustandes / Reifendruckes (Profil, Beschädigung, Fremdkörper)


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

  1. Profil prüfen: Mindestprofiltiefe bei landwirtschaftlichen Fahrzeugen ist vorgeschrieben - mindestens 1,6 mm bei Straßenfahrt
  2. Flächen kontrollieren: Lauffläche und Seitenwände auf Risse, Schnitte, Beulen oder Ausbrüche prüfen.
  3. Fremdkörper: Steine, Nägel oder Draht in Profilrillen entfernen.
  4. Reifendruck messen: Ventilkappe abschrauben, Manometer aufsetzen, Sollwert mit Herstellerangabe vergleichen

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich prüfe Profil, Seitenwände und Lauffläche auf Schäden und Fremdkörper und messe den Reifendruck am Ventil – Abweichungen werden nach Herstellerangabe korrigiert oder der Reifen ersetzt.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Profiltiefe ausreichend
  • [ ] Keine Risse, Beulen oder Beschädigungen
  • [ ] Keine Fremdkörper in der Lauffläche
  • [ ] Reifendruck mit Manometer geprüft
  • [ ] Sollwert erreicht (Herstellerangabe)

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Richtiger Reifendruck und intakte Reifen sichern Fahrsicherheit, kürzere Bremswege, weniger Verschleiß und Kraftstoffverbrauch.

Empfehlung: Sichtprüfung vor jeder Fahrt, Reifendruck mindestens monatlich oder nach starken Belastungen (z. B. Feldarbeit, Transportfahrten).

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

3.4 - Sichtprüfung des Sitzes der Radmuttern


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren (Sichtprüfung)?

  1. Fahrzeug gesichert abstellen.
  2. Alle Radmuttern ansehen:
    • Sitzen die Muttern plan an der Felge?
    • Sind alle vollständig vorhanden?
    • Keine sichtbaren Lücken zwischen Mutter und Felge.
  3. Kennzeichnungen prüfen: Bei manchen Fahrzeugen sind Kontrollplättchen oder Markierungen vorhanden – stehen sie alle in gleicher Position?
  4. Auf Rostspuren oder Abrieb rund um die Muttern achten → Hinweis auf Lockerung.

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich prüfe, ob alle Radmuttern vollständig, fest anliegend, ohne Rostspuren oder Verschiebung sitzen – bei Auffälligkeiten sofort Werkstatt informieren.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Alle Radmuttern vorhanden
  • [ ] Keine Lücken zwischen Mutter und Felge
  • [ ] Keine Rost- oder Abriebspuren sichtbar
  • [ ] Markierungen/Plättchen in gleicher Stellung
  • [ ] Auffälligkeit → Werkstatt

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Verhindert Radverlust während der Fahrt und erhöht die Betriebssicherheit.

Empfehlung: Sichtprüfung vor Fahrtantritt und besonders nach Reifenwechsel oder bei Fahrten im Gelände.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

3.5 - Prüfen der Felgen auf Beschädigung


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

  1. Fahrzeug sichern (Feststellbremse, Motor aus).
  2. Felgen rundum ansehen:
    • Felgenhorn (Rand, wo der Reifen aufliegt) auf Risse oder Verformungen prüfen.
    • Felgenscheibe und Befestigungslöcher auf Ausbrüche oder Verformungen prüfen.
    • Rundlauf beachten: keine sichtbaren Dellen oder Schlagstellen.
  3. Auf Rost, tiefe Kratzer oder Schweißstellen achten.

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich prüfe die Felgen auf Risse, Verformungen, Rost oder Ausbrüche – bei Beschädigungen dürfen sie nicht weiter genutzt, sondern müssen ersetzt werden.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Felgenhorn ohne Risse oder Verformung
  • [ ] Befestigungslöcher unbeschädigt
  • [ ] Keine Roststellen oder unzulässige Schweißnähte
  • [ ] Felge sauber und frei von Dreck/Steinen
  • [ ] Auffälligkeiten → Ersatzfelge / Werkstatt

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Intakte Felgen gewährleisten sicheren Sitz der Reifen, stabile Radbefestigung und verhindern Radschäden oder Unfälle.

Empfehlung: Sichtprüfung vor jeder Fahrt, besonders nach Geländeeinsatz oder Schlaglöchern.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

3.6 - Prüfung der Reserveradsicherung

Eher am LKW zu finden, evtl. ist ein Reserverad am Anhänger zu finden.


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

  1. Reserverad lokalisieren und Befestigung ansehen.
  2. Halterung prüfen: Schrauben, Muttern, Bolzen oder Ketten müssen fest sitzen.
  3. Sicherungseinrichtung prüfen: keine Risse, kein Rost, keine Beschädigung.
  4. Reserverad darf sich nicht bewegen oder klappern.

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich kontrolliere, dass das Reserverad vorhanden, fest in seiner Halterung gesichert und die Befestigungsteile unbeschädigt sind.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Reserverad lokalisiert
  • [ ] Befestigungsschrauben/-muttern fest
  • [ ] Keine Rost- oder Bruchstellen an Halterung
  • [ ] Reserverad sitzt fest, ohne Bewegung
  • [ ] Sicherungseinrichtung intakt

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Ein sicheres Reserverad steht im Pannenfall sofort zur Verfügung und kann sich nicht während der Fahrt lösen.

Empfehlung: Kontrolle der Sicherung monatlich und zusätzlich nach Fahrten auf unebenem Gelände.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

3.7 - Sichtprüfung der Federung


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

  1. Fahrzeug sichern (Feststellbremse, Motor aus, ggf. Unterlegkeile).
  2. Blattfedern prüfen:
    • Alle Federblätter vollständig vorhanden.
    • Keine Risse, Brüche oder herausgerutschte Blätter.
  3. Federpaket-Aufhängung: Haltebänder, Bügel und Aufnahmepunkte fest und unbeschädigt.
  4. Federlagerung: keine übermäßige Rostbildung oder Verformung.

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich prüfe die Blattfedern am Anhänger auf Vollständigkeit, Risse, Brüche und festen Sitz der Halterungen – beschädigte oder gebrochene Federn müssen ersetzt werden.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Alle Federblätter vorhanden
  • [ ] Keine Risse oder Brüche sichtbar
  • [ ] Haltebänder und Bügel fest
  • [ ] Keine Rostschäden oder Verformungen

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Intakte Blattfedern sichern die Stabilität des Anhängers, sorgen für gleichmäßige Lastverteilung und verhindern Schäden an Rahmen und Achsen.

Empfehlung: Sichtprüfung vor jeder Fahrt, besonders bei Anhängern mit hoher Last oder unebenem Gelände.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

3.8 - Funktion der Lenkhilfe


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

  1. Fahrzeug starten (Motor muss laufen, damit die Lenkhilfe aktiv ist).
  2. Lenkrad im Stand leicht bewegen:
    • Lenkung muss ohne große Kraftaufwendung funktionieren.
    • Kein Ruckeln oder ungewöhnlicher Widerstand.
  3. Bei eingeschlagenem Lenkrad kurz halten → kein lautes Pfeifen oder Quietschen der Pumpe.
  4. Sichtprüfung von Hydraulikleitungen: keine Ölspuren oder Undichtigkeiten.

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich starte den Motor, bewege das Lenkrad leicht und prüfe, ob die Lenkung mit Unterstützung leichtgängig, ohne ungewöhnliche Geräusche und ohne Ölverlust funktioniert.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Motor läuft, Lenkung leichtgängig
  • [ ] Kein ungewöhnlicher Widerstand
  • [ ] Keine auffälligen Geräusche beim Lenken
  • [ ] Hydraulikleitungen dicht, kein Ölverlust

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Eine funktionierende Lenkhilfe sorgt für präzises, leichtes Lenken und erhöht die Sicherheit im Straßen- und Feldeinsatz.

Empfehlung: Funktionsprüfung vor jeder Fahrt, Ölstandskontrolle mindestens monatlich oder nach Herstellerangaben.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

3.9 - Lenkungsspiel prüfen


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

  1. Fahrzeug sichern (Motor aus, Feststellbremse).
  2. Von außen oder mit Helfer: Lenkrad leicht hin- und herdrehen.
  3. Lenkungsspiel prüfen:
    • Lenkrad darf sich nur wenige Zentimeter bewegen (ca. 2–3 cm am Lenkradumfang), bevor die Vorderräder sichtbar reagieren.
    • Mehr Spiel = Hinweis auf Verschleiß oder Defekt.
  4. Alternativ: Helfer beobachtet Vorderräder → reagieren sie sofort, ist das Spiel in Ordnung.

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich drehe das Lenkrad leicht hin und her und prüfe, ob die Vorderräder ohne spürbare Verzögerung reagieren – das Lenkungsspiel darf höchstens etwa 2–3 cm betragen.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Lenkrad leicht bewegt
  • [ ] Spiel max. 2–3 cm am Lenkradumfang
  • [ ] Vorderräder reagieren sofort
  • [ ] Keine Knackgeräusche oder Verzögerungen

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Geringes Lenkungsspiel ermöglicht präzises Fahren und verhindert Kontrollverlust. Übermäßiges Spiel weist frühzeitig auf Defekte hin.

Empfehlung: Kontrolle täglich vor Fahrtantritt oder mindestens wöchentlich, insbesondere vor Prüfungsfahrten und bei älteren Fahrzeugen.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

3.10 - Ölstand der Servolenkung prüfen


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

  1. Fahrzeug auf ebene Fläche stellen, Motor abstellen.
  2. Behälter außen ablesen (bei durchsichtigem Behälter mit Markierung) oder Deckel abschrauben und Peilstab herausziehen.
  3. Füllstand prüfen: Öl muss zwischen Min- und Max-Markierung liegen.
  4. Öl optisch kontrollieren: darf nicht stark verschmutzt oder schaumig sein.

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich kontrolliere am Ausgleichsbehälter der Servolenkung, ob der Ölstand zwischen Min und Max liegt und das Öl sauber ist – bei Abweichungen wird geeignetes Öl nachgefüllt oder eine Werkstatt aufgesucht.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Motor aus, Fahrzeug eben abgestellt
  • [ ] Füllstand zwischen Min- und Max-Markierung
  • [ ] Öl sauber, nicht schaumig oder milchig
  • [ ] Bei Bedarf Öl nachgefüllt (Herstellerangabe)
  • [ ] Keine Undichtigkeiten sichtbar

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Ausreichender und sauberer Servolenkungsölstand sichert eine leichtgängige Lenkung und verhindert Schäden an Pumpe und Lenkzylindern.

Empfehlung: Kontrolle monatlich oder bei Auffälligkeiten in der Lenkung (z. B. Schwergängigkeit, Geräusche).

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

4.1 - Standlicht, Abblendlicht, Fernlicht, Umrissleuchten vorne, Funktion prüfen


1) Standlicht

Wo zu finden?

Wie kontrollieren?

  1. Zündung einschalten.
  2. Lichtschalter auf Standlicht stellen.
  3. Beide Standlichter vorne müssen leuchten.

Typische Fehler/Mängel


2) Abblendlicht

Wo zu finden?

Wie kontrollieren?

  1. Lichtschalter auf Abblendlicht stellen.
  2. Beide Scheinwerfer leuchten gleichmäßig, korrekt eingestellt.

Typische Fehler/Mängel


3) Fernlicht

Wo zu finden?

Wie kontrollieren?

  1. Mit Lichtschalter oder Lenkstockhebel Fernlicht einschalten.
  2. Kontrolllampe blau im Armaturenbrett muss aufleuchten.
  3. Beide Scheinwerfer müssen gleichmäßig leuchten.

Typische Fehler/Mängel


4) Umrissleuchten vorne

Wo zu finden?

Wie kontrollieren?

  1. Lichtschalter auf Stand- oder Abblendlicht stellen.
  2. Beide Umrissleuchten müssen weiß leuchten.

Typische Fehler/Mängel


5) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich schalte Standlicht, Abblendlicht und Fernlicht nacheinander ein, kontrolliere, ob alle Scheinwerfer gleichmäßig leuchten, die blaue Kontrollanzeige beim Fernlicht erscheint und die vorderen Umrissleuchten weiß und unbeschädigt funktionieren.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Standlicht links und rechts leuchtet
  • [ ] Abblendlicht links und rechts leuchtet gleichmäßig
  • [ ] Fernlicht leuchtet, blaue Kontrolllampe aktiv
  • [ ] Umrissleuchten vorne weiß, unbeschädigt

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Gute Sicht für dich, rechtzeitige Erkennbarkeit für andere Verkehrsteilnehmer, Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften.

Empfehlung: Funktionsprüfung täglich vor Fahrtbeginn, besonders bei Fahrten in Dämmerung oder Dunkelheit.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

4.2 - Bremsleuchten, Kennzeichenbeleuchtung, Rückstrahler prüfen


1) Bremsleuchten

Wo zu finden?

Wie kontrollieren?

  1. Fahrzeug sichern: eben abstellen, Feststellbremse.
  2. Zündung EIN (Motor muss nicht laufen).
  3. Hilfsperson (Fahrlehrer) drückt das Bremspedal oder nutze Reflexion an Wand/Fenster/Kamera-Rückblick.
  4. Erwartung: beide Bremsleuchten leuchten hell, gleichmäßig, rot.

Typische Fehler/Mängel

Warten oder reparieren


2) Kennzeichenbeleuchtung

Wo zu finden?

Wie kontrollieren?

  1. Stand-/Abblendlicht einschalten (Lichtschalter).
  2. Von hinten prüfen: Kennzeichen muss gleichmäßig und gut lesbar beleuchtet sein, ohne Blendung nach hinten.
  3. Bei zwei Leuchten: beide aktiv und ähnlich hell.

Typische Fehler/Mängel

Warten oder reparieren


3) Rückstrahler (Reflektoren)

Wo zu finden?

Wie kontrollieren?

  1. Optische Sichtprüfung bei Tageslicht: sauber, fest, unbeschädigt?
  2. Reflexionscheck bei Dämmerung/mit Taschenlampe: Leuchten im flachen Winkel anstrahlen – Rückstrahler reflektieren deutlich.

Typische Fehler/Mängel

Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Mit Zündung/Licht an prüfe ich hinten Bremsleuchten (beide rot, hell), die Kennzeichenbeleuchtung (weiß, Kennzeichen klar lesbar) und die Rückstrahler (rot/dreieckig am Anhänger, sauber, unbeschädigt) – Mängel werden gereinigt, Leuchtmittel/Module ersetzt oder in der Werkstatt behoben.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Fahrzeug gesichert
  • [ ] Zündung EIN, Licht AN
  • [ ] Bremsleuchten: links/rechts leuchten rot, gleich hell
  • [ ] Kennzeichenbeleuchtung: Kennzeichen weiß beleuchtet, gut lesbar
  • [ ] Rückstrahler: vollständig, richtige Form/Farbe, sauber
  • [ ] Keine Risse/Feuchtigkeit/lose Stecker sichtbar
  • [ ] Abweichung → reinigen/ersetzen/Werkstatt

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Du wirst frühzeitig gesehen, reduzierst Auffahrunfälle und erfüllst die Zulassungsvorschriften – besonders wichtig bei Erntefahrten, Staub und Schmutz.

Empfehlung: Sichtprüfung täglich vor Fahrtbeginn in der Saison, sonst mindestens wöchentlich und zusätzlich vor Dämmerungs-/Nachtfahrten; nach Feldarbeit Reinigung einplanen.

Hinweis: Ausführung und Sicherungsbelegung sind fahrzeug- und baujahrabhängig.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

4.3 - Hupe, Lichthupe, Warnblinklicht, Seitenmarkierungsleuchten, Funktion prüfen


1) Hupe

Wo zu finden?

Wie kontrollieren?

  1. Zündung einschalten.
  2. Hupe betätigen.
  3. Erwartung: klarer, lauter Ton, von außen deutlich hörbar.

Typische Fehler/Mängel

Warten oder reparieren


2) Lichthupe

Wo zu finden?

Wie kontrollieren?

  1. Zündung einschalten.
  2. Hebel zur Lichthupe ziehen/drücken.
  3. Erwartung: Fernlicht blinkt kurz auf (blaues Symbol im Display sichtbar).

Typische Fehler/Mängel

Warten oder reparieren


3) Warnblinklicht

Wo zu finden?

Wie kontrollieren?

  1. Schalter drücken.
  2. Alle Blinkleuchten außen müssen gleichzeitig im Takt blinken.
  3. Im Armaturenbrett blinkt das Kontrollsymbol mit.

Typische Fehler/Mängel

Warten oder reparieren


4) Seitenmarkierungsleuchten

Wo zu finden?

Wie kontrollieren?

  1. Lichtschalter auf Stand- oder Abblendlicht stellen.
  2. Fahrzeug umrunden → alle Seitenmarkierungsleuchten müssen gleichmäßig leuchten.

Typische Fehler/Mängel

Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich betätige Hupe und Lichthupe zur Funktionskontrolle, schalte das Warnblinklicht ein (alle Blinker im Takt), und prüfe, ob die seitlichen Markierungsleuchten bei Licht eingeschaltet und intakt sind.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Hupe betätigt – klarer Ton
  • [ ] Lichthupe betätigt – Fernlicht blinkt
  • [ ] Warnblinker an – alle Blinker im Takt
  • [ ] Seitenmarkierungsleuchten leuchten bei Licht
  • [ ] Keine defekten oder verschmutzten Leuchten

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Hupe und Lichthupe sichern die Kommunikation im Straßenverkehr, Warnblinker schützt in Gefahrensituationen, Seitenmarkierungsleuchten erhöhen Sichtbarkeit bei Dunkelheit und in Kurven.

Empfehlung: Funktionsprüfung täglich vor Fahrtantritt oder mindestens wöchentlich, besonders bei Fahrten im Dunkeln und mit Anhänger.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

4.4 - Batterie (Anschlüsse, Befestigung) prüfen


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

  1. Batteriefach oder Motorhaube öffnen.
  2. Anschlüsse ansehen:
    • Kabelklemmen fest, ohne Korrosion (kein weißer/grünlicher Belag).
    • Kabel isoliert und unbeschädigt.
  3. Befestigung prüfen:
    • Batterie sitzt fest in der Halterung.
    • Keine Bewegungen beim Rütteln.
  4. Optional: Batterieoberfläche auf Risse oder Auslaufen von Flüssigkeit prüfen.

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich prüfe, dass die Batterieklemmen fest und sauber sitzen, die Kabel unbeschädigt sind und die Batterie sicher befestigt ist.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Klemmen fest und ohne Korrosion
  • [ ] Kabel unbeschädigt und isoliert
  • [ ] Batterie sicher befestigt, kein Wackeln
  • [ ] Gehäuse ohne Risse oder Flüssigkeitsaustritt

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Sichere Batterie sorgt für zuverlässigen Motorstart, stabile Stromversorgung und vermeidet Kurzschlüsse oder Ausfälle.

Empfehlung: Sichtprüfung monatlich oder vor längeren Einsätzen, insbesondere bei älteren Fahrzeugen oder schwachem Startverhalten.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

4.5 - Kontrolllampen benennen oder Kontrollsystem aktivieren und an zwei Beispielen erläutern


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

  1. Zündung einschalten, Motor noch nicht starten.
  2. Alle relevanten Kontrolllampen müssen kurz aufleuchten → zeigt Funktionsfähigkeit an.
  3. Nach Motorstart erlöschen die Lampen, außer es liegt ein Defekt vor.

3) Beispiele für Kontrolllampen


4) Typische Fehler/Mängel


5) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich aktiviere das Kontrollsystem, indem ich die Zündung einschalte. Dabei leuchten alle Kontrolllampen kurz auf. Am Beispiel Öldruck und Ladekontrolle erkläre ich: Nach dem Start müssen diese Lampen erlöschen, sonst liegt ein Defekt vor.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Zündung eingeschaltet → Kontrolllampen leuchten kurz
  • [ ] Nach Motorstart erlöschen die Lampen
  • [ ] Öldrucklampe rot = Gefahr, Motor sofort aus
  • [ ] Batterielampe rot = Ladung gestört, Werkstatt

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Kontrolllampen warnen frühzeitig vor Defekten und verhindern teure Schäden oder Ausfälle.

Empfehlung: Funktionstest erfolgt automatisch bei jedem Einschalten der Zündung → Schüler sollten lernen, bewusst auf das Aufleuchten und Erlöschen zu achten.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

4.6 - Schlussleuchten, Umrissleuchten hinten, Funktion prüfen


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

  1. Zündung einschalten.
  2. Lichtschalter auf Begrenzungs- oder Abblendlicht stellen.
  3. Fahrzeugheck abgehen und prüfen:
    • Beide Schlussleuchten leuchten gleichmäßig rot.
    • Umrissleuchten (falls vorhanden) leuchten ebenfalls rot und gleichmäßig.
  4. Helfer oder Spiegel verwenden, wenn Sicht eingeschränkt.

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich schalte das Licht ein und kontrolliere, dass beide Schlussleuchten sowie die hinteren Umrissleuchten rot und gleichmäßig leuchten.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Zündung an, Licht eingeschaltet
  • [ ] Beide Schlussleuchten leuchten rot
  • [ ] Umrissleuchten hinten leuchten rot (falls vorhanden)
  • [ ] Keine Schmutz- oder Defekterscheinungen

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Schluss- und Umrissleuchten machen das Fahrzeug von hinten sichtbar und verhindern Auffahrunfälle.

Empfehlung: Funktionsprüfung täglich vor Fahrtantritt, besonders bei Dämmerung, Nachtfahrten und Anhängerbetrieb.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

5.1 - Sichtprüfung von Kühler und Kühlleitung, Kontrolle des Kühlflüssigkeitsstandes

1) Sichtprüfung Kühler und Kühlleitungen

Wo zu finden?

Wie kontrollieren?

  1. Motor aus, Fahrzeug gesichert.
  2. Kühlerlamellen von vorne prüfen: frei von Schmutz, Stroh, Laub, Insekten.
  3. Leitungen und Schlauchverbindungen abtasten und ansehen: keine Risse, Scheuerstellen oder Undichtigkeiten.
  4. Auf Feuchtigkeit, Tropfen oder Ablagerungen (grün/rosa/weißlich) achten – Hinweis auf Kühlmittelaustritt.
  5. Auf Flüssigkeit unter dem Fahrzeug achten.

Typische Fehler/Mängel

Warten oder reparieren


2) Kontrolle Kühlflüssigkeitsstand

Wo zu finden?

Wie kontrollieren?

  1. Motor abgestellt und abgekühlt.
  2. Behälter von außen prüfen: Flüssigkeit muss zwischen „MIN“ und „MAX“ stehen.
  3. Farbe: meist grün, rosa oder blau, je nach Kühlmitteltyp – klar und sauber.
  4. Bei älteren Modellen (ohne Behälter): Kühlerdeckel öffnen (nur kalt!) → Flüssigkeit sichtbar am Rand/gefüllt.

Typische Fehler/Mängel

Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich prüfe Kühler und Schläuche auf Dichtheit und Verschmutzung, kontrolliere am Ausgleichsbehälter den Kühlflüssigkeitsstand zwischen MIN und MAX (Motor kalt) – bei Verlust oder Verfärbung muss Fachpersonal nachfüllen oder reparieren.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Motor aus, Fahrzeug gesichert
  • [ ] Kühlerlamellen frei, keine Verstopfung
  • [ ] Schläuche dicht, ohne Risse
  • [ ] Kühlflüssigkeit zwischen MIN und MAX
  • [ ] Flüssigkeit sauber, richtige Farbe
  • [ ] Bei Abweichung → Fachbetrieb, kein Mischen

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Vermeidung von Überhitzung und Motorschäden, sichere Dauerleistung auch unter hoher Belastung.

Empfehlung: Sichtprüfung wöchentlich oder vor langen/heißen Einsätzen, nach Arbeiten im Feld (Staub/Schmutz) öfter.

Hinweis: Kühlmitteltypen und Intervalle sind modellabhängig.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

5.2 - Kontrolle des Motorölstandes


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

  1. Fahrzeug eben abstellen, Motor abstellen und kurz warten (damit Öl zurückläuft).
  2. Ölmessstab herausziehen, mit sauberem Tuch abwischen.
  3. Peilstab erneut vollständig einstecken und wieder herausziehen.
  4. Ölstand ablesen: Muss sich zwischen MIN- und MAX-Markierung befinden.
  5. Ölfarbe kontrollieren: normal ist hell- bis dunkelbraun; grau oder milchig = möglicher Defekt (z. B. Wasser im Öl).

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich ziehe den Peilstab, reinige ihn, stecke ihn erneut ein und prüfe, dass der Ölstand zwischen MIN und MAX liegt – bei Abweichung mit dem richtigen Öl auffüllen oder Werkstatt informieren.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Fahrzeug eben abgestellt, Motor aus
  • [ ] Peilstab abgewischt und erneut eingesteckt
  • [ ] Ölstand zwischen MIN und MAX
  • [ ] Öl sauber, richtige Farbe
  • [ ] Abweichung → Öl nachfüllen oder Werkstatt

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Ausreichender Ölstand schützt vor Motorschäden, sichert lange Lebensdauer des Motors und zuverlässigen Betrieb.

Empfehlung: Kontrolle wöchentlich oder vor längeren Fahrten; bei älteren Fahrzeugen oder erkennbaren Ölverlusten häufiger.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

5.3 - Dichtheit der Kraftstoffanlage, Kraftstoffleitung, Kraftstoffvorrat prüfen


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

  1. Dichtheit prüfen: Tank, Leitungen, Anschlüsse und auch unter dem Fahrzeug auf Feuchtigkeit, Tropfen oder Diesel-/Benzingeruch kontrollieren.
  2. Leitungen ansehen: keine Risse, Quetschungen oder lockeren Verbindungen.
  3. Kraftstoffvorrat prüfen: Anzeige im Cockpit ablesen, ausreichend Kraftstoff für den geplanten Einsatz vorhanden.
  4. Bei Unsicherheit: Tankdeckel öffnen, Sichtkontrolle (nur bei ausgeschaltetem Motor!).

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich prüfe Tank und Leitungen auf Dichtheit, kontrolliere den festen Sitz des Tankdeckels und lese an der Anzeige ab, ob ausreichend Kraftstoff vorhanden ist.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Tank auf Feuchtigkeit oder Tropfen geprüft
  • [ ] Leitungen dicht, ohne Risse oder Scheuerstellen
  • [ ] Tankdeckel fest und dicht
  • [ ] Kraftstoffanzeige kontrolliert
  • [ ] Vorrat ausreichend für den Einsatz

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Dichte Kraftstoffanlage verhindert Brandgefahr, Umweltverschmutzung und Motorstörungen. Ausreichender Kraftstoffvorrat sichert den Betrieb ohne Ausfälle.

Empfehlung: Sichtprüfung täglich vor Fahrtantritt, Vorratskontrolle bei jedem Start und Nachfüllen rechtzeitig einplanen.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

5.4 - Sichtprüfung des Antriebs von Nebenaggregaten (z.B. Lichtmaschine, Servo- und Wasserpumpe)


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

  1. Motor abstellen, Zündung aus, Motorhaube öffnen.
  2. Riemen prüfen:
    • Keine Risse, Ausfransungen oder fehlende Zähne.
    • Riemen darf nicht übermäßig locker hängen.
    • Bei leichtem Druck mit dem Finger: Riemen gibt nur wenige Millimeter nach.
  3. Riemenscheiben ansehen: fest montiert, nicht beschädigt, kein Öl oder Schmutz.
  4. Gesamte Anlage prüfen: keine ungewöhnlichen Geräusche, keine Schleif- oder Scheuerspuren.

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich prüfe den Antriebsriemen der Nebenaggregate auf festen Sitz, richtige Spannung und Beschädigungen – ein intakter, sauberer Riemen ist Voraussetzung für die Funktion von Lichtmaschine, Servopumpe und Wasserpumpe.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Motor aus, Motorhaube geöffnet
  • [ ] Riemen ohne Risse oder Ausfransungen
  • [ ] Riemenspannung korrekt (wenige mm nachgebbar)
  • [ ] Riemenscheiben sauber, unbeschädigt
  • [ ] Keine Öl- oder Schmutzspuren

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Ein intakter Riemenantrieb stellt die Stromversorgung, Lenkhilfe und Motorkühlung sicher – Ausfälle können zu Pannen oder Motorschäden führen.

Empfehlung: Sichtprüfung wöchentlich oder vor längeren Einsätzen, nach Geländefahrten oder bei auffälligen Geräuschen.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

5.5 - Flüssigkeitsvorrat in Scheiben- und Scheinwerferwaschanlage kontrollieren


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

  1. Motorhaube öffnen.
  2. Füllstand am durchsichtigen Behälter ablesen oder Deckel öffnen.
  3. Flüssigkeit muss mindestens bis zur MIN-Markierung reichen, besser darüber.
  4. Bei Bedarf Scheibenwaschflüssigkeit nachfüllen:
    • Im Sommer: klares Wasser oder Waschwasser mit Reinigungszusatz.
    • Im Winter: spezielles Frostschutzmittel für Waschanlagen verwenden.

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich öffne den Waschwasserbehälter, prüfe den Füllstand und fülle bei Bedarf geeignete Scheibenwaschflüssigkeit mit Frostschutz nach.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Behälter im Motorraum gefunden
  • [ ] Füllstand mindestens bei MIN-Markierung
  • [ ] Geeignete Flüssigkeit (Sommer/Winter) nachgefüllt
  • [ ] Keine Undichtigkeiten sichtbar

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Ausreichend Waschwasser sichert klare Sicht und verhindert Blendung durch verschmutzte Scheiben oder Scheinwerfer.

Empfehlung: Kontrolle wöchentlich und vor längeren Fahrten, im Winter häufiger.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

5.6. - Überprüfung der Scheibenwaschanlage und der Einstellung der Spritzdüsen


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

  1. Zündung einschalten.
  2. Waschhebel betätigen → Pumpe muss hörbar arbeiten, Wasser tritt an den Düsen aus.
  3. Spritzbild prüfen:
    • Wasserstrahl erreicht die Scheibe in ausreichender Höhe.
    • Strahl gleichmäßig und nicht verstopft.
  4. Düsen einstellen: Mit Nadel oder speziellem Werkzeug Strahl so ausrichten, dass er die Wischfläche trifft.

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich betätige die Scheibenwaschanlage, prüfe, ob Wasser gleichmäßig auf die Scheibe gelangt, und stelle die Düsen so ein, dass sie die Wischfläche treffen.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Zündung an, Pumpe arbeitet
  • [ ] Wasserstrahl erreicht die Scheibe
  • [ ] Strahl gleichmäßig, keine Verstopfung
  • [ ] Düsen auf Wischfeld ausgerichtet
  • [ ] Schläuche dicht

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Saubere Frontscheibe sichert klare Sicht und verhindert Blendung, besonders bei Regen oder Schmutzfahrten.

Empfehlung: Kontrolle wöchentlich oder bei jeder Wartung, bei schlechter Sicht sofort reagieren.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

5.7 - Überprüfung der Zustandsanzeige für die Luftfilteranlage


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

  1. Motor starten, kurze Standgasphase laufen lassen.
  2. Zustandsanzeige ablesen:
    • Grün → Filter sauber, Durchlass ausreichend.
    • Rot / Markierung sichtbar → Filter verschmutzt, Reinigung oder Wechsel erforderlich.
  3. Bei elektronischer Anzeige → Kontrollleuchte im Armaturenbrett beachten.

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich lese an der Zustandsanzeige ab, ob der Luftfilter frei ist – zeigt sie Rot oder ‚verschmutzt‘ an, muss der Filter gereinigt oder ersetzt werden.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Luftfiltergehäuse lokalisiert
  • [ ] Zustandsanzeige abgelesen
  • [ ] Anzeige grün = in Ordnung
  • [ ] Anzeige rot = Filter reinigen/wechseln
  • [ ] Keine sichtbaren Schäden an der Anzeige

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Ein sauberer Luftfilter sichert die Motorleistung, reduziert den Verbrauch und verhindert Motorschäden durch Schmutzeintrag.

Empfehlung: Kontrolle täglich vor Fahrtantritt oder spätestens nach Einsätzen in staubiger Umgebung.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

6.1 - Warnleuchte (Funktion), Warndreieck, Warnweste (Vorhandensein)


1) Warnleuchte (Funktion)

Wo zu finden?

Wie kontrollieren?

  1. Die Leuchte einschalten und auf  die Test-Einstellung schalten.
  2. Einige Sekunden warten.
  3. Hinweise zum Funktionstest beachten
  4. Prüfzeichen überprüfen

Typische Fehler/Mängel

Warten oder reparieren


2) Warndreieck (Vorhandensein)

Wo zu finden?

Wie kontrollieren?

  1. Staufach öffnen und prüfen, ob ein vollständiges, klappbares Warndreieck vorhanden ist.
  2. Zustand kontrollieren: keine fehlenden Teile, Ständer intakt.
  3. Das Warndreieck muss ein Prüfzeichen haben.

Typische Fehler/Mängel


3) Warnweste (Vorhandensein)

Wo zu finden?

Wie kontrollieren?

  1. Weste sichtbar herausnehmen.
  2. Prüfzeichen kontrollieren
  3. Sauber, unbeschädigt, reflektierende Streifen intakt.

Typische Fehler/Mängel


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich prüfe, ob die Warnleuchte beim Einschalten aufleuchtet, ob ein vollständiges Warndreieck und eine intakte Warnweste griffbereit im Fahrzeug vorhanden sind.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Warnleuchte an → Warnleuchte leuchtet auf
  • [ ] Warndreieck vorhanden, vollständig, intakt
  • [ ] Warnweste vorhanden, griffbereit, DIN-konform

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Warnleuchte kann zum Absichern genutzt werden, Warndreieck und Weste schützen im Notfall und sind gesetzlich vorgeschrieben.

Empfehlung: Funktionsprüfung der Warnleuchte monatlich, Kontrolle von Warndreieck und Weste monatlich bzw. vor jeder längeren Fahrt.

Hinweis: Anzahl der mitzuführenden Westen kann je nach Betrieb variieren.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

6.2 - Unterlegkeile (Anzahl, Unterbringung)


1) Anzahl der Unterlegkeile


2) Unterbringung


3) Wie kontrollieren?

  1. Fahrzeug umrunden, vorgesehene Halterungen/Fächer öffnen.
  2. Prüfen, ob die vorgeschriebene Anzahl von Unterlegkeilen vorhanden ist.
  3. Kontrollieren, ob sie unbeschädig und einsatzbereit sind.
  4. Passende Größe beachten.

4) Typische Fehler/Mängel


5) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich kontrolliere, ob die vorgeschriebene Anzahl Unterlegkeile vorhanden, unbeschädigt und in den vorgesehenen Halterungen griffbereit untergebracht ist.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Unterlegkeile am Traktor vorhanden
  • [ ] Unterlegkeile je Anhänger vorhanden
  • [ ] Fester Sitz in Halterungen / Fächern
  • [ ] Keile unbeschädigt und einsatzbereit

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Unterlegkeile sichern das Fahrzeug gegen unbeabsichtigtes Wegrollen, besonders beim Abstellen mit Anhänger oder auf Gefälle.

Empfehlung: Kontrolle der Anzahl und Unterbringung täglich vor Fahrtantritt oder spätestens wöchentlich.

Hinweis: Anzahl und Unterbringung sind gesetzlich vorgeschrieben (§ 41 StVZO). 

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

6.3 - Verbandkasten (nicht für Klasse T)

Auch wenn diese Aufgabe nicht bei klasse T geprüft wird, ist es trotzdem sinnvoll einen Verbandkasten mitzuführen.


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

  1. Verbandkasten entnehmen und Sichtprüfung durchführen.
  2. Aufdruck prüfen: DIN-Norm (aktuell DIN 13164 für Pkw/Traktor, DIN 13157 oder 13169 für Betriebe/Baustellenfahrzeuge).
  3. Haltbarkeitsdatum der steril verpackten Materialien kontrollieren.
  4. Prüfen, ob der Kasten vollständig und unbeschädigt ist.

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich prüfe, ob ein DIN-gerechter Verbandkasten vollständig, unbeschädigt und mit gültigem Haltbarkeitsdatum im Fahrerhaus vorhanden ist.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Verbandkasten im Fahrzeug griffbereit
  • [ ] DIN-Norm geprüft (13164 / 13157 / 13169)
  • [ ] Haltbarkeitsdatum in Ordnung
  • [ ] Vollständig und unbeschädigt
  • [ ] Abweichung → ersetzen oder auffüllen

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Sicherstellung der Ersten Hilfe bei Unfällen, gesetzlich vorgeschrieben, Schutz von Fahrer und Mitfahrern.

Empfehlung: Kontrolle halbjährlich oder bei jeder Hauptuntersuchung; Haltbarkeitsdatum regelmäßig im Auge behalten.

Hinweis: Verbandkasten nach DIN 13164 ist Pflichtausstattung in Deutschland; für Betriebe gelten ggf. strengere Vorschriften.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

6.4 - Bordwände, Verschlüsse, Gepäckklappen, Ladeeinrichtung, Ladungssicherung (Zustandskontrolle)


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

  1. Bordwände ansehen: fest montiert, keine Risse oder Brüche.
  2. Verschlüsse und Scharniere: beweglich, schließen fest, kein Rost oder Bruch.
  3. Gepäck- und Stauklappen: müssen sich vollständig öffnen und schließen lassen, Verriegelung prüfen.
  4. Ladeeinrichtung: Kippvorrichtung oder andere Aufbauten ohne Leckagen und mit fest sitzenden Bolzen.
  5. Ladungssicherung: Zurrgurte, Ketten und Netze ohne Risse, Haken und Ösen unbeschädigt; Ladung gegen Verrutschen, Umfallen oder Herabfallen gesichert.

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich prüfe, dass Bordwände, Klappen und Verschlüsse fest, unbeschädigt und verriegelt sind und dass die Ladung mit intakten Sicherungsmitteln so befestigt ist, dass sie nicht verrutschen oder herunterfallen kann.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Bordwände fest, keine Risse oder Brüche
  • [ ] Verschlüsse und Scharniere schließen sicher
  • [ ] Gepäckklappen leichtgängig, verriegelbar
  • [ ] Ladeeinrichtung ohne Defekte oder Leckagen
  • [ ] Zurrpunkte, Gurte, Netze, Ketten intakt
  • [ ] Ladung gesichert gegen Verrutschen und Herabfallen

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Sichere Bordwände, funktionierende Verschlüsse und intakte Sicherungsmittel verhindern Ladungsverlust und erhöhen die Verkehrssicherheit.

Empfehlung: Kontrolle vor jeder Beladung und vor Fahrtantritt, besonders bei wechselnder Ladung oder Gelände-/Straßeneinsatz.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

6.5 - Sichtprüfung der Anhängekupplung


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren? (Sichtprüfung vor Ankuppeln)

  1. Maulöffnung ansehen: frei von Schmutz, Erde oder Steinen.
  2. Bolzen prüfen: darf nicht verbogen, lose oder stark verschlissen sein.
  3. Verriegelung ansehen: Mechanik muss leichtgängig und vollständig schließen.
  4. Federmechanik bzw. Sicherung kontrollieren → kein Rost, kein Bruch.
  5. Halterung/Tragrahmen: darf keine Risse oder lockeren Schrauben haben.

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich prüfe die Bolzenkupplung auf Sauberkeit, festen Sitz des Bolzens und sichere Verriegelung – nur wenn alles unbeschädigt und leichtgängig ist, darf angekuppelt werden.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Kupplungsmaul sauber und frei von Fremdkörpern
  • [ ] Bolzen unbeschädigt, nicht verbogen
  • [ ] Verriegelung funktioniert und schließt vollständig
  • [ ] Federmechanik intakt
  • [ ] Befestigungsschrauben/Rahmen ohne Risse

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Eine intakte Bolzenkupplung verhindert, dass sich der Anhänger während der Fahrt löst. Sie sichert den Betrieb im Straßen- und Feldeinsatz.

Empfehlung: Sichtprüfung vor jedem An- und Abkuppeln, gründliche Kontrolle regelmäßig im Rahmen der Wartung.

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

6.6 - Zustand der Scheiben und Spiegel (Sauberkeit, Beschädigung)


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

  1. Fahrzeug sichern (Motor aus, Feststellbremse).
  2. Scheiben ansehen:
    • Müssen sauber und frei von Schmutz, Staub, Folien oder Aufklebern im Sichtbereich sein.
    • Keine Risse, Sprünge oder große Steinschläge.
  3. Spiegel prüfen:
    • Gläser sauber, ohne Risse oder Blindstellen.
    • Spiegelhalterungen fest montiert und richtig eingestellt.

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich prüfe, ob alle Scheiben und Spiegel sauber, frei von Rissen und unbeschädigt sind und die Spiegel fest und richtig eingestellt sitzen.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Front-, Seiten- und Heckscheibe sauber, ohne Risse
  • [ ] Außenspiegel links/rechts sauber, unbeschädigt
  • [ ] Spiegel fest montiert und richtig eingestellt
  • [ ] Keine Aufkleber/Folien im Sichtfeld

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Klare Sicht nach vorne, hinten und zur Seite verhindert Unfälle und erhöht die Verkehrssicherheit.

Empfehlung: Kontrolle täglich vor Fahrtbeginn und bei Verschmutzung sofort reinigen (z. B. nach Feldarbeiten oder Regenfahrten).

Erklärungen zu den Abfahrtkontrollen (beta)

6.7 - Plane / Spriegel (Zustand und Befestigung kontrollieren, prüfen ob frei von Wasser, Schnee und Eis


1) Wo zu finden?


2) Wie kontrollieren?

  1. Plane ansehen: keine Risse, Löcher oder lose Nähte.
  2. Befestigung prüfen: Haken, Ösen, Spanngurte oder Seile fest, nicht beschädigt.
  3. Spriegel kontrollieren: keine verbogenen, gebrochenen oder losen Teile.
  4. Belastung prüfen: Plane darf nicht durchhängen oder Falten werfen, in denen sich Wasser sammeln kann.
  5. Vor Fahrtbeginn: prüfen, dass Plane und Spriegel frei von Wasser, Schnee oder Eis sind – Gefahr durch herabfallende Last vermeiden.

3) Typische Fehler/Mängel


4) Warten oder reparieren


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich prüfe, ob Plane und Spriegel unbeschädigt, fest gespannt und frei von Wasser, Schnee oder Eis sind und alle Befestigungen sicher sitzen.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Plane ohne Risse oder Löcher
  • [ ] Befestigungen (Haken, Gurte, Ösen) fest
  • [ ] Spriegel unbeschädigt, nicht verbogen
  • [ ] Plane straff, hängt nicht durch
  • [ ] Keine Ansammlungen von Wasser, Schnee oder Eis

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Intakte Plane und Spriegel schützen die Ladung, verhindern Gefahr durch herabfallende Gegenstände oder Wasser-/Eisansammlungen und sichern die Verkehrssicherheit.

Empfehlung: Kontrolle vor jeder Fahrt, insbesondere nach Regen, Schneefall oder längeren Standzeiten.

Anlage 2.7 (zu § 4)

Anlage 2.7 (zu § 4)

Rahmenplan für den klassenspezifischen Zusatzstoff in der Klasse T (6 Doppelstunden)
(Fundstelle: BGBl. I 2012, 1332)

1. Verkehrsbeobachtungen und Verkehrsverhalten, Zusammenstellen von Zügen

2. Technik und Sicherungseinrichtungen

3. Fahren mit Zügen, Zusammenstellen von Zügen

4. Wirkung von Kräften beim Fahren

5. Bremsanlagen

6. Bremsanlagen des Anhängers

1. Verkehrsbeobachtungen und Verkehrsverhalten, Zusammenstellen von Zügen

1.

1. Verkehrsbeobachtungen und Verkehrsverhalten, Zusammenstellen von Zügen

1.1 Einfahren in Straßen


1) Was bedeutet „Einfahren“ nach StVO § 10?


2) Schritt-für-Schritt: Sicher einfahren mit Traktor

  1. Vorbereiten: Geschwindigkeit auf Schrittgeschwindigkeit, passenden Gang wählen; Anbaugeräte in Transportstellung, nichts darf die Sicht verdecken.
  2. Sicht herstellen: ggf. bis zur Haltlinie/​Sichtlinie vorrollen und anhalten; Kabinenpfosten/Frontlader beachten; Scheiben/Spiegel/​Kameras sauber.
  3. Rückschaufolge: Innen- und Außenspiegel → Schulterblick links/rechts → Blick auf querende Rad-/Fußwege.
  4. Blinken rechtzeitig setzen; Einordnen an die Fahrbahnkante der Zielrichtung.
  5. Lücke abwarten: Erst einfahren, wenn du ohne Bremsen anderer sicher beschleunigen kannst.
  6. Einrollen: ruhig, mit geringem Lenkwinkel einfahren; bei Gespann Ausscheren/​Nachlauf beachten, ausreichend weit ausholen.
  7. Abbruch bei Unsicherheit: lieber anhalten/neu ansetzen; unübersichtlich? Einweisen lassen.
  8. Nach dem Einfahren: Blinker prüfen, Fahrt aufnehmen, Verkehr nochmals checken.

3) Typische Fehler/Mängel


4) Vorbereitung/Check vor dem Manöver


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich rolle in Schrittgeschwindigkeit an die Sichtlinie, sichere Spiegel–Schulterblick–Blinken, warte eine sichere Lücke ab und fahre so in die Straße ein, dass niemand bremsen oder ausweichen muss.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Schrittgeschwindigkeit, Gang gewählt
  • [ ] Sicht frei (Scheiben/Spiegel/Kameras), Frontlader in Transportstellung
  • [ ] Spiegel → Schulterblick → Blinken
  • [ ] Lücke groß genug, niemand gefährdet
  • [ ] Gespannlauf beachten (Ausscheren/Nachlauf)
  • [ ] Einweiser bei Bedarf eingesetzt

Medienideen für den Unterricht

Aktivierende Unterrichtsmethoden (Notiz)

Nutzen & Prüfungsbezug

Nutzen: Sicheres Einfahren verhindert Unfälle an unübersichtlichen Hof‑ und Feldzufahrten; schützt besonders schwächere Verkehrsteilnehmende.

Prüfungsbezug: In der praktischen Prüfung (Klasse T/L) wird korrektes Einfahren inkl. Blicktechnik, Blinken, Lückenwahl und Fahrzeugbeherrschung (Gespann!) beobachtet.


Kleine Übungsfragen

1. Verkehrsbeobachtungen und Verkehrsverhalten, Zusammenstellen von Zügen

1.2 Überqueren von Straßen


1) Was heißt „Überqueren“ in diesem Kontext?


2) Schritt-für-Schritt: Sicher queren

  1. Vorbereiten: Schrittgeschwindigkeit; passenden Gang wählen; Frontlader/Anbaugeräte in Transportstellung; Breite/Länge kennen.
  2. Sichtlinie anfahren: Bis an die Halt-/Sichtlinie vorrollen, ggf. anhalten; Scheiben/Spiegel/Kameras sauber.
  3. Rundumblick: Spiegel → Schulterblick links/rechts; gesondert auf Rad-/Gehweg achten; Querung erst planen, wenn beide Richtungen frei sind.
  4. Blinken/Zeichen: Wenn du auf der Straße noch abbiegen musst (z. B. leichtes Links/​Rechts zum gegenüberliegenden Tor), rechtzeitig blinken; sonst kein irreführendes Signal geben.
  5. Lücke berechnen: Abstand so wählen, dass du komplett queren kannst (Traktor + evtl. Anhänger). Merksatz: „Lücke reicht, wenn niemand hinter mir bremsen muss.
  6. Zügig und gerade queren: In einem Zug, möglichst senkrecht (≈90°); Bordsteinkanten/Bankette mit geringem Lenkwinkel und konstanter, ruhiger Gasannahme überfahren.
  7. Abbruchregel: Wenn unsicher → anhalten, zurück an die Sichtlinie, neu ansetzen; bei sehr schlechter Sicht Einweiser einsetzen.
  8. Nach dem Queren: Blinker aus, Umgebung checken; prüfen, ob Reifen/Mudguards keine Verschmutzung auf die Fahrbahn eintragen.

3) Besondere Gefahrenpunkte


4) Typische Fehler/Mängel


5) Technik-/Vorbereitungscheck


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich fahre an die Sichtlinie vor, sichere Spiegel–Schulterblick–Umfeld, warte eine Lücke, die fürs komplette Queren reicht, und quere die Straße zügig im 90°‑Winkel ohne andere zu behindern oder zu gefährden.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Schrittgeschwindigkeit, Gang gewählt
  • [ ] Sicht frei: Fahrbahn + Rad-/Gehwege
  • [ ] Blinken nur, wenn Richtungsänderung nötig
  • [ ] Lücke groß genug für Traktor (+ Anhänger)
  • [ ] Gerade, zügig queren; kein Stopp auf der Fahrbahn
  • [ ] Fahrbahnverschmutzung vermieden/gesichert

Merker & Eselsbrücken

Medienideen für den Unterricht

Aktivierende Unterrichtsmethoden (Notiz)

Nutzen & Prüfungsbezug

Nutzen: Sicheres Queren schützt besonders gefährdete Verkehrsteilnehmende und verhindert Kollisionen in unübersichtlichen Bereichen.

Prüfungsbezug: In der Klasse T/L wird Blicktechnik, Lückenwahl, Fahrzeugführung (insb. mit Anhänger) und die Beachtung von § 10 überprüft.


Kleine Übungsfragen

1. Verkehrsbeobachtungen und Verkehrsverhalten, Zusammenstellen von Zügen

1.3 Abbiegen (auch unter Berücksichtigung ausschwenkender Teile)


1) Was ist beim Abbiegen besonders?


2) Schritt-für-Schritt: Richtig abbiegen

  1. Vorbereiten: Geschwindigkeit früh reduzieren, passenden Gang wählen; Anbaugeräte in Transportstellung und verriegelt; Spiegel/Kameras einstellen.
  2. Einordnen:
    • Rechtsabbiegen: so weit rechts wie sicher möglich einordnen, Radfahrende neben dir im Blick behalten (kein „Einscheren“ vor sie).
    • Linksabbiegen: zur Fahrbahnmitte, ggf. Linksabbiegestreifen nutzen; Gegenverkehr beachten.
  3. Blinken: rechtzeitig und deutlich (Faustregel: mind. 3 Sekunden vorher; innerorts ≈ 30 m, außerorts früher). Bremslicht frühzeitig.
  4. Blickfolge: Spiegel innen → außen → Schulterblick in Abbiegerichtung; bei Rechtsabbiegen zusätzlich Blick auf Rad-/Gehweg direkt neben dem Fahrzeug.
  5. Abbiegen:
    • Rechts: Innerorts mit Kfz > 3,5 t in Schrittgeschwindigkeit. So weit wie nötig ausholen, aber im eigenen Fahrstreifen bleiben; keine Gefährdung des Gegen-/Nachfolgenden Verkehrs.
    • Links: Gegenverkehr durchlassen; große Kurve fahren, damit Anhänger/Anbaugerät nicht den Bordstein/gegenüberliegenden Fahrstreifen schneidet.
  6. Ausschwenken sichern: Seitenabstand zu stehenden Fahrzeugen, Pfosten, Mauern einplanen; bei Zweifel anhalten und ggf. Einweiser einsetzen.
  7. Abschluss: Blinker selbsttätig aus? – prüfen. Spiegelkontrolle, Fahrtfluss aufnehmen.

3) Besondere Gefahrenpunkte


4) Typische Fehler/Mängel


5) Technik-/Vorbereitungscheck


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich ordne mich korrekt ein, blinke rechtzeitig, sichere Spiegel–Schulterblick, fahre die Kurve groß genug für Nachlauf und Ausschwenken und biege – innerorts mit > 3,5 t rechts in Schrittgeschwindigkeit – ab, ohne jemanden zu gefährden.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Anbaugerät verriegelt, Schwenkbereich frei
  • [ ] Einordnen richtig (rechts/links), Blinker rechtzeitig
  • [ ] Spiegelfolge + Schulterblick
  • [ ] Schrittgeschwindigkeit beim innerörtlichen Rechtsabbiegen (> 3,5 t)
  • [ ] Genügend Kurvenradius (Nachlauf/Ausschwenken)
  • [ ] Blinker aus, Fahrt aufnehmen

Merker & Eselsbrücken

Medienideen für den Unterricht

Aktivierende Unterrichtsmethoden (Notiz)

Nutzen & Prüfungsbezug

Nutzen: Richtiges Abbiegen verhindert Unfälle mit schwächeren Verkehrsteilnehmenden und Sachschäden durch ausschwenkende Teile.

Prüfungsbezug: Geprüft werden u. a. Einordnen, Zeichengebung, Blicktechnik, Geschwindigkeit (rechts innerorts ggf. Schrittgeschwindigkeit), Kurvenradius und Fahrzeugbeherrschung mit Anbaugerät/Gespann.


Kleine Übungsfragen

 

1. Verkehrsbeobachtungen und Verkehrsverhalten, Zusammenstellen von Zügen

1.4 Beobachtung nach hinten (Spiegel, Teleskopspiegel, toter Winkel)


1) Warum ist die Rückraumbeobachtung so wichtig?


2) Spiegelarten am Traktor (Beispiele)


3) Spiegel richtig einstellen – in 90 Sekunden

  1. Sitz & Haltung fixieren: Rücken am Sitz, beide Hände an einstellbarer Position, Gurte ggf. angelegt.
  2. Hauptspiegel links/rechts:
    • Eigene Fahrzeugkante/Heck schmal im inneren Spiegelrand sichtbar (ca. 1–2 cm).
    • Horizont etwa Mitte des Spiegels.
    • Rechter Fahrbahnrand im äußeren Drittel des rechten Spiegels.
  3. Weitwinkel-/Rampenspiegel:
    • So einstellen, dass du den Nahbereich neben Hinterrad/Anbaugerät siehst.
    • Überlappung mit Hauptspiegel – keine Lücke dazwischen.
  4. Teleskopspiegel ausziehen:
    • Spiegelarme so weit herausziehen, dass die äußerste Breite (z. B. Spritzgestänge/Frontlader) im Spiegel erfasst wird.
    • Arretierung verriegelt? – prüfen (Vibration!).
  5. Kontrollblick: kurze Probefahrt, Spiegelbild prüfen – sind Radweg, Hinterrad, Anhänger‑Ecken und Außenkante der Anbaugeräte sichtbar?

4) Blickfolge & Häufigkeit


5) Typische tote Winkel am Traktor


6) Praxis: Sicher fahren mit breiten/auskragenden Teilen

  1. Vor Fahrtbeginn: Spiegel sauber? Heizung/Entfrostung ok? Kameralinsen sauber?
  2. Breite prüfen: Wenn Anbaugerät breiter als der Traktor ist → Teleskopspiegel raus, beide Außenkanten müssen im Spiegel abgedeckt sein.
  3. Abbiegen/Einordnen: Schrittgeschwindigkeit rechts innerorts bei >3,5 t; Blickfolge strikt, ggf. Einweiser nutzen.
  4. Rückwärts/Rangieren: Wenn unsicher → anhalten, absteigen, Absichern, Einweiser/Kamera einsetzen.

7) Häufige Fehler


Prüfungskern – in einem Satz

„Ich stelle Haupt‑, Weitwinkel‑ und Teleskopspiegel so ein, dass es keine Lücken gibt, kontrolliere den Rückraum alle 5–10 Sekunden, sichere vor jedem Abbiegen mit Spiegeln, ggf. Monitor und Schulterblick – bei Unsicherheit halte ich an und nutze einen Einweiser.“

Optional: Kurz-Checkliste zum Abhaken
  • [ ] Sitz passt, Spiegel sauber/Heizung ok
  • [ ] Hauptspiegel: Fahrzeugkante schmal sichtbar, Horizont mittig
  • [ ] Weitwinkel: Nahbereich ohne Lücke
  • [ ] Teleskopspiegel: auf Gerätebreite ausgezogen und verriegelt
  • [ ] Blickfolge geübt: Innen → rechts → links → Schulterblick
  • [ ] Anhalten/Einweiser bei Unsicherheit

Medienideen für den Unterricht

Aktivierende Unterrichtsmethoden (Notiz)

Kleine Übungsfragen

 

1. Verkehrsbeobachtungen und Verkehrsverhalten, Zusammenstellen von Zügen

1.5 Fahrbahnbenutzung


1) Grundregeln auf einen Blick

2) Mehrspurige Straßen – welche Spur?

3) Radwege, Schutzstreifen, Seitenstreifen, Bankett

4) Enge Landstraßen und Begegnung

5) Autobahn/Kraftfahrstraße (StVO § 18)

6) Besondere Situationen mit Anbaugeräten/Gespann

7) Typische Fehler (und Vermeidung)


Prüfungskern

Praxis-Drill „Fahrbahnbenutzung“ in 90–120 s
  1. Streckenabschnitt mit Schutzstreifen/Engstelle wählen, Tempo anpassen.
  2. Rückraum prüfen, Spiegelbild stabil, Teleskopspiegel auf Breite verriegelt.
  3. Fahrlinie so legen, dass Schutzstreifen frei bleibt; bei Begegnung ggf. vor der Engstelle warten.
  4. Bei Spurwechsel: Blickfolge komplett → Blinken → Wechsel → Blinken aus.
  • [ ] Rechte Spur genutzt, Randbereiche frei
  • [ ] Schutzstreifen nicht dauerhaft befahren
  • [ ] Reißverschluss korrekt
  • [ ] § 18-Regel sicher abrufbar (> 60 km/h bbH)

Nutzen & Kontrollintervall

Nutzen: Sichere und regelkonforme Fahrlinie, Schutz schwächerer Verkehrsteilnehmender, weniger Sachschäden durch Ausschwenken/Schleppkurve.

Kontrollintervall: Vor jeder Fahrt Spiegel-/Breitencheck; bei Routen mit Engstellen wöchentlich Streckenplanung prüfen (Baustellen/Sperrungen); Autobahn/Kraftfahrstraße nur nach bbH‑Check.

Kleine Übungsfragen

1. Verkehrsbeobachtungen und Verkehrsverhalten, Zusammenstellen von Zügen

1.6 Sonstige Pflichten von Führern langsamer Fahrzeuge bei Kolonnenbildung


1) Was bedeutet Kolonnenbildung?

Mehrere Fahrzeuge reihen sich hinter dir ein, weil du deutlich langsamer fährst (z. B. Traktor mit Anbaugerät, Erntezug). Der nachfolgende Verkehr möchte überholen, findet aber nicht genug sichere Gelegenheiten.

2) Deine Pflichten im Überblick (Muss)

3) „Gute Praxis“: Kolonne kontrolliert auflösen (Soll)

Wenn die Schlange lang wird, nutze geeignete Stellen, um den Verkehr vorbeizulassen:

4) Planung hilft Kolonnen vermeiden

5) Typische Fehler – und die Lösung


Prüfungskern (Merksatz)

„Ich halte ein gleichmäßiges, angemessenes Tempo, fahre rechts, beschleunige beim Überholtwerden nicht und lasse die Kolonne an geeigneter Stelle kontrolliert vorbeiziehen – ohne verbotene Randflächen zu benutzen.“

Praxis‑Drill „Kolonne lösen“ (60–90 s)
  1. Gerade mit guter Sicht wählen, Ausweichmöglichkeit erkennen.
  2. Rückraum: Innen-/Außenspiegel → Schulterblick; rechts blinken.
  3. Sanft abbremsen, weit rechts anhalten, Räder gerade, ggf. Warnblinker bei starker Verzögerung.
  4. Kolonne passieren lassen; danach Rückraum prüfen, links blinken, sicher einfädeln.
  • [ ] Kein Rad-/Schutzstreifen/Seitenstreifen genutzt
  • [ ] Nicht beschleunigt beim Überholtwerden
  • [ ] Stelle war übersichtlich und tragfähig

Kleine Übungsfragen

 

1. Verkehrsbeobachtungen und Verkehrsverhalten, Zusammenstellen von Zügen

1.7 Zusammenstellen von Zügen


1) Wichtige Bauteile & Begriffe

2) Schritt‑für‑Schritt: Zug korrekt zusammenstellen

  1. Papiere checken: Zulassungsbescheinigung Teil I (Traktor/Anhänger) → zul. Anhängelast, Stützlast, Gesamtmasse, bbH (bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit) vergleichen.
  2. Kupplungs‑Kompatibilität: Kupplungstyp (K50/K80 etc.) und Höhe zur Zugöse passend; Verschleißmaß am Fangmaul/Öse ok; Bolzen und Sicherung einwandfrei.
  3. Kuppeln: Gerade anfahren → Fangmaul öffnen → langsam einrücken → Einrast‑Kontrolle (optisch + hörbar) → Sicherung einlegen/ kontrollieren → Stützrad ganz hoch.
  4. Abreißsicherung: Richtig einhängen/fixieren (eigenständiger Punkt, nicht um den Kupplungsbolzen).
  5. Bremse/E‑Anschluss: Leitungen drucklos kuppeln (Hydraulik/Air); E‑Stecker verbinden; Leitungen spannungsfrei verlegen, keine Scheuerstellen/Knicks.
  6. Bremsprobe: Standprobe (Halten am Hang/Handbremse) → Rollprobe 10–15 km/h: kräftig bremsen, Zug bleibt spurtreu, keine Blockier‑/Schlingerneigung.
  7. Ladung/Anbaugerät: Sicherung nach VDI 2700 (z. B. Zurrgurte, Rutschhemmung), Abdeckungen; Arbeitsgeräte in Transportstellung verriegeln.
  8. Beleuchtung/Kennzeichnung: Funktionstest; ggf. Geschwindigkeitsschild (z. B. 25/40/60) entsprechend der langsamsten Komponente; Warntafeln/Umrissleuchten/Reflektoren sauber.

3) Masse, Lasten, Werte – einfach erklärt

4) Bremsen, Lenkstabilität, Fahreindruck

5) Abmessungen, Sicht, Kennzeichnung

6) Typische Fehler – und wie du sie vermeidest


Prüfungskern (Merksatz)

„Ich kupple passende Systeme, sichere Bolzen/Abreißseil, halte Anhänge‑ und Stützlasten ein, mache Brems‑ und Lichtprobe und richte das Tempo nach der langsamsten Komponente – erst dann fahre ich los.“

Praxis‑Drill „Zug startklar“ (3–5 Min.)
  1. Papiere querchecken (Anhänge‑/Stützlast, bbH, Bremsart).
  2. Kuppeln → Sicherung → Abreißseil → Leitungen anstecken/legen.
  3. Standbremsprobe, Lichtprobe, Rollprobe 10–15 km/h.
  4. Ladung/Transportstellung kontrollieren → Spiegel/Kameras justieren → Tempo festlegen.
  • [ ] Kupplung/Öse passend und gesichert
  • [ ] S‑Last im Soll, Leitungen frei
  • [ ] Brems-/Lichtprobe ok
  • [ ] Tempo nach langsamster Komponente

Sinnvolle Medien zum Einbau

Kleine Übungsfragen

 

1. Verkehrsbeobachtungen und Verkehrsverhalten, Zusammenstellen von Zügen

1.8 Zusammenstellen von Zügen mit unterschiedlichen Bremsanlagen


1) Bremsarten kurz erklärt

2) Welche Kombinationen sind grundsätzlich möglich?

Faustregel: Traktor‑Bremssystem und Anhänger‑Bremssystem müssen zueinander passen – Adapter/Umsetzer nur mit zugelassener Ausrüstung und Eintragung verwenden.

Traktor Anhänger Praxis‑Einschätzung (immer Papiere prüfen!)
ohne Anhängerbremsanlage ungebremst Nur sehr leichte Anhänger innerhalb der ungebremsten Anhängelast → niedrige V‑Begrenzung.
hydraulisch (Einleiter) hydraulisch Gängig im landwirtschaftlichen Bereich → Vmax gem. Eintragung (oft 25–40 km/h).
hydraulisch Auflaufbremse Möglich, aber Anhänger bremst nur auflaufend → Masse/Tempo eng begrenzt, Papiere beachten.
hydraulisch pneumatisch (2‑Leiter) Nur mit zugelassenem Hydraulik‑/Luft‑Umsetzer (Systemwandler) und Eintragung.
pneumatisch (2‑Leiter) pneumatisch (2‑Leiter) Standard für höhere Vmax (z. B. 40/60 km/h) → modern, stabil, mit ALB.
pneumatisch (2‑Leiter) Auflaufbremse Möglich, aber der Anhänger nutzt die Druckluft nicht → Tempo/Masse begrenzt.
pneumatisch (Einleiter) pneumatisch (Einleiter) Bestand möglich, oft mit niedriger Vmax; Neuzusammenstellungen kritisch prüfen.

Nicht zulässig: Improvisierte Adapter (z. B. „Bastel‑Kupplungen“), gemischte Leitungen ohne Freigabe, blockierte/außer Funktion gesetzte Sicherheitsventile.

3) Schritt‑für‑Schritt: Gemischte Züge korrekt zusammenstellen

  1. Papiere prüfen: bbH, zul. Anhängelast(en), Bremsart am Traktor, Bremsart/zul. Geschwindigkeit am Anhänger, Eintragungen für Umsetzer/Adapter.
  2. Kompatibilität sicherstellen:
    • Kupplung passt (Typ, Höhe, Tragfähigkeit).
    • Bremsanschlüsse passen (hydraulisch/pneumatisch; bei 2‑Leiter: richtige Leitungen gemäß Herstellerkennzeichnung).
    • Kein Mischbetrieb ohne zugelassenes System (Hydraulik ↔ Druckluft).
  3. Kuppeln & Sichern: Fangmaul/Öse verriegeln; Auflaufbremse: Abreißseil fest am Traktor einhängen; Leitungen spannungsfrei verlegen.
  4. Leitungen verbinden:
    • Hydraulik: Kupplungen drucklos stecken, Dichtflächen sauber; dann Dichtheit prüfen.
    • Druckluft: Leitungen kuppeln, Vorratsdruck aufbauen (Kompressor/Behälter), Knicke vermeiden.
  5. Funktions-/Sicherheitscheck:
    • Auflauf: Freigängigkeit der Mechanik, Rückfahrautomatik, Abreißseil, Bremsprobe in der Rollprüfung.
    • Hydraulik: Bremsdruck baut sich sauber auf, hält den Zug; kein Volumenverlust, keine Leckage.
    • Pneumatik 2‑Leiter: Druck erreicht Sollwert; Dichtheit ok; Anhänger bremst bei Pedaldruck spürbar mit; automatische Vollbremsung bei Versorgungsdruckverlust funktionsbereit.
    • ALB: Gestänge/ Sensorik frei beweglich, nicht „festgebunden“; Stellwert zur Beladung passend.
  6. Bremsprobe:
    • Stand: Feststellbremse hält, Betriebsbremse baut Druck auf.
    • Fahrt: 10–15 km/h auf freier, gerader Strecke → kräftig bremsen: Zug bleibt spurtreu, kein Schlingern oder Aufschaukeln.
  7. Tempo festlegen: Es gilt die langsamste Komponente (Papiere/Schilder 25/40/60) und die Bremsart. Geschwindigkeitsschild am Heck passend anbringen.

4) Typische Grenzen (ohne Gewähr – immer Eintragung prüfen)

5) Sicherheit + Fehler vermeiden


Prüfungskern (Merksatz)

„Ich kombiniere nur passende Bremsanlagen, nutze zugelassene Umsetzer, prüfe Dichtheit und Funktion, stelle ALB passend ein und richte mein Tempo nach der langsamsten Komponente – erst dann fahre ich los.“

Praxis‑Drill „Bremsmix sicher fahren“ (3–5 Min.)
  1. Papiere checken (Bremsart, Vmax, Anhängelast, Umsetzer‑Eintrag).
  2. Kuppeln: Verriegelung, Abreißsicherung (bei Auflauf), Leitungen sauber verlegt.
  3. Systemtest:
    • Hydraulik: Pedaldruck halten → prüfe, ob Zug „steht“.
    • Pneumatik: Vorratsdruck erreichen → Bremsen ansprechen, Dichtheit.
    • Auflauf: Rollprobe, Rückfahrautomatik frei.
  4. ALB Sicht-/Funktionscheck bei beladen/leer.
  5. Roll‑Bremsprobe 10–15 km/h, dann Geschwindigkeitsschild/Tempo bestätigen.
  • [ ] Bremsarten passend/zugelassen
  • [ ] Leitungen dicht, spannungsfrei
  • [ ] ALB funktionsfähig
  • [ ] Bremsprobe i. O., Tempo festgelegt

Kleine Übungsfragen

 

1. Verkehrsbeobachtungen und Verkehrsverhalten, Zusammenstellen von Zügen

1.9 Achsenabhängig (ein- oder mehrachsig)


1) Einachsig vs. mehrachsig – was ist was?

2) Auswirkungen auf Fahrdynamik und Kurvenfahrt

3) Beladung und Stützlast (S)

4) Bremsen je nach Achskonzept

5) Reifen, Bodenschonung, Baugruppen

6) Fahrstrategie und Tempo

7) Kuppeln, Prüfen, Losfahren – achsbezogene Checkliste

Prüfungskern (30–180 s)

Praxis‑Drill (3–5 Min.)
  1. Zwei Anhänger wählen: Einachser und Tandem.
  2. Papierscan: Achsen, S‑Last, Vmax, Bremsart notieren.
  3. Beladung simulieren: Palette versetzen → S‑Last/Verhalten vergleichen.
  4. 90°‑Hofkurve fahren: Reifen‑/Leitungsverhalten beobachten; Lenkachse ggf. sperren.
  5. Rollbremsprobe je Anhänger bei 10–15 km/h.
  • [ ] S‑Last im Soll
  • [ ] ALB/Lenkachse funktionsfähig
  • [ ] Leitungen frei bei Volleinschlag
  • [ ] Tempo nach strengster Komponente festgelegt

Kleine Übungsfragen

Nutzen & Kontrollintervall

 

1. Verkehrsbeobachtungen und Verkehrsverhalten, Zusammenstellen von Zügen

1.10 Selbstfahrende Arbeitsmaschine (auch mit Anhänger, Zuggabel, Anhängerkupplung, Stützrad bei Einachsanhängern)


1) Was ist eine SAM? Typische Beispiele

2) Darf deine SAM einen Anhänger ziehen?

3) Anhängerkupplung an der SAM – das musst du prüfen

4) Zuggabel/Zugöse am Anhänger – sicher kuppeln

5) Stützrad am Einachsanhänger – richtig einsetzen

6) Bremsanlagen – was passt zu was?

7) Elektrik, Beleuchtung, Abmessungen

8) Kuppeln – Schritt für Schritt

  1. Stand sichern: SAM gegen Wegrollen, Anhänger mit Unterlegkeil sichern.
  2. Höhe stellen: Deichsel mit Stützrad auf Kupplungshöhe bringen (waagrecht).
  3. Kuppeln: Langsam anfahren, einrasten lassen, Verriegelung sichtbar prüfen.
  4. Abstützung: Stützrad ganz hoch, fest arretieren; Unterlegkeil entnehmen (oder mitführen).
  5. Sicherung/Bremsen: Abreißseil (bei Auflauf) richtig einhängen; Bremsleitungen (Hydraulik/Luft) anschließen und Dichtheit prüfen.
  6. Elektrik: Stecker verbinden; Kabelweg und Freigang checken.
  7. Funktionsprobe: Lichtprobe; Standbremsprobe; Rollbremsprobe bei 10–15 km/h auf freier Fläche.

9) Fahren mit SAM‑Zug – besondere Hinweise

10) Kurz‑Check vor Abfahrt (90 Sekunden)

11) Praxis‑Drill (3–5 Min.)

  1. SAM + Einachsanhänger: Kuppeln nach Schrittfolge, Stützrad richtig einsetzen.
  2. Bremsen: Dichtheitscheck (Hydraulik/Luft) und Rollbremsprobe 10–15 km/h.
  3. Kurvenfahrt: 90°‑Hofkurve im Schritttempo – auf Leitungen/Reifenschlupf achten.
  4. Reflexion: Wo ist der Unterschied zur Kopplung an einen Traktor?

12) Kleine Übungsfragen

 

1. Verkehrsbeobachtungen und Verkehrsverhalten, Zusammenstellen von Zügen

1.11 Beachtung der fahrzeugbezogenen Vorschriften


1) Unterlagen und Zulassung

2) Technische Mindestanforderungen (Straßenbetrieb)

3) Abmessungen, Massen, Ladung

4) Kennzeichnung und Geschwindigkeit

5) Besonderheiten je Fahrzeugart

6) Mitzuführen (Ausrüstung)

7) 90‑Sekunden‑Check vor der Abfahrt

8) Praxis‑Drill (3–5 Min.)

  1. Papierscan: bbH, Achs-/Stützlast, zul. Anhängelast, Kupplungstyp notieren.
  2. Rundgang nach Checkliste durchführen (Zeit stoppen).
  3. Rollbremsprobe mit leerem und beladenem Anhänger vergleichen (ALB‑Wirkung beobachten).

Kleine Übungsfragen

 

1. Verkehrsbeobachtungen und Verkehrsverhalten, Zusammenstellen von Zügen

1.12 Zulassungsfreiheit und Zulassungspflicht (auch bei Anhängern); Geschwindigkeitsschilder, Fabrikschild, vorgezogene Untersuchungen


1) Begriffe kurz erklärt

2) Entscheidungslogik: Zulassung ja oder nein?

  1. Unterlagen checken: Gibt es eine Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein)? → Dann ist das Fahrzeug/der Anhänger zugelassen.
  2. Wenn keine ZB I: Liegen ABE/COC vor und ist ein 25/40/60‑Geschwindigkeitsschild vorhanden? → Hinweis auf zulassungsfrei (je nach Fahrzeugart/Einsatz).
  3. Einsatzzweck prüfen: Ausschließlich land‑/forstwirtschaftlicher (LoF) Einsatz oder Arbeitsmaschine? → Häufig Sonderregeln (teils zulassungsfrei). Anderer Einsatz kann Zulassungspflicht auslösen.
  4. bbH/Technik: Höhere bbH, Druckluftbremsen, hoher zGG → oft zulassungspflichtig (v. a. bei Transportanhängern).
  5. Im Zweifel: In die Papiere/Herstellerunterlagen schauen oder bei Zulassungsstelle/Fachbetrieb nachfragen.

3) Anhänger – typische Fälle

4) Geschwindigkeitsschilder (25/40/60)

5) Fabrikschild/Typenschild finden und lesen

6) Vorgezogene Untersuchungen (HU/SP/UVV) – Praxisregel

7) 90‑Sekunden‑Check: Zulassung & Kennzeichnung

8) Praxis‑Drill (3–5 Min.)

  1. Finde am Anhänger das Fabrikschild und lies zGG, Achslasten, ggf. bbH ab.
  2. Entscheide: zulassungspflichtig oder zulassungsfrei? Begründe mit Unterlagen.
  3. Bestimme die Zuggeschwindigkeit (schwächstes Glied) und bringe das passende Schild an.
  4. HU‑Termin prüfen: Lohnt sich eine vorgezogene HU jetzt schon?

Kleine Übungsfragen

 

1. Verkehrsbeobachtungen und Verkehrsverhalten, Zusammenstellen von Zügen

1.13 Kennzeichnungspflichten

1) Standard‑Kennzeichnung am Fahrzeug/Anhänger

2) Geschwindigkeitsschilder nach § 58 StVZO

3) Anbau‑/Arbeitsgeräte (Front/Heck)

4) Ladungs‑Überstand nach StVO § 22

5) Umriss‑, Park‑ und Warnleuchten

6) 90‑Sekunden‑Check vor Fahrtbeginn

Kleine Übungsfragen

 

1. Verkehrsbeobachtungen und Verkehrsverhalten, Zusammenstellen von Zügen

1.14 Kenntlichmachung von verkehrsgefährdenden Fahrzeug- oder Anbauteilen


1) Was heißt „verkehrsgefährdend“?

2) Anbaugeräte: Wann sind Zusatz‑Leuchten/Warntafeln Pflicht?

3) Ladung vs. Anbaugerät – nicht verwechseln!

4) So bringst du Warntafeln korrekt an

  1. Links/Rechts beachten: Streifen zeigen nach außen/unten (vorn und hinten symmetrisch). ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/BJNR067910012.html?utm_source=openai))
  2. Höhe: so tief wie möglich, max. 1 000 mm. ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/BJNR067910012.html?utm_source=openai))
  3. Umriss: mit der äußeren Kontur abschließen; nichts Wichtiges verdecken (Kennzeichen, Rückstrahler). ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/BJNR067910012.html?utm_source=openai))
  4. Leuchten: Bei seitlichem Überstand: vorn weiß, hinten rot; Leitungen und Stecker gegen Abreißen sichern. ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/BJNR067910012.html?utm_source=openai))

5) Typische Beispiele (LoF‑Praxis)

6) 60‑Sekunden‑Check vor Fahrtbeginn

Kleine Übungsfragen

 

1. Verkehrsbeobachtungen und Verkehrsverhalten, Zusammenstellen von Zügen

1.15 Überbreite, Überlänge, Zwillingsräder


1) Kerngrenzwerte nach StVZO

2) So wird gemessen – was zählt mit?

3) „Überbreite“/„Überlänge“ – was ist ohne/mit Genehmigung erlaubt?

4) Zwillingsräder (Zwillingsbereifung)

5) Fahr‑ und Sicherheitsregeln bei großen Abmessungen

6) 60‑Sekunden‑Check vor Fahrtbeginn

Kleine Übungsfragen

 

2. Technik und Sicherungseinrichtungen

Wissen Klasse T

2. Technik und Sicherungseinrichtungen

2.1 Bremsen


1) Wichtige Begriffe & Systemübersicht

2) Schritt‑für‑Schritt: Sicher bremsen

  1. Blick & Vorbereitung: Weit voraus schauen, früh Gas weg. Beide Hände ans Lenkrad.
  2. Normale Bremsung: Druck stetig steigern. Kupplung erst spät treten, damit die Motorbremse mitwirkt.
  3. Gefahrbremsung: Bremse voll durchtreten, Kupplung zügig dazu, damit der Motor nicht abwürgt. Mit ABS: Pedal halten und dorthin lenken, wo du hinwillst. Ohne ABS: Treten und festhalten, lenken ist nur möglich wenn die Bremse gelöst wird!
  4. Mit Anhänger/Zug: Gerade halten, keine ruckartigen Lenkbewegungen. Tempo früh reduzieren, Abstand vergrößern.
  5. Bergab: Rechtzeitig einen kleinen Gang wählen, Zusatz-/Motorbremse nutzen, keine Dauer‑Schleichbremsung (Überhitzungsgefahr).

3) Physik und Faustformeln – einfach erklärt

4) Einflussfaktoren auf den Bremsweg

5) Prüfungen/Checks und Bremsprobe

6) Typische Fehler – und wie du sie vermeidest


Prüfungskern (Merksatz)

„Ich bremse vorausschauend und dosiert, halte Abstand, nutze bergab die Motorbremse und mache vor der Fahrt eine Bremsprobe. In Gefahr: voll bremsen, Kupplung zügig, blickführen und lenken.“

Praxis‑Drill „Brems‑Check & Bremsprobe“ (3–5 Min.)
  1. Kontrollleuchten prüfen (ABS aus, keine Warnung), Pedalgefühl testen.
  2. Hydraulik/Luft: Füllstand/Druck i. O.; Leitungen dicht und spannungsfrei.
  3. Feststellbremse: Hält sicher am leichten Hang.
  4. Rollprobe 10–15 km/h: Kräftig bremsen → Spurtreue prüfen; mit ABS Pedal halten.
  5. Bergab‑Strategie festlegen: passender Gang + Motorbremse.
  • [ ] Pedal fest, Weg normal
  • [ ] Warnlampen aus, Druck/Füllstand i. O.
  • [ ] Leitungen dicht/korrekt verlegt
  • [ ] Rollprobe spurtreu bestanden
  • [ ] Bergab‑Plan steht

Sinnvolle Medien zum Einbau

Kleine Übungsfragen

Hinweis: Spezielle Bremsanlagen (Auflauf-, hydraulische, Druckluft‑, elektrische Systeme, ALB/EBS) und deren Besonderheiten folgen in den nächsten Abschnitten zu 2.x.

2. Technik und Sicherungseinrichtungen

2.1.1 Betriebsbremse, hydraulische Bremse


1) Aufbau & Begriffe

2) Bedienung & Fahrtechnik

  1. Vor Fahrtbeginn: Pedalweg prüfen (fest, nicht schwammig), Warnlampen aus, Bremsflüssigkeitsstand zwischen MIN/MAX.
  2. Normale Bremsung: Druck gleichmäßig aufbauen; Kupplung erst kurz vor Stillstand, damit die Motorbremse mithilft.
  3. Gefahrbremsung: Bremse voll, Kupplung zügig dazu; mit ABS: Pedal halten und lenken.
  4. Bergab: Früher, kleiner Gang + Motor-/Getriebebremse einsetzen; keine Dauer‑Schleichbremsung (Fading‑Gefahr).
  5. Mit Anhänger/Zug: Gerade halten, Abstand vergrößern, Tempo früh senken. Bremsprobe durchführen (s. u.).
  6. Traktor‑Spezial: Straßenfahrt nur mit gekoppelten Pedalen; getrennt nur für langsame Feldmanöver auf abgesperrtem Gelände.

3) Typische Störungen – erkennen & reagieren

4) Pflege/Wartung – was du prüfen solltest

5) Bremsprobe mit Zugfahrzeug (hydraulische Betriebsbremse)


Prüfungskern (Merksatz)

„Ich fahre mit gekoppelten Pedalen auf der Straße, prüfe Pedal, Bremsflüssigkeit und Warnlampen, bremse früh und dosiert und nutze bergab die Motorbremse. In Gefahr: voll bremsen, Kupplung zügig, lenken.“

Praxis‑Drill „Hydraulik‑Betriebsbremse“ (3–5 Min.)
  1. Flüssigkeitsstand checken, Pedalgefühl testen, Straßenfahrt: Pedale koppeln.
  2. Standprobe am leichten Hang; anschließend Rollprobe 10–15 km/h.
  3. Bergab‑Plan: kleiner Gang, Motor-/Getriebebremse; keine Dauerbremsung.
  4. Nach Probe: Sichtkontrolle auf Leckspuren/Überhitzungsgeruch.
  • [ ] Pedal fest, Weg normal
  • [ ] Bremsflüssigkeit i. O.
  • [ ] Pedale gekoppelt (Straße)
  • [ ] Stand‑/Rollprobe bestanden
  • [ ] Bergab‑Strategie festgelegt

Sinnvolle Medien zum Einbau

Kleine Übungsfragen

Hinweis: Rechtsgrundlagen u. a. StVZO § 41 (Bremsanlagen). Die hydraulische Anhängerbremse (Einleiter) und andere Bremssysteme behandeln wir in den nächsten Unterkapiteln 2.1.x.

2. Technik und Sicherungseinrichtungen

2.1.2 Druckluftbremse


1) Aufbau & Begriffe

2) Richtig kuppeln & in Betrieb nehmen

  1. Papiere/Kompatibilität: Traktor/Anhänger beide Zweileiter? Kupplungen/Schlauchlängen passend? Abreißsicherung vorhanden?
  2. Drucklos kuppeln: Schmutz von den Köpfen wischen. Leitungen spannungsfrei führen (keine Knicke/Scheuerstellen).
  3. Reihenfolge: Erst gelb (Steuer), dann rot (Vorrat) kuppeln. Rot ist nie allein! Bei Duomatic: sauber mittig einrasten lassen.
  4. Druck aufbauen: Warten, bis Betriebsdruck erreicht ist (Anzeige im grünen Bereich, Warnlampe aus).
  5. Dichtheit prüfen: Horchen, Sichtkontrolle; Pedal drücken und halten → Druck bleibt stabil, kein deutliches Nachpumpen.
  6. Leitungen sichern: So verlegen, dass auch bei Volleinschlag/Ein- und Ausfederung nichts spannt.

3) Fahrtechnik & Sicherheit

4) Typische Fehlerbilder & wie du reagierst

5) Pflege & Wartung

6) Bremsprobe mit Zweileiter‑Anlage (kurz & praxisnah)


Prüfungskern (Merksatz)

„Ich kupple rot vor gelb, warte den Betriebsdruck ab, prüfe Dichtheit und mache eine Stand‑ und Rollprobe. Bergab nutze ich die Motorbremse – Vollbremsung: Pedal halten und lenken.“

Praxis‑Drill „Druckluft – Startklar in 3–5 Min.“
  1. Köpfe reinigen, rotgelb kuppeln (oder Duomatic sauber einrasten), Abreißsicherung an festem Punkt.
  2. Betriebsdruck abwarten, Warnlampe aus; Leitungen spannungsfrei prüfen.
  3. Standprobe + Rollprobe (10–15 km/h) durchführen.
  4. Sicht-/Horchkontrolle: keine Lecks, keine Scheuerstellen.
  • [ ] Rot/Gelb korrekt gekuppelt
  • [ ] Betriebsdruck i. O., Warnung aus
  • [ ] Dichtheit gegeben
  • [ ] Stand‑/Rollprobe ok
  • [ ] Leitungen frei verlegt

Sinnvolle Medien zum Einbau

Kleine Übungsfragen

Hinweis: Rechtsgrundlagen u. a. StVZO § 41 (Bremsanlagen), technische Auslegung meist nach ECE‑R13. Details zu Einleiter/ALB‑Einstellung kommen in den folgenden 2.1.x‑Abschnitten.

2. Technik und Sicherungseinrichtungen

2.1.3 Auflaufbremse und Feststellbremse


1) Auflaufbremse – Prinzip & Aufbau

2) Feststellbremse – Zweck & Handhabung

3) Praxis: Kuppeln, Check & Bremsprobe

  1. Vorbereitung: Anhänger gegen Wegrollen sichern (Feststellbremse + Keile). Kugelkopf/ Kupplung sauber, Stützlast im Blick.
  2. Ankuppeln: Kupplung ganz aufsetzen, Verriegelung einrasten, optische/ mechanische Anzeige kontrollieren. Stützrad hochkurbeln und sichern.
  3. Wenn Abreißseil: An fester Öse/Adapter am Zugfahrzeug befestigen; Leitung spannungsfrei verlegen.
  4. Lösen der Trailer‑Feststellbremse: Erst wenn alles korrekt verriegelt ist und das Zugfahrzeug gesichert steht.
  5. Funktionscheck: Rollprobe 10–15 km/h auf freier Fläche: kräftig bremsen → Zug bleibt spurtreu, kein Schlingern, keine ungewöhnlichen Geräusche.

4) Fahrtechnik mit Auflaufbremse

5) Typische Fehlerbilder & Reaktion

6) Wartung & Pflege (kurz)


Prüfungskern (Merksatz)

„Auflaufbremse: sanft vorausschauend bremsen, bergab Motorbremse. Abreißseil an fester Öse sichern. Feststellbremse nur im Stand – beim Kuppeln immer zuerst das Zugfahrzeug sichern.“

Praxis‑Drill „Auflauf + Feststellbremse“ (3–5 Min.)
  1. Zugfahrzeug fest (Parkbremse), Trailer gesichert (Feststellbremse + Keil).
  2. Ankuppeln, Verriegelung prüfen, Stützrad hoch; Abreißseil korrekt einhängen.
  3. Trailer‑Feststellbremse lösen, kurze Rollprobe 10–15 km/h, kräftig bremsen.
  4. Nachprobe: Sicht/Horch – keine Klapper‑ oder Schleifgeräusche, Deichsel bewegt sich gedämpft.
  • [ ] Kupplung verriegelt
  • [ ] Abreißseil fest am Fahrzeugpunkt
  • [ ] Stützrad gesichert
  • [ ] Rollprobe spurtreu
  • [ ] Keine ungewöhnlichen Geräusche/Vibrationen

Kleine Übungsfragen

Hinweis: Rechtsgrundlagen u. a. StVZO § 41 (Bremsanlagen). Details zu besonderen Varianten (z. B. hydraulisch betätigte Auflaufbremsen, Sonderkupplungen) behandeln wir in späteren Unterkapiteln.

2. Technik und Sicherungseinrichtungen

2.1.4 Einzelradbremsen


1) Begriff & Abgrenzung

Einzelradbremsen sind Bremsen, die an jedem Rad wirken. Heute Standard bei Pkw, Lkw, Anhängern und modernen Traktoren. Sie ersetzen bzw. ergänzen ältere Zentral‑/Getriebebremsen, die nur auf eine Welle wirkten.

2) Bauarten der Radbremsen

Bauart Wirkprinzip Stärken Typische Fahrzeuge
Scheibenbremse (Festsattel/Schwimmsattel) Beläge pressen auf Bremsscheibe → Reibung gute Kühlung, standfest, leicht dosierbar vorn bei Pkw/Lkw fast immer; hinten oft auch
Trommelbremse (Simplex/Duplex) Bremsbacken drücken nach außen in Trommel selbstverstärkend, geschützt gegen Schmutz häufig an Hinterachsen, leichtere Anhänger
Nasslamellenbremse (Ölbad) Mehrere Lamellenpakete im Achs‑/Nabenöl sehr haltbar, unempfindlich, hohe Dauerlast Traktoren, Baumaschinen, schwere Achsen

3) Bedienung & Fahrtechnik (Praxis)

4) Typische Fehlerbilder & was du merkst

5) Wartung & Einstellung (Kurzüberblick)


Prüfungskern (Merksatz)

„Einzelradbremsen arbeiten an jedem Rad – für Spurtreue und kurze Bremswege. Probe bremsen, auf gleichmäßige Wirkung achten; bergab Motorbremse. Traktor‑Pedale auf der Straße koppeln.“

Praxis‑Drill „Radbremsen checken“ (2–3 Min.)
  • [ ] Sichtcheck: Leitungen/Schläuche, keine Lecks
  • [ ] Pedalweg/Druck i. O., Warnlampen aus
  • [ ] Rollprobe 10–15 km/h: spurtreu, kein Ziehen
  • [ ] Nach Bremsung: kein Geruch/Qualm, keine ungewöhnlichen Geräusche

Kleine Übungsfragen

Hinweis: Rechtsgrundlagen u. a. StVZO § 41 (Bremsanlagen); technische Anforderungen z. T. nach ECE‑R13. Details zur Einstellung von Verteilsystemen/ALB kommen in späteren Abschnitten.

2. Technik und Sicherungseinrichtungen

2.1.5 Unterlegkeile


1) Zweck & Rechtsgrundlage

2) Anzahl – so viele Keile sind vorgeschrieben

Rechtsgrundlage: § 41 Abs. 14 StVZO. Entscheidend sind Bauart und Achszahl. ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__41.html?utm_source=openai))

Merke zur Einordnung: Trifft mehr als eine Regel zu (z. B. dreiachsiger Anhänger und Starrdeichsel), gilt die höhere Keilzahl (= 2).

3) Typfälle – schneller Überblick

Fall Beispiel Pflicht
1‑achsiger Zentralachsanhänger, 1 300 kg Pkw‑Kastenanhänger mit Kugelkupplung 2 Keile
2‑achsiger Drehschemelanhänger, 4 000 kg Traktoranhänger mit Lenkdeichsel 1 Keil
3‑achsiger Tieflader Baumaschinentransporter 2 Keile
Sattelanhänger Sattelauflieger 2 Keile
Pkw‑Anhänger ≤ 750 kg Leichter Freizeitanhänger keine Pflicht (Empfehlung: 1 Keil)

4) Richtige Anwendung (Praxis)


Prüfungskern (Merksatz)

„Sattel immer 2 Keile. Starr-/Zentralachse > 750 kg: 2 Keile. Zweiachsiger Drehschemel > 750 kg: 1 Keil. Drei+ Achsen: 2 Keile. Keil talwärts anlegen – Halter ohne Haken/Ketten.“

Praxis‑Drill „Keile richtig einsetzen“ (2–3 Min.)
  1. Standplatz prüfen (Neigung/Untergrund). Feststellbremsen setzen.
  2. Erforderliche Keilanzahl bestimmen (Bauart/Achszahl). ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__41.html?utm_source=openai))
  3. Keil(e) talwärts anlegen; bei starkem Gefälle doppelt sichern.
  4. Nach Abkuppeln: Standsicherheit prüfen; Keile vor dem Wegfahren aufnehmen und im Halter verstauen. ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__41.html?utm_source=openai))
  • [ ] Richtige Anzahl an Bord
  • [ ] Halterung i. O., kein Klappern
  • [ ] Keil(e) richtig positioniert

Sinnvolle Medien zum Einbau

Kleine Übungsfragen

  1. Ein 1‑achsiger Zentralachsanhänger (1 300 kg) hinter dem Pkw: Wie viele Keile sind mitzuführen?
  2. Ein 2‑achsiger Drehschemelanhänger (4 000 kg) hinter dem Traktor: Wie viele Keile?
  3. Ein 3‑achsiger Tieflader: Keilanzahl?
  4. Wo legst du den Keil an, wenn der Anhänger bergab zeigt?

Lösungen (kurz): 1) 2 Keile. 2) 1 Keil. 3) 2 Keile. 4) An die talwärts stehende Reifenseite.

Rechtsverweise: § 41 Abs. 14 StVZO (Unterlegkeile – Anzahl, Halterung); § 31b StVZO (Vorzeigen mitzuführender Gegenstände). ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__41.html?utm_source=openai))

2. Technik und Sicherungseinrichtungen

2.2 Lenkung


1) Aufgabe & Aufbau (kurz erklärt)

2) Typische Lenkungsarten (Fahrzeugklassen)

3) Funktionsprüfung vor der Fahrt (2–3 Minuten)

  1. Standcheck (Motor aus):
    • Lenkrad spielfrei? Keine „toten“ Bereiche spürbar.
    • Geräusche? Kein Knacken, Schleifen in der Lenksäule.
    • Faltenbälge an Spurstangen/Lenkgetriebe dicht und unbeschädigt.
  2. Servocheck (Motor an, im Stand):
    • Lenken geht leicht und gleichmäßig nach links/rechts.
    • Lenkrad kurzfristig bis Anschlag drehen, aber nicht lange halten (Öl/Antrieb nicht überlasten).
    • Warnlampen (Lenksymbol/ESP) aus; EPS‑Störung? → Werkstatt.
  3. Lenkspiel:
    • Im Stand leicht hin und her Lenken - bewegt sich der Lenker, aber der Reifen nicht, gibt es Lenkspiel
    • Festen Punkt, z.B. Blinkerhebel zum abschätzen nutzen - maximal 3cm Lenkspiel ist erlaubt (2-3 Finger breit)
  4. Rollprobe (5–15 km/h, gerade Strecke):
    • Fahrzeug hält Spur, zieht nicht einseitig.
    • Lenkrad zentriert selbstständig nach Geradeausfahrt.
    • Keine Vibrationen/„Flattern“ im Lenkrad.
  5. Wenn hydraulisch: Servoflüssigkeit zwischen MIN–MAX (bei EPS: kein Vorratsbehälter vorhanden – normal!).

4) Häufige Mängel – Symptome & Folgen

5) Bedienungstechnik – so lenkst du sicher

6) Besonderheiten Lkw/Traktor/Anhänger

7) Mini‑Checkliste „Lenkung i. O.“

8) Prüfungskern (Merksatz)

„Lenkung muss spielfrei, leichtgängig und selbstzentrierend sein – keine Geräusche, keine Lecks. Bei großen Lenkwinkeln übergreifend lenken, Daumen außen.“

9) Kleine Übungsfragen

  1. Woran erkennst du in der Rollprobe, dass die Lenkung technisch in Ordnung ist?
  2. Warum solltest du am Anschlag nicht lange „gegenhalten“?
  3. Welche Symptome deuten auf zu großes Lenkspiel hin?
  4. Was unterscheidet EPS von hydraulischer Servolenkung – und was bedeutet das für die Sichtprüfung?
  5. Wie prüfst du bei einem Anhänger mit Nachlaufachse die Funktion vor dem Rückwärtsfahren?

Rechtsbezug: Lenkanlagen müssen betriebssicher und nahezu spielfrei sein (StVZO, anerkannte Regeln der Technik; Bau- und Funktionsanforderungen u. a. nach ECE‑R 79). Im Zweifel: Werkstattprüfung/Achsvermessung veranlassen.

2. Technik und Sicherungseinrichtungen

2.3 Räder/Bereifung


1) Aufgabe & Grundbegriffe

2) Rechtliche Basics (Deutschland)

3) Reifen richtig lesen (Beispiel)

205/55 R16 91V M+S 3PMSF

4) Praxis: Kontrolle vor der Fahrt (2–3 Min.)

  1. Rundum‑Sichtprüfung: keine Schnitte/Beulen/Fremdkörper; gleichmäßiger Abrieb; TWI‑Stege noch unter Profil. ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__36.html?utm_source=openai))
  2. Profiltiefe messen: mind. 1,6 mm (Winter besser ≥ 4 mm). ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__36.html?utm_source=openai))
  3. Luftdruck kalt nach Tür‑B‑Säule/Betriebsanleitung; bei Beladung anpassen (auch Anhänger‑Reifen!).
  4. Radbefestigung: alle Muttern/Schrauben vorhanden, korrekter Sitz; nach Radwechsel Drehmoment nach 50–100 km prüfen.
  5. RDKS: Warnlampe aus; bei Fahrzeugen M1/M1G ab 11/2014 Pflicht (Neu‑Zulassung). ([bundesverband-reifenhandel.de](https://bundesverband-reifenhandel.de/infopool/rdks-allgemeine-infos?utm_source=openai))

5) Winterreifen – was gilt konkret?

6) Anhänger & Tempo‑100‑Regel (Kurzüberblick)

Zusatzwissen für Klasse B/BE – nützlich in der Praxis.

7) Erlaubt & nicht erlaubt (häufige Fragen)

8) Merksätze (Prüfungskern)

„1,6 mm ist Pflicht – 3/4 mm sind sicherer. Winter = 3PMSF. Radial/Diagonal nie mischen. Bei niedrigem Winterreifen‑Speedindex: Sticker ins Sichtfeld. RDKS‑Lampe darf nicht leuchten.“ ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__36.html?utm_source=openai))

9) Mini‑Checkliste „Räder/Bereifung i. O.“

10) Kleine Übungsfragen

  1. Woran erkennst du, dass dein Winterreifen „rechtlich“ wintertauglich ist?
  2. Dein Auto fährt 210 km/h, der Winterreifen ist bis 190 km/h zugelassen. Was musst du tun?
  3. Warum ist ein Mix aus Radial‑ und Diagonalreifen unzulässig?
  4. Welche zwei Reifenanforderungen gelten für Anhänger mit Tempo‑100‑Zulassung?
  5. Wie viel Profiltiefe ist gesetzlich mindestens vorgeschrieben – und was empfiehlt Joachim für Winterreifen?

Lösungen (kurz): 1) Alpine‑Symbol/3PMSF. 2) Geschwindigkeits‑Sticker ins Sichtfeld und Vmax einhalten. 3) § 36 StVZO verbietet Bauart‑Mix. 4) ≤ 6 Jahre alt und Speed‑Index ≥ L. 5) min. 1,6 mm; empfohlen ≥ 4 mm. ([bmv.de](https://www.bmv.de/SharedDocs/DE/Artikel/StV/Strassenverkehr/winterreifen.html?utm_source=openai))

Medien für den Unterricht (Fahrschule Eling)

Rechtsquellen/Infos: § 36 StVZO; § 2 Abs. 3a StVO (BMDV‑Infoseite); 9. Ausnahmeverordnung (Tempo 100 – KÜS/Behördeninfos); RDKS‑Pflicht (EU‑VO 661/2009 – BRV/Medien). ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__36.html?utm_source=openai))

2. Technik und Sicherungseinrichtungen

2.4 Anbaugeräte und Ladung


1) Anbaugerät vs. Ladung – kurz & praxisnah

2) Abmessungen, Überstände und Kennzeichnung – was gilt?

2.1 Grundmaße (Fahrzeug + Ladung)

2.2 Überstand nach vorn

2.3 Überstand nach hinten

2.4 Seitlicher Überstand

3) Ladungssicherung – so machst du’s richtig

4) Besonderheiten bei Anbaugeräten (Traktor/SAM/Lkw)

5) Mini‑Checklisten

5.1 „Ladung i. O.“ vor Fahrtbeginn

5.2 „Anbaugerät i. O.“

6) Praxisbeispiele (merke!)

7) Prüfungskern (Merksätze)

„Ladung sichern – nichts darf rutschen, kippen oder fallen. Vorne erst über 2,5 m Höhe bis 50 cm erlaubt. Hinten 1,5 m, bei ≤ 100 km 3,0 m – ab > 1,0 m: rote Kennzeichnung, nachts mit Licht/Reflektor. Gesamt: max. 2,55 m breit, 4,0 m hoch (Lw‑Ausnahmen beachten).“ ([justiz-nrw.wolterskluwer-online.de](https://justiz-nrw.wolterskluwer-online.de/browse/document/4e6af5bb-41c1-3cf6-a3b5-a06ac83f29dc?utm_source=openai))

8) Kleine Übungsfragen

  1. Ab welcher Höhe darf Ladung nach vorn überstehen – und wie weit maximal?
  2. Dein Surfbrett ragt 1,20 m über die Rückstrahler hinaus. Was ist zu tun – tagsüber und nachts?
  3. Wie weit darf Ladung auf kurzer Strecke (≤ 100 km) nach hinten überstehen?
  4. Nenne die zulässigen Grundmaße (Breite/Höhe) für Fahrzeug + Ladung – und eine wichtige Lw‑Ausnahme.
  5. Was ist bei seitlichem Überstand > 40 cm zu beachten?

Antworten (kurz): 1) Über 2,5 m Ladungshöhe bis 50 cm; darunter 0 cm. 2) Tag: rote Fahne/Schild/Zylinder (≤ 1,5 m hoch); Nacht: zusätzlich rotes Licht + roter Rückstrahler (≤ 0,9 m). 3) Bis 3,0 m. 4) 2,55 m/4,0 m; Lw‑Fahrzeuge z. B. bis 3,0 m breit (mit Erzeugnissen/Arbeitsgeräten). 5) Kennzeichnung mit weißem Licht vorn/rotem hinten, ≤ 1,5 m hoch. ([justiz-nrw.wolterskluwer-online.de](https://justiz-nrw.wolterskluwer-online.de/browse/document/4e6af5bb-41c1-3cf6-a3b5-a06ac83f29dc?utm_source=openai))

Rechtsbezug: § 22 StVO (Ladung – Maße, Überstände, Kennzeichnung); ergänzend Abmessungen lt. StVO/StVZO; Ausnahmen Lw/Fo. Für Sondertransporte sind ggf. Genehmigungen nötig. ([justiz-nrw.wolterskluwer-online.de](https://justiz-nrw.wolterskluwer-online.de/browse/document/4e6af5bb-41c1-3cf6-a3b5-a06ac83f29dc?utm_source=openai))

2. Technik und Sicherungseinrichtungen

2.5 Be- und Entlastung der Achsen


1) Worum geht’s?

2) Längsdynamik: Bremsen & Beschleunigen

3) Querdynamik: Kurvenfahrt

4) Beladen in der Praxis (Pkw/Transporter)

5) Anhänger: Stützlast und Stabilität

6) Lkw/Bus/Traktor – Besonderheiten

7) Was merkst du am Fahrzeug?

8) Mini‑Checklisten

Vor der Fahrt

Während der Fahrt

9) Praxisbeispiele (kurz)

10) Prüfungskern (Merksätze)

„Bremsen lädt vorn – Gas lädt hinten.“
„Schweres tief und zwischen die Achsen; Stützlast im zulässigen Bereich.“
„Erst bremsen, dann lenken, dann sanft beschleunigen – keine abrupten Lastwechsel.“

11) Kleine Übungsfragen

  1. Was passiert mit Vorder‑ und Hinterachse bei einer Vollbremsung – und welche Folgen hat das fürs Heck?
  2. Dein Fronttriebler kommt leer eine nasse Rampe kaum hoch. Was kannst du ändern?
  3. Wo platzierst du schweres Ladegut im Einachs‑Anhänger, um eine stabile Stützlast zu erreichen?
  4. Warum verschlechtert eine hohe Dachlast das Fahrverhalten deutlich?
  5. Wenn sich zulässige Stützlasten von Zugfahrzeug, Kupplung und Anhänger unterscheiden: Welcher Wert gilt?

12) Nutzen & Kontrollintervall

2. Technik und Sicherungseinrichtungen

2.6 Betriebsgeschwindigkeit


1) Wichtige Bauteile & Begriffe

2) Schritt‑für‑Schritt: Betriebsgeschwindigkeit festlegen und fahren

  1. Papiere & Schilder checken: bbH Traktor, evtl. Geschwindigkeitsschild am Zug (25/40/60), Eintragungen zu Bremsart/Reifen.
  2. Zug bewerten: Mit/ohne Anhänger? Bremsart und Zustand des Anhängers? Ladung/Verteilung/ Stützlast im Soll?
  3. Strecke & Bedingungen: Sicht, Witterung, Fahrbahn (nass, lose Erde, Spurrillen), Gefälle/Steigung, Ortslage.
  4. Technik passend wählen: Fahrbereich/Gang so, dass bei Zieltempo ~1.500–2.000 U/min anliegt (Reserve zum Beschleunigen/Bremsen).
  5. Losfahren: Sanft anfahren, Spur halten, Verkehr beobachten; Tacho mit Soll‑Tempo abgleichen.
  6. Bergauf/Bergab: Frühzeitig runterschalten; bergab Motorbremse nutzen, nicht im Leerlauf rollen.
  7. Mit Anhänger: Vorausschauend, längere Bremswege einkalkulieren; Seitenwind/Überholen lassen – Tempo stabil halten, nicht „mitschaukeln“.
  8. Bei Unsicherheit: Tempo reduzieren, Sicherheitsabstand vergrößern, notfalls Haltebucht nutzen und Kolonne vorbeilassen.

3) Masse, Lasten, Werte – einfach erklärt

4) Bremsen, Lenkstabilität, Fahreindruck

5) Abmessungen, Sicht, Kennzeichnung

6) Typische Fehler – und wie du sie vermeidest


Prüfungskern (Merksatz)

„Ich richte mein Tempo nach der langsamsten Komponente, den aktuellen Bedingungen und einem großen Sicherheitsabstand aus – erst bremsen, dann lenken, dann sanft beschleunigen.“

Praxis‑Drill „Tempo im Griff“ (3–5 Min.)
  1. Papiere/Schilder checken: bbH, Geschwindigkeitsschild, Bremsart, Reifenfreigabe.
  2. Strecke bewerten: Sicht/Wetter/Gefälle, Ortslage, Verkehrsdichte.
  3. Fahrbereich/Gang wählen: Zieltempo mit Reserve (keine Dauervollgas‑Fahrt).
  4. Rollprobe 10–15 km/h: Bremsen kräftig testen – Zug bleibt spurtreu?
  5. Transportfahrt: Frontlader/Anbaugeräte in Transportstellung, Spiegel feinjustieren.
  • [ ] Langsamste Komponente geklärt (bbH/Schilder/Reifen/Bremsen)
  • [ ] Sicht & Strecke beurteilt
  • [ ] Gangwahl mit Reserven
  • [ ] Bremsprobe ok
  • [ ] Anbaugeräte gesichert

Sinnvolle Medien zum Einbau

Kleine Übungsfragen

 

2. Technik und Sicherungseinrichtungen

2.7 Ladung


1) Wichtige Bauteile & Begriffe

2) Schritt‑für‑Schritt: Ladung richtig sichern

  1. Planen: Was wird transportiert? Form, Gewicht, Schwerpunkt, Anzahl. Passende Hilfsmittel bereitlegen (Matten, Kantenschoner, Gurte/Ketten, Netze).
  2. Fahrzeug prüfen: Zurrpunkte unbeschädigt, Bordwände/Prallwand funktionsfähig, Ladefläche sauber/trocken.
  3. Schweres nach unten & nah an die Prallwand: Schwerpunkt tief und zwischen die Achsen. Hohlräume vermeiden/ausfüllen.
  4. Formschluss herstellen: Paletten/Ballen dicht aneinander und an Bordwände; ggf. Steckrungen nutzen.
  5. Rutschhemmung: Unter jede Ladeeinheit rutschhemmende Matten; Kanten mit Kantenschonern schützen.
  6. Zurren: Je nach Ladung Niederzurren, Direktzurren (Diagonal-/Schrägzurren) oder Umspannungen einsetzen; Gurte sauber führen, nicht über scharfe Kanten ohne Schutz.
  7. Spezialfälle: Rundhölzer/Rohre gegen Rollen sichern (Keile/Unterlagen); Schüttgut abdecken (Netz/Plane); lose Geräte anbinden.
  8. Kontrolle: Sicht-/Fühlkontrolle aller Zurrpunkte und Sicherungen; nach wenigen Kilometern nachspannen, danach regelmäßig prüfen.
  9. Beleuchtung/Sicht: Ladung darf Licht, Blinker, Kennzeichen und Sicht nicht verdecken. Falls verdeckt → Zusatzleuchten/-kennzeichen anbringen.

3) Masse, Lasten, Werte – einfach erklärt

4) Bremsen, Lenkstabilität, Fahreindruck

5) Abmessungen, Sicht, Kennzeichnung

6) Typische Fehler – und wie du sie vermeidest


Prüfungskern (Merksatz)

„Ladung sichern – nichts darf rutschen, kippen oder fallen. Vorne erst über 2,5 m Höhe bis 50 cm erlaubt. Hinten 1,5 m, bei ≤ 100 km 3,0 m – ab > 1,0 m: rote Kennzeichnung, nachts mit Licht/Reflektor. Gesamt: max. 2,55 m breit, 4,0 m hoch (Lw‑Ausnahmen beachten).“

Praxis‑Drill „Ladung fix & richtig“ (3–5 Min.)
  1. Ladegut und Hilfsmittel planen (Form, Gewicht, Schwerpunkt, Matten/Kantenschoner/Zurrmittel).
  2. Formschluss herstellen, Hohlräume schließen, schweres nach unten/ nach vorn zur Prallwand.
  3. Zurren passend wählen (Nieder‑/Direktzurren), Gurte schützen und sauber führen.
  4. Kennzeichnung prüfen: Überstand? Beleuchtung/Nummernschild frei? Zusatzleuchten nötig?
  5. Nach 5–10 Min. Fahrt anhalten: Kontrolle und Nachspannen.
  • [ ] Zurrpunkte intakt, Hilfsmittel vollständig
  • [ ] Formschluss/Rutschhemmung hergestellt
  • [ ] Ausreichend und korrekt gezurrt
  • [ ] Kennzeichnung/Beleuchtung gemäß Überstand
  • [ ] Nachspann‑Check erledigt

Sinnvolle Medien zum Einbau

Kleine Übungsfragen

 

3. Fahren mit Zügen, Zusammenstellen von Zügen

Wissen Klasse T

3. Fahren mit Zügen, Zusammenstellen von Zügen

3.1 Ladungssicherung


1) Wichtige Bauteile & Begriffe

2) Schritt‑für‑Schritt: So sicherst du Ladung richtig

  1. Planen: Art, Gewicht, Abmessungen, Schwerpunkt klären. Hilfsmittel bereitlegen (RHM, Gurte/Ketten, Kantenschoner, Keile, Netze).
  2. Fahrzeug checken: Ladefläche sauber/trocken, Zurrpunkte intakt, Bordwände/Steckrungen/Prallwand funktionsfähig.
  3. Positionieren: Schweres nach unten und möglichst an die Prallwand; Gewicht zwischen die Achsen, Stütz‑/Achslasten beachten.
  4. Formschluss herstellen: Lücken vermeiden oder füllen (Zwischenlagen, Leisten, Paletten). Rundes Ladegut gegen Rollen sichern.
  5. Rutschhemmung legen: Unter jede Einheit passende RHM, sauber auf sauber – keine Erde/Öl darunter.
  6. Methode wählen:
    • Leichte/voluminöse Ladung: Niederzurren + Formschluss.
    • Schwere/kompakte Ladung: Direktzurren (Diagonal/Schräg) zu tragfähigen Zurrpunkten.
    • Schüttgut: Bordwände zu, ggf. Plane/Netz, keine Überhöhung.
  7. Zurrwinkel beachten: Möglichst flach über die Ladung (Niederzurren) oder 30–60° zum Boden beim Direktzurren; Gurte nicht verdrehen, scharfe Kanten mit Kantenschonern schützen.
  8. Spannen & sichern: Gurte gleichmäßig anziehen, Ratschen sichern, lose Gurtenden verstauen. Bei Ketten: Spanner sichern.
  9. Kontrolle: Sicht‑/Fühlkontrolle jedes Zurrpunktes, Etikett/LC prüfen, Beleuchtung/Nummernschild frei?
  10. Nachspannen: Nach wenigen Kilometern anhalten, Vorspannung prüfen/nachziehen; danach regelmäßig kontrollieren (bes. bei langen Fahrten/Schlechtweg).

3) Masse, Lasten, Werte – einfach erklärt

4) Bremsen, Lenkstabilität, Fahreindruck

5) Abmessungen, Sicht, Kennzeichnung

6) Typische Fehler – und wie du sie vermeidest


Prüfungskern (Merksatz)

„Erst Formschluss schaffen, dann mit Rutschhemmung und passenden Zurrmitteln sichern – so, dass 0,8 g nach vorn und 0,5 g zur Seite/hinten gehalten werden. Nach wenigen Kilometern nachspannen.“

Praxis‑Drill „Ladung in 5 Minuten sicher“
  1. Ladeplan: Gewicht/Schwerpunkt, Hilfsmittel (RHM, Gurte, Kantenschoner, Keile, Netz).
  2. Formschluss + RHM: Lücken schließen, Matten legen.
  3. Zurren: Methode wählen (Nieder/Diagonal), Etikett/LC/STF checken, Kanten schützen, gleichmäßig spannen.
  4. Gesamtcheck: Zurrpunkte, Beleuchtung/Nummernschild frei, Überstand markiert?
  5. Nach 5–10 Min. Fahrt: Halt – Nachspannen/Kontrolle.
  • [ ] Formschluss hergestellt
  • [ ] RHM sauber, korrekt platziert
  • [ ] Genügend Gurte/Ketten, Etikett ok
  • [ ] Zurrwinkel/Lage geprüft
  • [ ] Nachspann‑Stopp durchgeführt

Sinnvolle Medien zum Einbau

Kleine Übungsfragen

 

3. Fahren mit Zügen, Zusammenstellen von Zügen

3.2 Besonderheiten der Fahrbahnbenutzung



1) Grundprinzip: Fahrbahn ja, Randbereiche nein

2) Ein- und mehrspurige Straßen

3) Schmale Landstraßen, Kuppen, Kurven

4) Radverkehr, Schutzstreifen & Abbiegen

5) Überholen und Überholtwerden

6) Abbiegen, Wenden, Einfahren

7) Kreisverkehr (ein- und zweispurig)

8) Bahnübergänge

9) Kraftfahrstraßen/Autobahnen (selten)

10) Besondere Bereiche & Beschilderung

11) Verschmutzung, Erntezeit, Sonderfälle


Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest

Merksätze (Prüfungskern)

„Fahrbahn ja – Randbereiche nein. Rechts fahren, Sicht/Platz geht vor Tempo. Radwege kreuzen heißt: halten und Vorrang gewähren. Auf schmalen Straßen rechtzeitig Vorbeilass‑Pausen einplanen.“

Praxis‑Drill: „Schmale Straße mit Gegenverkehr“ (2 Minuten)
  1. Tempo 25–30 km/h, rechts Abstand zum Rand (Anbaugeräte prüfen).
  2. Gegenverkehr? → Blinker rechts, früh Anhaltepunkt/Einbuchtung nutzen.
  3. Standgas, ggf. Stopp. Blickführung: Spiegel, Front, Anhängerinnenradius.
  4. Nach der Begegnung ruhig anfahren, Spiegelcheck.

Kleine Übungsfragen

Erstellt für den Unterricht von Joachim Eling – Fahrschule Eling.

3. Fahren mit Zügen, Zusammenstellen von Zügen

3.2.1 mit bis zu zwei Anhängern


 


1) Was ist speziell bei zwei Anhängern zu beachten?

2) Fahrbahnbenutzung – so fährst du „spurtreu“

3) Abstände, Sicht und Overtaking

4) Kuppeln & Technik – Praxisregeln

5) Tempo – einfache Faustregeln

6) Rangieren & Wenden


Checkliste „Startklar mit zwei Anhängern“

Häufige Fehler – so vermeidest du sie

Praxis‑Drill (2 min): „Rechtskurve mit zwei Anhängern“
  1. Vor der Kurve auf 20–25 km/h abbremsen (je nach Sicht/Beladung).
  2. Weit ausholen, Innenradius des zweiten Anhängers im rechten Spiegel beobachten.
  3. Lenkwinkel konstant, kein Nachlenken im Scheitel; Blickführung: vorn – rechts – links – hinten.
  4. Nach der Kurve sanft beschleunigen, Spiegelkontrolle, Zug bleibt in Spur? Wenn nein: Tempo reduzieren.

Kleine Übungsfragen

Erstellt für den Unterricht von Joachim Eling – Fahrschule Eling.

3. Fahren mit Zügen, Zusammenstellen von Zügen

3.2.2 bis zu 60km/h


 


1) „Bis zu 60 km/h“ – was bedeutet das in der Praxis?

2) Fahrbahnbenutzung & Spurwahl

3) Innerorts abbiegen, Kreuzungen, querender Radverkehr

4) Geschwindigkeit, Abstände, Sicht

5) Kurven, Kuppen, Gefälle

6) Überholen – und überholt werden

7) Technik-Check für 60 km/h

8) Anhalteweg bei 60 km/h – Faustformeln


Checkliste „Tour bis 60 km/h“

Häufige Fehler – so vermeidest du sie

Praxis‑Drill (2 Min): „Landstraße 60 mit Querwind“
  1. Tempo auf 55–60 km/h steigern, Blick weit voraus, 3–4 Sek. Abstand auf Vordermann.
  2. Vor Brücken/Waldkanten Tempo auf 45–50 km/h senken, Spur mittig halten.
  3. Lenken ruhig, nicht gegenlenken „auf Schlag“; bei stärkerem Seitenwind weiter reduzieren.
  4. Nach dem Abschnitt langsam wieder beschleunigen, Spiegelkontrolle.

Kleine Übungsfragen

 

3. Fahren mit Zügen, Zusammenstellen von Zügen

3.2.3 mit Ladung land- und forstwirtschaftlicher Güter



1) Typische Ladungen & besondere Risiken

2) Fahrbahnbenutzung – Schritt für Schritt

  1. Spurwahl: Rechts fahren, aber mit Sicherheitsabstand zum unbefestigten Rand (Bankett) wegen Kippgefahr. Keine Geh-/Radwege benutzen.
  2. Breite realistisch einschätzen: Bei breiter Ladung mittig in deiner Spur bleiben, nicht „Schlangenlinien“, lieber langsamer und vorbeilassen, wenn sich Kolonnen bilden.
  3. Begegnungen/Engstellen: Frühzeitig Tempo reduzieren, ggf. anhalten und in Buchten/Hofeinfahrten warten. Spiegelarbeit: außen ausschwenkende Ladungsteile im Blick.
  4. Kurven/Kreisverkehr: Vor der Kurve stark Tempo raus, gleichmäßig lenken. Bei Ballen/Schüttgut weiter ausholen (Innenradius/Schleppkurve beachten).
  5. Querwind/Brücken/Waldkanten: Geschwindigkeit deutlich senken, Lenken ruhig, nicht ruckartig korrigieren.
  6. Innerorts rechts abbiegen (zGM > 3,5 t): Schrittgeschwindigkeit, bremsbereit, querenden Rad‑/Fußverkehr durchlassen.

3) Maße, Überstand, Kennzeichnung – kurz & klar

4) Geschwindigkeit, Abstand, Bremsen

5) Saubere Fahrbahn – deine Pflicht

6) Praxis‑Check vor jeder Fahrt

7) Häufige Fehler – so vermeidest du sie


Prüfungskern (Merksatz)

„Ladung fällt nicht, verrutscht nicht, verdeckt nichts – Breite/Überstand korrekt gekennzeichnet, Beleuchtung sichtbar, Tempo vorsichtig. Saubere Fahrbahn, Rücksicht vor Geschwindigkeit.“

Praxis‑Drill „Ballen‑Zug durch Dorf & Kreisverkehr“ (3–4 Min.)
  1. Vor der Ortsdurchfahrt Tempo auf 25–30 km/h, Spiegelcheck, Kolonne hinter dir? → ggf. vorher vorbeilassen.
  2. Kreisverkehr: weit außen, Schritt‑ bis 20 km/h, gleichmäßig lenken, Ballen in den Spiegeln beobachten.
  3. Nach dem Ausfahren ruhig beschleunigen, Spiegel/Ladung kontrollieren, Netze/Gurte sitzen?
  4. Bei Seitenwindabschnitt Tempo weiter reduzieren (−10 km/h), Spur mittig halten.

Kleine Übungsfragen

 

3. Fahren mit Zügen, Zusammenstellen von Zügen

3.3 Besonderheiten bei der Zusammenstellung von Zügen; Fahren mit Allradantrieb


1) Wichtige Bauteile & Begriffe

2) Zug richtig zusammenstellen – mit Blick auf 4WD

  1. Papiere checken: zGM, Anhängelast, Stützlast, bbH, Bremsart (hydraulisch/Druckluft), D/Dc‑Wert. Langsamste Komponente bestimmt Tempo.
  2. Kupplung & Öse passend: K50/K80 etc., Verschleißmaß i. O., Bolzen gesichert; Leitungen (Brake/E‑Stecker) spannungsfrei verlegt.
  3. Vorderachslast sicherstellen: Mit Anhänger/Frontlader so beladen, dass die Lenkachse spürbar Druck hat (Faustwert: mind. ca. 20 % des Traktorleergewichts auf der Vorderachse). Bei leichtem Lenkradgefühl: Stützlast erhöhen oder anders beladen.
  4. Bremskompatibilität: ABS/EBS nur mit korrektem Stromanschluss aktiv; ALB‑Gestänge frei beweglich. Mischzüge (z. B. 1× hydraulisch, 1× Auflauf) nur, wenn zulässig und fahrdynamisch unkritisch.
  5. Reifen & Druck: Achsweise gleiche Dimension/Profil, Straßendruck einstellen; ungleiche Radumfänge → 4WD‑Stress, unruhiges Lenkverhalten.
  6. Brems-/Lenkprobe: Standprobe + Rollprobe (10–15 km/h). Bei 4WD‑Einsatz prüfen: kein Hüpfen/Schieben in engen Kurven auf Asphalt.

3) Allrad richtig einsetzen – wann EIN, wann AUS?

4) Fahrdynamik mit Zug (mit/ohne 4WD)

5) Rangieren & Praxis

6) Checkliste „Zug & 4WD startklar“

7) Häufige Fehler – und wie du sie vermeidest


Prüfungskern (Merksatz)

„Ich stelle den Zug passend zusammen, sorge für tragfähige Vorderachse und funktionierende Bremsen. 4WD nutze ich situativ: EIN für Traktion/Sicherheit, AUS auf griffigem Asphalt und in engen Kurven.“

Praxis‑Drill „Gefällestrecke mit Anhänger“ (3–4 Min.)
  1. Vor dem Gefälle: Gang wählen, 4WD EIN, Diff‑Sperren AUS, Tempo auf 25–30 km/h.
  2. Im Gefälle: Motorbremse wirken lassen, nur dosiert bremsen, Spur mittig halten, Spiegel checken.
  3. Nach dem Gefälle: Auf Gerade 4WD AUS, normal beschleunigen, Funktionskontrollleuchten prüfen.

Kleine Übungsfragen

 

3. Fahren mit Zügen, Zusammenstellen von Zügen

3.4 Verhalten an Bahnübergängen


1) Erkennen & Signale

2) Heranfahren – Schritt für Schritt

  1. Früh abbremsen, mäßige Geschwindigkeit wählen, Blick weit, Spiegelcheck. Ab der ersten Bake: kein Überholen bis hinter den Übergang. ([haufe.de](https://www.haufe.de/finance/finance-office-professional/strassenverkehrs-ordnung-19-bahnuebergaenge_idesk_PI11525_HI3648793.html?utm_source=openai))
  2. Gangwahl: Vor dem Andreaskreuz herunterschalten, sodass du ohne Kuppeln/Schalten zügig durchfahren kannst.
  3. Freie Räumfläche prüfen: Nur einfahren, wenn du den Übergang komplett räumen kannst (genügend Platz hinter den Gleisen!). ([lexmea.de](https://lexmea.de/en/gesetz/stvo/19?utm_source=openai))
  4. Spur & Fahrstreifen: Mittig und ruhig ansteuern; keine engen Rangiermanöver im Gleisbereich.
  5. Scheinwerfer: Beim Warten niemanden blenden (StVO § 19 Abs. 6). ([lexmea.de](https://lexmea.de/en/gesetz/stvo/19?utm_source=openai))

3) Sicheres Queren mit Traktor/Zug

4) LOF‑Spezial: lange, schwere, breite Züge

5) Unbeschrankte Übergänge – Zusatzregeln

6) Störung & Notfall – so handelst du richtig

7) Häufige Fehler – so vermeidest du sie


Prüfungskern (Merksatz)

„BÜ erkenne ich an Baken und Andreaskreuz. Ich fahre mäßig heran, überhole nicht, wähle vorher den passenden Gang und räume den Übergang zügig ohne Halt. Bei Störung: weiterfahren/Schranke notfalls brechen – dann Notruf.“ ([haufe.de](https://www.haufe.de/finance/finance-office-professional/strassenverkehrs-ordnung-19-bahnuebergaenge_idesk_PI11525_HI3648793.html?utm_source=openai))

Praxis‑Drill „Mit Zweiachs‑Anhänger über unbeschrankten BÜ“ (2–3 Min.)
  1. Ab drei‑streifiger Bake Tempo reduzieren, Spiegel/Bremsbereitschaft, Überholverbot beachten. ([strassenausstatter.de](https://www.strassenausstatter.de/produkt/verkehrsschilder/gefahrenzeichen/bahnuebergaenge/verkehrszeichen-159-10-zweistreifige-bake-aufstellung-rechts/?utm_source=openai))
  2. Vor dem Andreaskreuz: Gang wählen (ohne Schalten durchfahren), Blick links/rechts, Kolonne hinter dir? → Ignorieren, Sicherheit zuerst. ([haufe.de](https://www.haufe.de/id/norm/strassenverkehrs-ordnung-anlage-2-zu-41-absatz-1-vorschriftzeichen-HI3648832.html?utm_source=openai))
  3. Querung: Geradeaus, ruhig lenken, kein Halt/Schalten, komplette Räumung kontrollieren (Spiegel).
  4. Danach normal beschleunigen, 4WD bei Bedarf auf Asphalt wieder aus.

Kleine Übungsfragen

Erstellt für den Unterricht von Joachim Eling – Fahrschule Eling.

4. Wirkung von Kräften beim Fahren

Wirkung von Kräften beim Fahren

4. Wirkung von Kräften beim Fahren

4.1 Kraftschluss, Reibung, Rollwiderstand


1) Wichtige Begriffe – kurz & klar

2) Was beeinflusst deinen Grip?

3) Rechnen, aber praxisnah

Beispiel 50 km/h (≈ 13,9 m/s, Reaktion 1 s ≈ 14 m):

Rollwiderstandskraft: \( F_{rr} = c_{rr}\, m\, g \). Beispiel 12 t: Straße (0,02) ≈ 2,4 kN; Feld (0,08) ≈ 9,4 kN → deutlich mehr Zugkraft/Verbrauch nötig.

4) Schritt‑für‑Schritt: So holst du sicheren Grip heraus

  1. Vor Fahrtbeginn: Reifen auf Schäden/Profil prüfen, Luftdruck nach Einsatz (Straße/Feld) einstellen; Ladung/Stützlast korrekt verteilen.
  2. Anfahren/Traktion: Sanft einkuppeln, ggf. 4WD/Quersperre kurz zuschalten. Auf Asphalt ohne Sperre fahren.
  3. Bremsen: Geradeaus stark = ok; in Kurven vorher Tempo rausnehmen, dann lenken. ABS hält Lenkbarkeit – trotzdem Pedal stetig drücken (nicht pumpen).
  4. Lenken: Weiche, frühe Lenkimpulse. Wenn es rutscht: Fuß vom Gas/Bremse lösen und Fahrzeug stabilisieren.
  5. Saubere Fahrbahn: Erd-/Silagereste sofort sichern/beseitigen (Eigenverantwortung, Betriebspflicht).

5) Häufige Fehler – und die bessere Lösung


Prüfungskern (Merksatz)

„Grip ist begrenzt. Ich teile ihn klug: erst bremsen, dann lenken, sanft fahren. Reifen/Luftdruck und saubere Fahrbahn bringen Sicherheit – Tempo passe ich dem μ an.“

Praxis‑Drill „Nassbremsung & Ausweichen“ (3–4 Min.)
  1. Auf nasser Strecke 40 km/h → früh vom Gas, gerade kräftig bremsen.
  2. Lenkhaken setzen (Ausweichen) mit halbem Bremsdruck → Grip‑Kuchen spürbar machen.
  3. Nach Stabilisierung wieder sanft beschleunigen; Spiegel/Ladung prüfen.

Sinnvolle Medien zum Einbau

Kleine Übungsfragen

 

4. Wirkung von Kräften beim Fahren

4.2 Auswirkungen unterschiedlicher Ladungen



1) Grundlagen – warum „gleiche Masse“ nicht gleich „gleiches Risiko“ ist

2) Typische Ladungen und ihre Fahrauswirkungen

Ladungstyp Typische Effekte Risiken Fahr- & Sicherungsstrategie
Kompakt-schwer (z. B. Big Bags, Maschinen) Hohe Gesamtmasse, oft tief liegender Schwerpunkt Längere Bremswege bei schwacher Anhängerbremse; Vorderachse evtl. zu leicht Bremsprobe; ALB/Anhängerbremse prüfen; ausreichende Stützlast; form‑ & kraftschlüssig zurren
Hoch gestapelt (Ballen, Kisten) Schwerpunkt wandert nach oben Kippgefahr in Kurven/Schrägfahrt, Seitenwindempfindlichkeit Kurventempo stark reduzieren; weiche Lenkung; Niederzurren (Diagonal-/Niederzurren); Stapelhöhen beachten
Schüttgut (Getreide, Sand, Silage) Setzen/Nachrutschen, wandernder Schwerpunkt Lastwechsel beim Bremsen; Rieselverlust verschmutzt Fahrbahn Bordwände/Planen schließen; gleichmäßig beladen; §32 beachten (sofort reinigen)
Flüssigkeiten (Gülle/Wasser) – Teilfüllung Schwallbewegung längs/quer „Nachschieben“ beim Bremsen, Aufschaukeln, Kippneigung Möglichst „leer oder voll“; Schwallwände nutzen; sehr vorausschauend bremsen und lenken
Langgut (Stangen, Stammholz) Langer Überstand, veränderte Lastverteilung Ausschwenken beim Abbiegen; Sichtbehinderung Überstand vorschriftsgemäß kennzeichnen; Zurrpunkte über die Länge verteilt; große Radien fahren
Lebende Ladung (Tiere) Schwerpunkt verlagert sich permanent Plötzliche Lastwechsel; Stress bei Tieren Sanfter Fahrstil; weites Abstandhalten; rutschhemmender Boden; Lüftung beachten
Front-/Heckanbaugeräte Achslasten ändern sich stark Lenkeinfluss, Bremsbalance, Sicht Passende Ballastierung; Transportstellung sichern; ggf. 4WD zuschalten; Tempo anpassen

Hinweis: Exakte Stützlast-/Achsgrenzen und Zurrkräfte entnimmst du immer den Typenschildern/Unterlagen von Traktor, Anhänger und Zurrmitteln.

3) Fahrdynamik – was verändert sich konkret?

4) Schritt-für-Schritt: Einstellungen und Fahrstil anpassen

1) Vor Fahrtbeginn

2) Losfahren/Anfahren

3) Bremsen und Kurven

4) Gefälle und Seitenwind

5) Nach der Fahrt

5) Häufige Fehler – und bessere Lösungen


Prüfungskern (Merksatz)

„Ladung bestimmt das Fahrverhalten: Schwerpunkt tief, Last gut verteilt, Stützlast passend. Ich fahre vorausschauend – erst Tempo raus, dann lenken. Anhängerbremse muss mitarbeiten, Fahrbahn bleibt sauber.“

Kleine Übungsfragen

  1. Welche drei Fahrwerksgrößen verändern sich durch hohe, schmale Stapelware?
  2. Warum verlängert eine Teilfüllung im Tank deinen Bremsweg?
  3. Wie bemerkst du zu wenig Stützlast – und was stellst du um?
  4. Nenne zwei Maßnahmen, um Rieselverluste/Verunreinigungen zu verhindern.
  5. Was prüfst du an der Anhängerbremse vor jeder Fahrt?

 

4. Wirkung von Kräften beim Fahren

4.3 in Steigungen und Gefällen


1) Physik am Berg – was passiert?


2) Technik bergab – sicher und materialschonend

  1. Vor dem Gefälle
    • Schauen (Weitblick, Gegenverkehr, Ausweichräume), schalten (frühzeitig niedrigen Gang wählen), absichern (Abstand vergrößern).
    • Motorbremse nutzen: bei Schaltgetriebe niedriger Gang; bei CVT/Lastschaltgetriebe „Hold“/„Engine Brake“/Zapfwelle nicht missbrauchen.
    • Allrad bei geringer Geschwindigkeit und schlechter Haftung vor dem Gefälle zuschalten; Diff‑Sperren nur bei gerader Fahrt nutzen, vor Kurven lösen.
  2. Im Gefälle
    • Tempo mit Motorbremse halten; Servicebremse nur kurz und kräftig dosieren (Intervall), um Überhitzung zu vermeiden.
    • Nie mit getretener Kupplung rollen lassen (Freilauf = keine Motorbremse, Gefahr des „Davonlaufens“).
    • Blickführung weit, Lenkimpulse ruhig; keine Lastwechsel in Kurven.
  3. Nach dem Gefälle
    • Bremsen nicht „riechen“ lassen – ggf. kurze Abkühlpause.
    • Allrad, Sperren wieder aus – außer es bleibt rutschig/abseits der Straße.

3) Technik bergauf – kraftvoll ohne Durchdrehen

  1. Vor der Steigung
    • Gang so wählen, dass du ohne Nachschalten hochkommst; Schwung nutzen, aber angepasst.
    • Reifendruck/Traktion prüfen; Allrad ggf. vorher zu, Sperren nur bei Geradeausfahrt.
  2. Im Anstieg
    • Konstant Gas; keine hektischen Schaltvorgänge. Bei CVT: Zugkraftregelung „stabil“.
    • Wenn Räder durchdrehen: Gas minimal zurück, notfalls kurz anhalten und neu anfahren.
  3. Berganfahren (mit Anhänger)
    • Fußbremse halten, Zug aufbauen (Kupplung bis Schleifpunkt), dann Bremse lösen und sauber einkuppeln.
    • Mit Handbremse/Anfahrhilfe („Hill‑Hold“) arbeiten, wenn vorhanden. Kein langes Kupplungsschleifen → Überhitzung!

4) Besonderheiten mit Anhänger


5) Winter, Nässe, Feldwege


6) Häufige Fehler – und bessere Lösungen


Prüfungskern (Merksatz)

„Vor dem Berg entscheiden: Gang wählen, Tempo runter, Blick weit. Bergab trägt die Motorbremse, ich bremse nur kurz und kräftig. Bergauf ohne Hektik, sauber anfahren. Anhänger bremst mit – Fahrzeuge am Berg immer sicher gegen Wegrollen sichern.“


Kleine Übungsfragen

  1. Warum ist Dauerbremsen bergab gefährlich und wie vermeidest du es?
  2. Wie bereitest du dich vor einer langen Gefällestrecke mit Anhänger vor?
  3. Erkläre den Unterschied im Fahrverhalten bei voller vs. teilgefüllter Tonne bergab.
  4. Welche Schritte gehören zum sicheren Berganfahren mit Anhänger?
  5. Wann schaltest du Allrad/Differentialsperren ein – und wann wieder aus?

 

4. Wirkung von Kräften beim Fahren

4.4 Luftwiderstand, Seitenführungskraft, Fliehkraft



1) Luftwiderstand – „der unsichtbare Gegner“ ab Tempo 40–60 km/h

Tipps gegen zu viel Luftwiderstand


2) Seitenführungskraft – wie Reifen dich „in der Spur“ halten

Grip-Fallen und Gegenmittel


3) Fliehkraft – der „Drang nach außen“ in der Kurve

Verdoppelt sich die Geschwindigkeit - vervierfacht sich die Fliehkraft

Sicher durch die Kurve


4) Hoher Schwerpunkt – Sonderregeln für Ballen, Kisten, Frontlader


5) Seitenwind – wenn’s am Lenkrad zupft


Häufige Fehler – und bessere Lösungen


Prüfungskern (Merksatz)

„Tempo kostet Grip und Stabilität: Vor der Kurve bremsen, in der Kurve ruhig lenken, nachher sanft ziehen. Hohe Ladung = Tempo weiter runter, Frontlader tief, Seitenwind ernst nehmen.“



Kleine Übungsfragen

  1. Warum ist 60 km/h mit hoher, kantiger Ladung oft keine gute Idee?
  2. Wie verteilst du Bremsen und Lenken, damit die Reifen nicht überfordert werden?
  3. Welche drei Maßnahmen reduzierst du bei Seitenwind sofort?
  4. Welche Fehlerquelle entsteht bei teilgefüllten Tanks/Fässern in Kurven?
  5. Wie führst du den Frontlader, um die Kippgefahr zu verringern?

 

4. Wirkung von Kräften beim Fahren

4.5 Kippmomente



1) Grundidee – warum kippt ein Fahrzeug?


2) Typische Kipp-Situationen mit Traktor


3) Was begünstigt Kippen – was hilft dagegen?

Begünstigend

Schützend


4) Fahrstrategie – so vermeidest du Kippmomente


5) Notfall: drohendes Kippen – was jetzt?


6) Mini‑Beispiele aus der Praxis


Prüfungskern (Merksatz)

„Kippmomente entstehen durch Tempo, Höhe und Schräglage. Daher: Last tief und nah, Spur breit, vor der Kurve bremsen, in der Kurve ruhig. Mit hoher Ladung lieber deutlich unter 60 km/h.“



Kleine Übungsfragen

  1. Nenne drei Situationen, in denen das Kippmoment am Traktor besonders groß wird.
  2. Welche zwei Maßnahmen senken das Kipp­risiko beim Arbeiten mit dem Frontlader sofort?
  3. Warum sind Teilfüllungen in Tanks problematisch in Kurven?
  4. Wie wirkt sich zu geringe Stützlast auf das Fahrverhalten in der Kurve aus?
  5. Was tust du, wenn du in einer Kurve merkst, dass das Fahrzeug zum Kippen neigt?

 

5. Bremsanlagen

Bremsanlagen

5. Bremsanlagen

5.1 Druckluftbeschaffungsanlage


Rechtsgrundlagen (Auszug)

1) Aufbau der Zweikreisdruckluftanlage

2) Lufttrockner und Frostschutz

3) Betriebsablauf (vereinfacht)

4) Bedienung/Check im Alltag (Traktor Vmax 60 km/h)

5) Typische Störungen – Symptome und Maßnahmen

Prüfungskern (Merksatz)

„Trockene, dichte Luft ist die halbe Bremse: Erst fahren, wenn beide Kreise Druck haben; Lufttrockner fit halten; im Winter Kondensat ablassen und Frostschutz nur verwenden, wenn vom Hersteller freigegeben.“

Praxis‑Drill (2–4 Minuten)
  1. Kaltstart‑Check: Motor an, bis zum ersten Trockner‑Ablasen warten. Beide Manometer beobachten. Frage: Wann würdest du losfahren?
  2. Dichtheit: Bremspedal 30–60 s konstant halten (Stand). Beurteile, ob der Druck stabil bleibt. Dann Leitungen/Kupplungen kurz mit Leckspray prüfen.
  3. Winterroutine: Manuelle Entwässerung vorführen (falls vorhanden). Zeige, wo die Trocknerkartusche sitzt und nenne das Wechselintervall laut Hersteller.

Sinnvolle Medien zum Einbau

Kleine Übungsfragen

 

 

5. Bremsanlagen

5.2 Kombinierte Druckluft-hydraulische Bremsanlage


Rechtsgrundlagen (Auszug)

1) Grundprinzip und Aufbau

2) Einsatzfälle und Varianten

3) Bedienung, An‑/Abkuppeln und Checks (Traktor/Lkw → Hydraulik‑Anhänger)

4) Typische Störungen – Symptome und Maßnahmen

5) Wartung und Besonderheiten (Praxis)

Prüfungskern (Merksatz)

„Luft steuert – Öl bremst: Nur mit zugelassenem Wandler, richtiger Flüssigkeit und dichter Anlage fahren. Vor Abfahrt Funktionsprobe: Druck steht an, Anhänger bremst zeitgleich und spurtreu.“

Praxis‑Drill (2–4 Minuten)
  1. Kupplungscheck: Rot/gelb korrekt kuppeln, Hydraulikleitung einstecken, auf Dichtheit prüfen. Lernziel: Farbcodierung, Reihenfolge, Sichtprüfung.
  2. Bremswirkung fühlen: Auf abgesperrter Fläche aus 20 km/h zwei Bremsungen – 1× leicht, 1× mittel. Beobachten: Verzögerungsbeginn Anhänger, Spurtreue, Pedalweg.
  3. Fehlerbild demonstrieren: Simulierte Luftblase (nach Wartung) → spongy Pedal. Maßnahme: Entlüftung am höchsten Punkt zeigen/erklären.

Sinnvolle Medien zum Einbau

Kleine Übungsfragen

 

 

5. Bremsanlagen

5.2.1 Zugfahrzeug hydraulisch


Rechtsgrundlagen (Auszug)

1) Systemübersicht: Hydraulik am Zugfahrzeug

2) Varianten je nach Anhänger

3) An‑ und Abkuppeln (Praxis)

4) Typische Störungen – Symptome und Maßnahmen

5) Wartung und Besonderheiten

Prüfungskern (Merksatz)

„Zugfahrzeug hydraulisch: richtiges Medium, dichte Leitungen, klare Funktionsprobe. Luft‑Anhänger nur mit zugelassenem Umsetzer und ordentlicher Luftversorgung.“

Praxis‑Drill (2–4 Minuten)
  1. Dichtheitscheck: Pedal 30–60 s halten → Pedalweg/Leitungen beobachten; Leckspray an Kupplungen.
  2. Rollprobe: geradeaus 15–20 km/h → gleichmäßig bremsen. Beurteile Ansprechzeit, Spurtreue, Löseverhalten.
  3. Mediencheck: Schau am Anhänger auf die Beschriftung (Mineralöl oder DOT). Was ist bei dir im System? → Konsequenz bei Falschbefüllung nennen.

Sinnvolle Medien zum Einbau

Kleine Übungsfragen

 

 

5. Bremsanlagen

5.2.2 Anhänger Druckluft


Rechtsgrundlagen (Auszug)

1) Aufbau des druckluftgebremsten Anhängers

2) Einsatz mit hydraulischem Zugfahrzeug (Kombianlage)

3) An‑ und Abkuppeln (Praxis)

4) Typische Störungen – Symptome und Maßnahmen

5) Wartung und regelmäßige Prüfungen

Prüfungskern (Merksatz)

„Rot füllt – Gelb steuert: Rot zuerst, Gelb danach kuppeln. Nur fahren, wenn Vorratsdruck anliegt, ALB gängig ist und die Bremsprobe passt.“

Praxis‑Drill (2–4 Minuten)
  1. Kuppelübung: Rot → Gelb kuppeln, ISO‑7638 stecken; Manometer beobachten bis erstes Ablasen am Trockner. Frage: Ab wann darfst du losfahren?
  2. Dichtheitscheck: Pedal 30–60 s halten; Druckabfall bewerten; Kupplungen mit Leckspray prüfen.
  3. ALB‑Check: Sichtprüfung Gestänge/Hebelweg; kurze Rollprobe aus 20 km/h – gleichmäßige Verzögerung ohne Blockieren?

Sinnvolle Medien zum Einbau

Kleine Übungsfragen

 

 

5. Bremsanlagen

5.3 Druckluftbremse, Zweileitungsbremse


Rechtsgrundlagen (Auszug)

1) Systemaufbau – Zweileiterprinzip

2) Funktionsprinzip

  1. Druckaufbau: Rot (Vorrat) füllt die Anhängerbehälter. Erst wenn ausreichender Vorratsdruck erreicht ist, ist der Anhänger bremsbereit.
  2. Bremsen: Pedal → am Zugfahrzeug entsteht Steuerdruck → Gelb überträgt diesen an das Anhänger‑Bremsrelais → dieses lässt aus den Anhängerbehältern Arbeitsluft zu den Radzylindern. Vorteil: schnelleres, kräftiges Ansprechen.
  3. Lösen: Steuerdruck fällt ab → Relaisventil entlüftet die Radzylinder (Schnelllösefunktion beschleunigt das Lösen).
  4. Notbremsung: Reißt Rot ab oder fällt der Vorratsdruck stark ab, bremst der Anhänger selbsttätig aus seinen Behältern (Sicherheitsprinzip).

3) An‑ und Abkuppeln (Prüfungsrelevant)

4) Bedien- und Sicherheitsregeln

5) Typische Fehlerbilder – Symptome und Abhilfe

6) Prüfungs‑Merksatz

„Zweileiter: Rot füllt, Gelb steuert. Kuppeln: Rot vor Gelb – Lösen: Gelb vor Rot. Losfahren erst mit Vorratsdruck und bestandener Bremsprobe. ALB gängig halten.“

Praxis‑Drill (3–5 Minuten)
  1. Kuppelübung: Rot→Gelb kuppeln, ISO‑7638 stecken; Manometer beobachten bis stabiler Arbeitsdruck. Frage: Ab welchem Zustand ist der Anhänger bremsbereit?
  2. Dichtheits‑/Wirkprobe: Pedal 30–60 s halten, Druckabfall beurteilen; anschließend aus 20 km/h gleichmäßig bremsen – verzögert der Anhänger zeitgleich und spurtreu?
  3. Fehlerbild zeigen: ALB‑Gestänge simuliert schwergängig → Erkläre Auswirkung und Korrektur.

Sinnvolle Medien zum Einbau

Kleine Übungsfragen

 

 

6. Bremsanlagen des Anhängers

Bremsanlagen des Anhängers

6. Bremsanlagen des Anhängers

6.1 Manueller Bremskraftregler


Rechtsgrundlagen (Auszug)

1) Was ist ein manueller Bremskraftregler?

2) Wirkung – zu hoch, zu niedrig, passend

3) Einstellen – Schritt für Schritt (Praxis)

  1. Beladung einschätzen: Leer, ca. halb beladen, voll beladen? Orientierung:
    • Leer bis ~25 % der zul. Nutzlast → Stufe „leer“.
    • ~25–75 % → Stufe „mittel/halb“.
    • > 75 % → Stufe „voll“.
    Hinweis: Wenn dein Regler zahlenbasiert ist, steht die Tabelle meist am Typenschild (z. B. 0 = leer, 2 = halb, 4 = voll).
  2. Nur im Stand verstellen: Feststellbremse sichern, dann Handrad/Schieber auf die passende Stufe setzen und verriegeln.
  3. Bremsprobe:
    • Standprobe: Pedal 30–60 s halten → kein starkes Zischen/Druckabfall, Kupplungen dicht.
    • Rollprobe: Geradeaus 15–20 km/h → gleichmäßig bremsen. Beurteile: Zieht das Gespann gerade? Blockiert der Anhänger früh? Schiebt er?
  4. Fein anpassen: Je nach Rollprobe eine Stufe rauf (wenn der Anhänger schiebt) oder runter (wenn er überbremst/blockiert).

4) Bedien- und Sicherheitsregeln

5) Typische Fehlerbilder – Symptome und Abhilfe

6) Prüfungs‑Merksatz

„Manueller Regler bremst nur so gut wie du ihn einstellst: Last wählen – im Stand einstellen – Bremsprobe. Bei Blockieren eine Stufe runter, bei Schieben eine Stufe rauf.“

Praxis‑Drill (3–4 Minuten)
  1. Erkennen: Zeige am Anhänger den Regler und lies die Skala („leer/halb/voll“ oder 0–4).
  2. Einstellen: Stelle für „halb beladen“ ein. Warum wählst du diese Stufe?
  3. Rollprobe: 20 km/h → gleichmäßig bremsen. Ergebnis bewerten und begründen, ob du eine Stufe änderst.

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Kleine Übungsfragen

 

 

6. Bremsanlagen des Anhängers

6.2 Automatisch-lastabhängige Bremskraftregelung


Rechtsgrundlagen (Auszug)

1) Aufgabe der ALB – warum sie wichtig ist

2) Aufbau – typische Varianten am Anhänger

3) Funktionsprinzip – so regelt die ALB

  1. Beladung erfassen: Leer → Fahrwerk steht höher; voll → Fahrwerk ist tiefer/mehr Luftfederdruck.
  2. Regeln: Das ALB‑Ventil verändert die Übertragungskennlinie zwischen Brems‑Steuerdruck (gelb) und Radsbremsdruck.
    • Leer: Reduktion – bei gleichem Pedaldruck kommt weniger Druck an den Radzylindern an.
    • Voll: Kennlinie näher 1:1 – mehr Druck an den Radzylindern.
  3. Wirkung: Räder nutzen die vorhandene Haftung optimal, ohne früh zu blockieren bzw. das Zugfahrzeug zu schieben.

4) Bedienhinweise – was du als Fahrer machst

5) Prüfen und Einstellen – Grundwissen für die Praxis

6) Typische Fehlerbilder – Symptome und Maßnahmen

7) Sicherheit und Praxis

8) Prüfungs‑Merksatz

„ALB = automatisch zur Last passende Bremse: Leer → weniger, Voll → mehr Druck. Nicht vom Fahrer verstellen – Hebel frei, Bremsprobe machen, bei Auffälligkeiten in die Werkstatt.“

Praxis‑Drill (3–5 Minuten)
  1. Erkennen: Zeige am Anhänger das ALB‑Ventil und die Gestängeanlenkung (oder Luftfeder‑Druckleitung/Sensoren).
  2. Sichtprüfung: Hebelweg durch Wippen am Aufbau beobachten; Splinte/Kontermuttern dran?
  3. Rollprobe: Leer 20 km/h → mittlere Bremsung; dann beladen (oder mit Demonstrationsgewicht) wiederholen. Unterschiede benennen.

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Kleine Übungsfragen

 

 

6. Bremsanlagen des Anhängers

6.3 Hilfs- und Feststellbremsanlage


Rechtsgrundlagen (Auszug)


1) Begriffe – klare Abgrenzung


2) Feststellbremse – Varianten am Anhänger


3) Not-/Automatikbremse des Anhängers

Merke: Not-/Automatikbremse ist für den Notfall. Für das sichere Abstellen nutzt du immer die Feststellbremse.


4) Bedienung in der Praxis – Schritt für Schritt

Auflaufbrems‑Anhänger abstellen

  1. Ebenen, sicheren Platz wählen; bei Neigung rechtzeitig Keile bereitlegen.
  2. Handhebel kräftig anziehen, bis er sicher einrastet.
  3. Bei Gefälle zusätzlich Radkeile legen, Räder gerade stellen.
  4. Vor dem Losfahren: Hebel vollständig lösen, Funktionsweg prüfen (kurze Rollprobe).

Druckluft‑Anhänger abstellen

  1. Gespann gerade ausrichten, Arbeitsdruck vorhanden.
  2. Im Fahrerhaus das Park-/Feststellbremsventil betätigen → Federspeicher legen an.
  3. Abkuppeln: Vorher Feststellfunktion am Anhänger prüfen (Handhebel/Parkventil). Keile legen, falls Untergrund unsicher.
  4. Nach dem Abkuppeln steht der Anhänger selbstständig sicher (Federspeicher/Handhebel). Leitungen entkoppeln, Schutzkappen aufsetzen.

Tipp: Bei längeren Standzeiten immer zusätzlich Keile verwenden und gegen Wegrollen sichern (Wind, Unebenheiten).


5) Sicht‑ und Funktionsprüfung (vor Fahrt/Unterricht)

Sichtprüfung

Funktionsprobe


6) Typische Fehlerbilder – Symptome und Abhilfe


7) Sicherheit und Prüfungs‑Merksatz

„Feststellbremse sichert im Stand, Not-/Automatikbremse rettet im Notfall. Beim Abstellen: Bremse einlegen, Abreißseil korrekt, Keile nutzen. Federspeicher nur mit Luft lösen – Löse‑Schraube ist Notfall/Werkstatt.“

Praxis‑Drill (3–4 Minuten)
  1. Zeige am Anhänger den Feststellhebel (Auflauf) bzw. das Park-/Löseventil (Druckluft) und erkläre die Stellung „angezogen/gelöst“.
  2. Hänge das Abreißseil korrekt am Zugfahrzeug ein. Warum ist „um die Kugel legen“ falsch?
  3. Kurze Funktionsprobe: Feststellbremse anziehen → Haltekraft prüfen; danach ordnungsgemäß lösen.

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Kleine Übungsfragen

 

 

6. Bremsanlagen des Anhängers

6.4 Beleuchtungseinrichtungen an Anhängern


Rechtsgrundlagen (Auszug)


1) Pflicht-Beleuchtung – kompakt nach Seiten

Hinten (Rückseite)

Vorn (Front des Anhängers)

Seite (Längsseiten)

Umriss/Überbreite


2) Einbauorte und Maße – wichtige Richtwerte


3) Besondere Fälle


4) Elektrik/Steckverbindung – Praxis


5) Lichtprobe – Checkliste vor Fahrtbeginn

  1. Zündung an, Warnblinkanlage prüfen (alle Blinker am Anhänger).
  2. Schluss‑/Bremsleuchten prüfen: Einer bremst, der andere schaut.  Bei LED‑Modulen: gleichmäßige Helligkeit?
  3. Rückstrahler sauber/unbeschädigt?
  4. Nebelschlussleuchte kurz testen (nur bei starker Sichtbehinderung benutzen!). In Kombination nur die am letzten Anhänger leuchtet. ([lexmea.de](https://lexmea.de/en/gesetz/stvzo/53d))
  5. Begrenzungsleuchten vorn (falls erforderlich) und Seitenmarkierungsleuchten (bei > 6 m). ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__51.html?utm_source=openai))
  6. Kennzeichenbeleuchtung und Rückfahrscheinwerfer (falls vorhanden). ([stvzo.de](https://www.stvzo.de/fzv/?utm_source=openai))

6) Typische Prüfungs‑/Praxisfragen


Merksätze für die Prüfung

„Hinten doppelt rot (Schluss, Bremse) + Blinker + dreieckige Rot‑Reflektoren; vorn weiß (Begrenzung/Reflektor), seitlich gelb (Reflektor, ab 6 m leuchtend); breit > 2,10 m = Umrissleuchten; Nebelschluss nur hinten – im Zug leuchtet nur der letzte.“ ([gesetze-im-internet.de](https://www.gesetze-im-internet.de/stvzo_2012/__51.html?utm_source=openai))